Kernkraftwerk Indian Point

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Kernkraftwerk Indian Point
Indian Point.jpg
Standort
Land Flag of the United States.svg Vereinigte Staaten
Bundesstaat New York
Ort Buchanan
Koordinaten 41° 16′ 12″ N, 73° 57′ 9″ WTerra globe icon light.png 41° 16′ 12″ N, 73° 57′ 9″ W
Reaktordaten
Eigentümer Entergy Nuclear Operations
Betreiber Entergy Nuclear Operations
Vertragsjahr 1954
Betriebsaufnahme 1962
Im Betrieb 2 (2152 MW)
Stillgelegt 1 (277 MW)
Einspeisung
Eingespeiste Energie im Jahr 2012 16874 GWh
Eingespeiste Energie seit 1962 440210 GWh
Stand der Daten 2013
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Die Quellen für diese Angaben sind in der Zusatzinformation einsehbar.

Das Kernkraftwerk Indian Point (englisch Indian Point Nuclear Power Plant, offiziell Indian Point Energy Center, kurz IPEC oder nur IP für Indian Point) befindet sich nahe der Stadt Buchanan im US-Bundesstaat New York. Die am Hudson River gelegene Anlage ist der größte Energieproduzent für New York City und Westchester County. Das Werk weist eine lange technologische Geschichte auf, die einen Schlüsselpunkt in der Entwicklung der Leichtwasserreaktoren darstellt. Das Werk wurde ursprünglich von der Consolidated Edison Company errichtet und betrieben, später aber erst teilweise verkauft, dann vollständig. Eigentümer der Werk ist heute Entergy. Seit dem 11. September 2001 steht das Werk besonders in der Kontroverse, zehn Jahre später im Jahr 2011 durch die Reaktorunfälle in Japan. Mittlerweile hat sich eine Lobby sowohl für, als auch gegen das Werk gebildet und stellt ein kontroverses Thema in der Metropolregion New York dar, da es nur rund 60 Kilometer vom Stadtkern der Metropole entfernt liegt.

Geschichte

Den Vorschlag ein Kernkraftwerk rund 64 Kilometer nördlich von der Metropole New York zu errichten kam im Jahr 1948, als das zivile Bauprogramm für Kernkraftwerke in den Vereinigten Staaten anlief. Unter diesem Programm zeigte die Consolidated Edison Company aus New York Interesse einen Block in Indian Point zu errichten, mit einer Leistung um die 200 MW, der vollständig privat finanziert werden sollte. Als Konzept favorisierte man einen mit Wasser gekühlten Brutreaktor, der in einen direkten Kreislauf Dampf zu einer Turbine leitet. Diese Planungen sahen vor, dass das Werk bis 1960 in Betrieb sein sollte. Diese Überlegung legte den Grundstein für das Kernkraftwerk Indian Point.[1]

Block 1

Im Jahr 1951 wurden die Planungen für den ersten Block am Kernkraftwerk Indian Point konkretisiert und aufgrund des erwarteten Zuwachses im Energiebedarf die Leistung des Werkes auf projektierte 250 MW erhöht.[2] Für den Entwurf des Reaktors wurde Babcock & Wilcox beauftragt. Entgegen der ursprünglichen Entwürfe trat Babcock & Wilcox dafür ein zwar die Brüterkonfiguration beizubehalten, den Block aber mit einem Druckwasserreaktor auszustatten. Grund hierfür war, dass man diesem Reaktortyp in Zukunft die größte Chance für den ökonomischen Betrieb einräumte. Der Reaktor selbst sollte mit hochangereicherten Uran-235 bestückt werden und als Brutmaterial Thorium verwenden. Sowohl Brennstoff, als auch Brutstoff sollten in Zirkalloy als Platten eingehüllt werden, von denen mehrere zu einem Brennelement gebündelt werden sollten.[3] Die Planungen für den Block wurden am 10. Februar 1954 erstmals bei einer öffentlichen Anhörung bekanntgegeben. Am 22. März 1954 reichte die Consolidated Edison Company offiziell bei der Atomic Energy Comission das Gesuch um eine kombinierte Bau- und Betriebslizenz für das auf 55 Millionen Dollar geschätzte Werk ein. Die Consolidated Edison Company pachtete für den Block den 1,38 Quadratkilometer großen Indian Point Amusement Parks zunächst für zwei Jahre, um erste Evaluierungsarbeiten vorzunehmen mit der langfristigen Option, den Park zu erwerben.[4] Der Bau war allerdings zu diesem Zeitpunkt nicht möglich, da nur dem Staat als Eigentümer und Betreiber der Bau von Kernkraftwerken vorbehalten war. Erst mit der Verabschiedung des neuen Atomic Energy Act (Atomgesetz) im August 1954 konnte dieses Projekt konkret realisiert werden.[5]

Die Consolidated Edison Company betrat mit dem Kernkraftwerk Indian Point großes Neuland. Im Gegensatz zu sämtlichen anderen Reaktorprojekten war es das erste Unternehmen das sich traute, ein Kernkraftwerk ohne andere teilhabende Unternehmen zu finanzieren, sowie ohne staatlichen Gelder. Aufgrund des damals noch vergleichsweise hohen Preises für den Brennstoff war es aussichtsreich, dass man die Brütervariante verwendete. Im Bezug auf die Unternehmen, die das Kernkraftwerk errichten sollten, wurden an sämtliche entsprechende Anfragen gestellt, die von sich behaupteten ein Kernkraftwerk errichten zu können. Daraus qualifizierte sich als Bauunternehmen am ehesten die Vitro Corporation.[6] Über das Jahr 1955 wurde der Entwurf für den Block angepasst und die Bauweise verändert, sodass zwar ein großer Wärmeanteil im Reaktor erzeugt wird, allerdings dieser mit einem konventionellen Ölkraftwerk, das direkt dahinter geschaltet wird, überhitzt wird. Dies ermöglichte den Einsatz von preiswerteren konventionellen Heißdampfturbinen. Dies ließ den Entwurf weit von den ursprünglichen Entwürfen für den Druckwasserreaktor abweichen, allerdings konnte die Leistung des Kerns verringert werden, sodass von der Gesamtleistung von 250 MW nur rund 150 MW aus dem Reaktor stammen würden, die restlichen 100 MW erst durch die Überhitzung im konventionellen Teil gewonnen werden.[7] Trotzdem schätzte man die Kosten für die erzeugte Kilowattstunde aus diesem Block auf nicht mehr als $ 0,9 Cent je Kilowattstunde.[8] Als Preisvergleich wurde unter dem Kernkraftwerksbauprogramm ein konventioneller Block am gleichen Standort mit gleicher Leistung hinzugezogen, der in Indian Point für rund $ 0,75 Cent je Kilowattstunde Energie erzeugt hätte. Die nukleare Variante lag damit leicht über den Kosten für einen konventionellen Block, sollte aber auf lange Sicht durch die Brutreaktorbauweise preiswerter betrieben werden können.[9]

Trotz der Betriebskosten evaluierte man 1955 auch den Bau von konventionellen Kraftwerken die mit Öl oder Gas betrieben werden. Aufgrund der extrem guten Lage von Indien Point - der Standort wurde von der Consolidated Edison Company als der Beste aller Standorte des Unternehmens beschrieben - musste dieser Aspekt gut evaluiert werden. Allerdings war dem Unternehmen auch klar, dass es keinen besseren Standort für ein Kernkraftwerk um New York geben würde als Indian Point, weshalb man an der nuklearen Option, die die aussichtsreichste zu sein schien, festhielt.[10] Consolidated Edison plante bei Erfolg des als Consolidated Edison Thorium Reactor (kurz CETR) projektierten Baulinienblocks die Errichtung eines baugleichen Kernkraftwerks nahe Northport auf Long Island.[11] International erregte die Entwicklung dieses Reaktors aufsehen, da wie bereits der Bau und Betrieb von Indian Point, auch die Entwicklung unter privatwirtschaftlichen Bedingungen stattfand, was der Industrie einen neuen Schwung gab, privates Kapital in die Entwicklung zu in Investieren, sowie auf Unternehmen zugeschnittene Reaktoren von Zweck und Leistungsgröße zu entwerfen.[12]

Im Jahr 1956 erwarb die Condolidated Edison Company den gesamten Indian Point Amusment Park als Gelände für das Kernkraftwerk und löste den Park selbst auf. Der Kauf des Gelände ermöglichte der Atomic Energy Commission die Bau- und Betriebslizenz zu genehmigen, was sie unverzüglich auch so umsetzte.[13]

Bau

Am 1. Mai 1956 ging der Block offiziell in Bau.[14] Im August 1956 beauftragte die Consolidated Edison Company die Foster Wheeler Corporation für den Bau des konventionellen Überhitzerteils.[15] Bis 1958 offenbarten sich allerdings diverse Planungsfehler in der Konstruktion des nuklearen Anlagenteils, die deshalb überarbeitet werden mussten. Das Problem betraf die Thoriumelemente, die in späteren Berechnungen während des Lastbetriebes stärker anschwellen würden als vorher vermutet. Im Zweifelsfall hätten die Elemente einen Hotspot bilden können, was man vermeiden wollte. Daher entschied man sich, anstatt den Brennstoff wie zuvor geplant in Metallform, doch lieber in Oxidform zu verwenden, womit das Thorium nicht separat, sondern gemischt mit dem Urandioxid verwendet werden sollte. Die Kosten für Indian Point stiegen deshalb an von 55 Millionen Dollar beim Baubeginn auf 90 Millionen Dollar im Jahr 1958. Darin sind die Kosten für den Erstkern allerdings nicht enthalten.[16] Neben technischen Probleme wurde die Consolidated Edison Company auch mit sozialen Problemen konfrontiert. So demonstrierten die Anwohner von Indian Point zwar nicht gegen das Kernkraftwerk selbst, aber für Aufklärung, die die Consolidated Edison Company nur im reduzierten Maße vornahm. Sekundär war die Wut groß, dass der Indian Point Amusement Park wegen dem Kernkraftwerk aufgelöst wurde.[17] Aus diesem Grund eröffnete die Consolidated Edison Company auf der Baustelle eine Besucherplattform, von der aus man das gesamte Kernkraftwerk sehen konnte, dessen Baufortschritt und bot im Winter Mittwochs und Samstag zwischen 13:00 und 15:00 Uhr Führungen über die Baustelle an.[18]

Ursache konventioneller Teil nuklearer Teil
Leistungserhöhung von 236 auf 275 MWel 4,0 Mio $ 2,7 Mio $
Lohnerhöhungen und Materialzusatzkosten 3,5 Mio $ 2,1 Mio $
Veränderungen des Entwurfs 1,0 Mio $ 6,8 Mio $
Abfallbeseitigung 2,1 Mio $
Sicherheitseinrichtungen 3,2 Mio $
Bau, Forschung und Entwicklung 7,4 Mio $
Bauzinsen und unvorhersehbare Ausgaben 4,7 Mio $

Aufgrund weiterer Verzögerungen und technischer Schwierigkeiten stiegen die Kosten bis Anfang 1959 auf 100 Millionen Dollar an.[19] Die New York City Housing Authority, der größte Vermieter von Wohnraum in der Metropole New York, protestierte gegen diese hohen Kosten. Aufgrund der stark gestiegenen Kosten sollte die Kilowattstunde aus Indian Point rund $ 0,13 Cent kosten, was als völlig überzogen galt. Verantwortlich machte die New York City Housing Authority die Consolidated Edison Company, weil das Werk ohne staatliche Beifinanzierung errichtet würde. Tatsächlich begann sich dieses Konzept aber langsam durchzusetzen, da zwei weitere Kernkraftwerke, darunter Vallecitos und Dresden ohne staatliche Beihilfen errichtet wurden, was logischerweise höhere Kosten verursachte, allerdings die Technologie zu einer marktwirtschaftlichen Reife brachte.[20] Die Endkosten beliefen sich auf 100,3 Millionen Dollar. Die größten Zusatzkosten sind rechts in der Tabelle einsehbar.[21]

Betrieb

Die erteilte Betriebslizenz für den Reaktor war in der ersten Ausfertigung für eine Inbetriebnahme des Blocks zwischen dem 1. Oktober 1959 und dem 1. Oktober 1960 genehmigt worden. Aufgrund der konstruktiven Probleme im nuklearen Anlagenteil rechnete die Consolidated Edison Company im Jahr 1959 mit einer frühst möglichen Inbetriebnahme am 1. April 1961.[19] Durch das Ausfahren von 13 der 21 Steuerelemente[5] fuhr der Reaktor am 2. August 1962 erstmals in den kritischen Zustand.[14] Der Gouverneur des Bundesstaats New York, Nelson Aldrich Rockefeller, gratulierte wie der Vorsitzende der Nuclear Regulatory Comission, Glenn T. Seaborg, der Consolidated Edison Company für die Inbetriebnahme des Reaktors.[5] Indian Point war zu diesem Zeitpunkt das größte Kernkraftwerk der Welt.[22] Am 16. September 1962 wurde der Block erstmals mit dem Stromnetz synchronisiert und konnte am 1. Oktober 1962 in den kommerziellen Betrieb überführt werden.[14] Danach ging der Versuchsbetrieb allerdings weiter und der Kern wurde in verschiedenen Leistungsebenen verschiedenen Versuchen unterzogen. Am 25. Januar 1963 fuhr der Reaktor erstmals unter Volllast mit einer thermischen Leistung von 585 MW. Insgesamt war die Consolidated Edison Company mit dem stabilen und zuverlässigen Versuchsbetrieb sehr zufrieden.[23] Über das Jahr 1963 offenbarten sich jedoch große Probleme mit dem Reaktor. Im obersten Leistungsbereich und im Volllastbetrieb gab es mehrfach Schnellabschaltungen, alleine zwischen September 1962 und Januar 1963 gab es davon 187 Stück. Ausgelöst wurden diese allerdings nicht wegen einem Problem mit dem nuklearen Anlagenteil, sondern wegen fehlerhaft eingestellten Instrumenten im konventionellen Anlagenteil, nach dem sich das automatische Steuersystem des Reaktors richtete und bei Abweichungen den Block abschaltete.[24]

Ende des Jahres 1963 wurden in der Revision deshalb großflächig die Instrumente im konventionellen Anlagenteil getauscht, sodass die Zahl der Abschaltungen seit der Wiederinbetriebnahme am 1. Januar 1964 massiv reduziert werden konnte. Das Abschaltsystem selbst arbeitete aber zur vollen Zufriedenheit, da es bei keiner der Abschaltungen zu Blockierungen der Steuerelemente oder Probleme mit dem Verhalten der Anlage gab. Aufgrund des Lastbedarfs wurde Indian Point ab diesem Zeitpunkt fast durchgehend als Grundlasterzeuger genutzt.[24] Noch in dieser Revision erfolgte darüber hinaus eine konstruktive Verbesserungen an den Primärleitungen des Reaktors, die es erlaubten die thermische Leistung auf 600 MW zu erhöhen.[25] Innerhalb des Jahres 1964 sollte der Umbau des Reaktorkerns von dem Thorium-Urankern in einen vollständigen Urankern erfolgen. Der Thoriumkern hat sich für den Betrieb als zu aufwändig regelbar erwiesen, während ein Urankern einfacher regelbar ist. Der Kern von Babcock & Wilcox sollte durch einen Kern von Wetinghouse ersetzt und den neusten technischen Stand angepasst, darunter die Verwendung von einem neuen Hüllmaterial für die Brennstoffplatten, das seitens der Kanadischen Atomic Energy Commission empfohlen wurde.[24] Allerdings verzögerte sich der Austausch bis 1966. Bis zu diesem Zeitpunkt war der Block mit einem Thorium-HEU-Erstkern betrieben worden.[26] Der Austausch führte allerdings zu größeren Leckagen an den Brennelementen, die zur Freisetzung von insgesamt 600 Curie (22,2 TBq) Aktivität führten. Der Block musste daraufhin für Reparaturen ein Jahr vom Netz.[27] Im Jahr 1965 kam es allerdings noch zu einem Zwischenfall, als ein Blitzeinschlag in eine Überlandleitung zur Netztrennung des Blocks führte, sowie des Kraftwerks Big Allis. Zusammen mit Indian Point stellen beide Kraftwerke essentielle Kraftwerke im Netz dar. Der Ausfall führte zu einem vollständigen Blackout in der Metropole New York.[28]

Aufgrund der starken thermischen Emissionen, die der Block in den Hudson River abgibt, hatte der Generalstaatsanwalt von New York eine Schadensersatzklage in Höhe von 5 Millionen Dollar gegen die Consolidated Edison Company eingebracht. Auch gegen die Erteilung der endgültigen Betriebsgenehmigung wurde Einspruch erhoben.[29] Um der Ursache auf dem Grund zu gehen und um zu beweisen, dass Indian Point-1 kaum negativen Einfluss auf das Ökosystem und die Fischpopulation im Hudson River hat, stimmte die Consolidated Edison Company am 2. März 1970 einem Abkommen zu für 19 Monate und 600.000 Dollar eine Studie auszuarbeiten.[30] Allerdings war bereits bekannt, dass Indian Point-1 auch radioaktive Wässer aufgrund von Leckagen in den Hudson abgab.[31] Die Emissionen, inklusive der ungeplanten, lagen allerdings etwas höher als bei anderen Kernkraftwerken in den Vereinigten Staaten mit und 0,03 % des Limits. Von dem Aktivitätlimit, das Indian Point-1 in die Abluft abgeben darf, schöpfte der Block nicht mal 10-5 % aus. Dies liegt daran, dass die Anlagen so konstruiert ist, dass die radioaktiven Gase mindestens 120 Tage im Block verweilen und abklingen können, während andere Anlagen die Gase nur 20 bis 30 Minuten lang vor Abgabe verzögern. Die Aktivitätswerte bezogen sich auf den gesamten Betrieb des Blocks von August 1962 bis September 1966.[32] Hinzu kam, dass 1971 der Block betrieblich ebenfalls Probleme machte. Um die Sommerlasten zu decken war Indian Point-1 unerlässlich. Bereits ein Ausfall in diesem Jahr hatte das Stromnetz instabil werden lassen können. Man befürchtete aufgrund der weiter gestiegenen Lasten, dass ein Ausfall des Blocks zu einem vollständigen Blackout wie 1965 in der Metropolregion New York führen könnte.[31] Im Bezug auf das Fischsterben wurde in der Studie festgestellt, dass die Auswirkungen des Blocks tatsächlich minimal sind, jedoch durch den Bau der neuen Blöcke eher erhöht werden könnten. Die eigentliche Ursache wurde wenige Kilometer flussaufwärts gefunden am Standard Brands Produktionswerk, ebenfalls ansässig in Buchanan, das Abfälle direkt in den Fluss entsorgte, und das in einer Größenordnung, wie sie bei einer Stadt mit 300.000 Einwohnern anfallen würde.[33]

Stilllegung

Aufgrund neuer Vorschriften der Atomic Energy Commission war Indian Point-1 ab 1974 nicht mehr den Vorschriften entsprechend lizenzierbar. Am 31. Oktober 1974 ging der Block deshalb vom Netz,[14] für eine zweijährige Modifikation.[34] Nachgerüstet werden sollte ein Notkühlsystem, dass der Block aufgrund der damaligen Vorschriften nicht besaß. Allerdings entschied aufgrund der finanziellen Schwierigkeiten und der Tatsache, dass Indian Point-2 kurz vor der Fertigstellung war, die Consolidated Edison Company das System nicht nachzurüsten. Das Unternehmen reichte bei der neu geschaffenen Nuclear Regulatory Commission eine Petition ein den restlichen Kern auszufahren mit der Begründung, dass man so die bereits investierten 8 Millionen Dollar für den Brennstoff ohne direkte Umlegung der Kosten auf die Verbraucher hätte finanzieren können, und der Staat 1 Millionen Barrel Öl sparen würden. Die Nuclear Regulatory Commission wies diesen Antrag zurück, obwohl das Unternehmen entgegen kam und zur Sicherheit nur im niedrigsten Leistungsbereich den Block fahren wollte, um die Temperaturen niedrig zu halten.[35] Da bis 1979 der Block nicht modernisiert wurde entzog die Nuclear Regulatory Commission endgültig die Betriebslizenz des Blocks womit der Consolidated Edison Company verboten wurde den Block wirtschaftlich zu nutzen.[36]

Im Jahr 1998 wurde die NUKEM Nuclear Technologies beauftragt 94,64 Kubikmeter an radioaktiven Schlämmen und Sedimenten des Blocks zu verarbeiten und anschließend zu reduzieren um ihn in ein Endlager zu bringen.[37] Der eigentliche Rückbau des Blocks soll zusammen mit dem Rückbau von Indian Point-2 erfolgen.[38]

Block 2 & 3

Blick auf Indian Point mit (von links) Block 2, Block 1 und Block 3

Aufgrund der großen Zufriedenheit mit dem ersten Block plante die Consolidated Edison eine vergrößerte Version des CETR. Der auf eine elektrische Leistung von 1000 MW geplante Block sollte für das Kernkraftwerk Ravenswood dienen, das unweit des Kraftwerks Ravenswood direkt in New York City entstehen sollte, am East River in Queens. Das Schema war das gleiche: der größte Wärmeanteil sollte aus dem Kernreaktor stammen, der restliche Anteil durch zwei ölgefeuerte Überhitzerkessel beigefügt werden. Die Consolidated Edison Company gab im Jahr 1963 bekannt, vor Ravenshood einen entsprechenden Prototypen als zweiten Block in Indian Point zu errichten und zu erproben. Dies forderte auch die Atomic Energy Commission.[23] Das Projekt wurde allerdings eingestellt, weshalb auch vorerst die Planungen für einen zweiten Block in Indian Point auf Eis lagen.[39] Die Consolidated Edison Company gab Anfang 1965 eine Studie in Auftrag die evaluierten sollte, wie sich der Elektrizitätsverbrauch in fünf Jahren entwickele und welche Möglichkeiten für die Deckung dieses Bedarfs am wirtschaftlichsten infrage kämen. Nach sechs Monaten kam die Studie zu dem Ergebnis, dass zur Deckung des Grundlastbedarfs bis Sommer 1969 ein Kernreaktor mit einer Leistung von 873 MW ausreichen könnte. In einer Konsultation mit der Atomic Energy Commission wurde dieser Weg als realisierbar dargestellt, sodass im Eilverfahren Indian Point als Standort bestimmt wurde und die entsprechenden Lizenzen beantragt wurden. Die Lieferung des Blocks mit Druckwasserreaktor sollte durch Westinghouse erfolgen und schlüsselfertig für 108 Millionen Dollar übergeben werden. Insbesondere die Kosten für den Block sprachen für den Bau eines Kernreaktors, da der Block für rund $ 1,5 Cent je Kilowattstunde die Energie direkt für die Stadt New York zur Verfügung stellen könnte. Dass die Wahl auf Indian Point als Standort fiel hing damit zusammen, dass die Leitung groß genug ausgelegt war die zusätzliche Leistung dieses Blocks zu übertragen. Der Bau des Werkes wurde am 23. November 1965 öffentlich von Garland C. Forbes, Vorstand der Consolidated Edison Company, angekündigt.[40]

Tatsächlich war die schnelle Umsetzung des Kernreaktorblocks „Indian Point-2“ nur die Spitze des Eisberges, da der Zuwachs im Energieverbrauch um New York enorm zunahm und von 1964 auf 1965 sich der Bedarf alleine um 300 MW erhöhte. Für die Consolidated Edison Company war klar, dass dafür in Zukunft weitere Grundlasterzeuger nötig sein würden.[40] Nachdem noch 1965 die ersten Arbeiten am zweiten Block am Standort begannen kündigte während dessen der Konzern an einen dritten Block, „Indian Point-3“, zu planen, der wenige Jahre nach dem Zweiten ans Netz gehen soll.[41] Noch am 6. Dezember 1965 stellte die Consolidated Edison Company das Gesuch für eine Baulizenz für den Block 2. In der Projektion war der Block der bisher größte bestellte der Welt. Für die Fertigung des Reaktordruckbehälters wurde Combustion Engineering beauftragt, Westinghouse selbst war für die Lieferung des nuklearen Anlagenteils verantwortlich, inklusive der vier Dampferzeuger und der Turbine. Für den Hochbau selbst wurde United Engineers & Constructors aus Philadelphia beauftragt.[42] Im Jahre 1967 konkretisierte die Consolidated Edison Company die Planungen für den dritten Block und datierte die Fertigstellung auf 1971.[43] Aufgrund der hohen Besiedlungsdichte und der Gefahr bei einem Unfall entschloss die Consolidated Edison Company das Containment von ihrer eigenen Planungsabteilung zu entwerfen und speziell auf Indian Point zuzuschneiden. Zusätzlich beinhalten beide Reaktoren diverse Systemverbesserungen in den Sicherheitssystemen, die deren Zuverlässigkeit erhöhen sollten.[44]

Bau

Am 14. Oktober 1966 ging der zweite Block offiziell in Bau. Am 1. November 1968 folgte der Baubeginn von Block 3.[14] Beim Bau der Blöcke gab es keine Komplikationen, die zu einer Verzögerung führten, allerdings gab es eine Aktivistengruppe, die sich gegen den Bau eines dritten Blocks stark machte und auch die Arbeiten am zweiten Block beeinflusste. Im Jahr 1970 war bereits klar, dass Block 2 erst einige Jahre später ans Netz gehen würde als ursprünglich geplant, da die Atomic Energy Commission aufgrund der Vorwürfe seitens der Aktivisten versuchte die Betriebsgenehmigung des Werkes zurückzuhalten.[45] Um diese zu erlangen forderte die Atomic Energy Commission die Abänderung diverser Anlagenteile. Eine weitere außergewöhnliche Situation war auch die Arbeitsmarktsituation in der Umgebung die dazu führte, dass qualifiziertes Personal für den Bau nicht zur Verfügung standen und sich die Arbeiten deshalb weiter verzögern würden.[46] Im November 1971 gab es am fast vollendeten zweiten Block einen Zwischenfall. Durch einen Brand in dem Block wurde ein Schaden zwischen 5 und 10 Millionen Dollar verursacht. Ermittlungen ergaben später, dass es sich hierbei um Brandstiftung handelte. Ermittlungen führten die Spur zu einem Wartungsangestellten im Kernkraftwerk, der das Feuer legte.[47]

Im Jahr 1972 mussten Modifikationen am Kühlsystem beider Blöcke vorgenommen werden um zu verhindern, dass eine zu große Zahl an Fischen in die Pumpen und die Kondensatoren des Werkes gelangten. Die Atomic Energy Commission schrieb sogar vor langfristig ein geschlossenes Kühlsystem zu installieren. Die Installation sollte bis 1978 in beiden Blöcken erfolgen, was die Consolidated Edison Company rund 150 Millionen Dollar zusätzlich gekostet hätte und langfristig 75 Millionen Dollar über einen 30-jährigen Betrieb, die Standzeit des Werks, angefallen wären.[48]

Betrieb

Am 22. Mai 1973 wurde der zweite Block erstmals kritisch gefahren und konnte am 26. Juni 1973 erstmals ans Netz gehen. Am 1. August 1974 wurde der Block in den kommerziellen Betrieb übergeben. Der dritte Block wurde erstmals am 6. April 1976 kritisch gefahren und am 27. April 1976 mit dem Stromnetz synchronisiert. Am 30. August 1976 wurde der Block in den kommerziellen Betrieb übergeben.[14] Die Elektrizität aus dem Werk wurde zunächst nur der New York State Power Authority verkauft, was ökonomischer war als den Strom selbst zu vermarkten.[49] Aufgrund finanzieller Schwierigkeiten stand sogar erst die Option in Betracht den ersten Block zusammen mit dem zweiten, allerdings nicht den dritten, an die New York State Power Authority zu verkaufen und anschließend zurückzupachten. Allerdings entschied sich die Consolidated Edison Company das Werk zu behalten und als weltweit erstes am Aktienmarkt notiertes Elektrizitätsunternehmen in den Vereinigten Staaten von Amerika die Dividende für die Aktionäre auszusetzen. Als Hauptgrund für die finanziellen Probleme galt die Auflage Kühltürme für den zweiten und dritten Block zu errichten für das geschlossene Kühlsystem.[50] Die Betriebserfahrungen offenbarten jedoch, dass zumindest für den dritten Block kein Trockenkühlturm errichtet werden konnte und für den zweiten Block nur mit viel Mühe. Grund hierfür ist, dass die geplanten Trockenkühltürme aufgrund der kälteren Kühlwassertemperatur einen noch größeren Unterdruck verursachen würden als es das wärmere Kühlwasser aus dem Hudson River verursachen würde, was mit aufwändigen Systemmodifikationen verbunden wäre. 1976 wurde diese Nachrüstungsforderung allerdings fallen gelassen, nachdem die Platzierung eines Kühlturmes am Indian Point als unmöglich bewertet wurde aufgrund des fehlenden Platz.[51]

Im Jahr 1976 wurde dennoch der dritte Block an die staatliche New York State Power Authority verkauft und von der Consolidated Edison Company für den Betrieb zurückgepachtet.[52] Wohl mitbegründet durch die finanzielle Lage des Unternehmen war die Sicherheitskultur in den beiden neuen Blöcken relativ niedrig, weshalb ein staatlicher Sicherheitsinspektor seine Bedenken äußerte und meinte, dass ein Unfall bereits darauf wartet zu passieren. Aufgrund dieser Mängel, die aber auch in anderen Westinghouse-Werken anfielen, unternahm die Consolidated Edison Company wie andere Energieversorgungsnternehmen entsprechende Schritte die Mängel zu beheben. Primär wollten aber die Eigentümer von diesen Westinghouse-Anlagen als Entschädigung die Zahlung des Brennstoffs über mehrere Jahre hinweg zu einem Marktpreis von 9,50 Dollar für das Pfund angereichertes Uran, da der Marktpreis bis 1978 auf rund 40 Dollar je Pfund angereichertes Uran stieg. Westinghouse weigerte sich und kündigte rechtliche Schritte an.[53]

Nach dem Unfall im März 1979 im Kernkraftwerk Three Mile Island stand die Sicherheit der beiden Blöcke in der öffentlichen Diskussion. Es führte dazu, dass mehrere Petitionen bei der Nuclear Regulatory Commission eingereicht wurden, die die Schließung von Indian Point forderten. Die New York State Power Authority gab deshalb 1981 eine Studie bei der Rand Corporation in Auftrag, die die Kosten einer Schließung von Indian Point evaluieren sollte. Diese Kostenstudie umfasste neben den primären auch die sekundären Kosten die anfallen um die Leistung zu ersetzen. Bereits 1980 gab es drei Studien dazu, die die Schließung mit 9,3 Milliarden Dollar, 4,0 Milliarden Dollar und 2,5 Milliarden Dollar bezifferten. Alle drei Varianten stellten unterschiedliche Wege dar, schlossen aber die sekundären Kosten nicht mit ein. Die New York State Power Authority kam in ihren Rechnungen auf einen Mindestbetrag von 7,7 Milliarden Euro ohne Rückbau des Werkes und auf einen Betrag von 17,4 Milliarden Dollar bei einem vollständigen Rückbau. Die weiter berücksichtigten Parameter des Elektrizitätsnetzes trugen letztlich zu dem Schluss bei, dass eine Schließung des Kernkraftwerks Indian Point mit Bau von Ersatzinfrastruktur mehrere Jahrzehnte in Anspruch nehmen müsste. Eine schnelle Abschaltung wäre für das Stromnetz von Westchester County und der Stadt New York nicht verkraftbar.[54]

Am Freitag, den 17. Oktober 1980 kam es im zweiten Block zu einem Zwischenfall,[55] als unerwartet eine Anzeige in der Schaltwarte einen hohen Wasserpegel im Reaktorsumpf signalisierte, innerhalb des Containments. Die Anzeige warnte bereits zuvor mehrere Tage lang vor dem hohen Wasserstand, was die Operatoren allerdings nicht bemerkten, da die Leuchte selbst einen Defekt aufwies. Das Wasser selbst drang über die Belüftung des Blocks ein und kam direkt aus dem Hudson. Da es sich dabei um Salzwasser handelte war dieser Zwischenfall besonders kritisch, da der Wasserstand nach mehreren Tagen den Reaktordruckbehälter um zirka 2,7 Meter außen unter Wasser setzte. Neben der Anzeige im Kontrollraum versagten zusätzlich zwei Indikatoren im Reaktorgebäude, die einen hohen Wasserstand des Sumpf detektieren sollten. Allerdings sind diese Detektoren nur für heißes Wasser ausgelegt. Kaltes Wasser können die Detektoren nicht erkennen. Erst Stunden oder schätzungsweise Tage später sprach ein anderer Detektor an, der Schwankungen in der Reaktorleistung feststellte. Dieses Problem hatte allerdings keinen Zusammenhang mit dem eindringenden Wasser in das Containment. Um die Systeme zu kontrollieren wurde der Block leicht abgefahren. Nach Prüfung der Parameter und der Erkenntnis, dass der Block keine Probleme aufwies, sollte der Reaktor wieder auf Volllast angefahren werden. Allerdings wurde der Reaktor zu schnell hochgeregelt, weshalb die Schnellabschaltung griff und den Reaktor abschaltete.[56]

Vor dem erneuten Anfahren des Reaktors gingen zwei Techniker in das Reaktorgebäude. Dabei bemerkten sie, dass bestimmte Bereiche des Containments überflutet waren. Die beiden Pumpen des Reaktorsumpfes liefen nicht und konnten daher das Wasser nicht aus dem Reaktorgebäude wegpumpen. Bei einer der Pumpen war die Sicherung durchgebrannt, die andere lief nicht wegen des feststeckenden Flutmechanismus. Trotz des überfluteten Containments wurde der Reaktor um 11.00 Uhr des 17. Oktober wieder angefahren, obwohl das kalte Wasser und das heiße Innere des Reaktors zu Stresskorrosion hätten führen können, die wiederum zu Rissen am Reaktordruckbehälter hätte führen können. Erst nach dem Schichtwechsel am Nachmittag gegen 15:20 Uhr erkannte einer der Schichtführer das Problem und schaltete den Reaktor sofort ab. Die Störung muss normalerweise dem für das Kraftwerk abgeordneten Sicherheitskommissar der Nuclear Regulatory Commission unverzüglich mitgeteilt werden. Die zuständige Person, Mr. Cotter, konnte allerdings nicht erreicht werden. Auf dem Mitteilungssystem des Werkes wurde eine entsprechende Nachricht hinterlassen die Person anzurufen, allerdings nicht um welches Problem es sich handelte. Dem Werk lag allerdings noch eine zweite Notfallnummer der Nuclear Regulatory Commission vor, die allerdings nicht angerufen wurde. Am Montag den 20. Oktober kam der Sicherheitskommissar zur Arbeit in das Kernkraftwerk und erfuhr erst dort, dass der zweite Block am Freitag vom Netz genommen wurde. Dieser wartete allerdings erst bis 16:20 Uhr, bis er das zuständige Büro der Nuclear Regulatory Commission informierte. Die Consolidated Edison Company wartete zusätzliche fünf Tage, bis eine offizielle Meldung an die lokalen Behörden ging und die Öffentlichkeit informiert wurde.[56]

Die Nuclear Regulatory Commission reagierte auf diese schlechte organisatorische Sicherheitskultur mit einer Strafzahlung von 210.000 Dollar, die die Consolidated Edison Company nur unter Protest zahlte. Zusätzlich musste das Unternehmen 800.000 Dollar für jeden Tag aufbringen, an dem der Block still stand, um die Kosten zu decken die für diese Zeit durch Öl- und Gaskraftwerke entstanden, die die Lasten von Indian Point-2 abnahmen.[56] Eine weitere Reaktion war die Straffung der Vorschriften aller Kernkraftwerke in den Vereinigten Staaten von Amerika. Darunter unter anderem die Pflicht innerhalb von 24 Stunden die NRC über etwaige Systemleckagen zu informieren und innerhalb von 14 Tagen einen Bericht vorzulegen.[55] Zusätzlich zog die Nuclear Regulatory Commission die Konsequenz aus dem Verhalten des Sicherheitskommissars Cotter, sodass dieser das letzte mal am 20. November 1980 dem Sicherheitskomitee der Nuclear Regulatory Commission beiwohnte. Die Aufsichtsbehörde entließ ihn offiziell. Er war der erste Sicherheitskommissar der Nuclear Regulatory Commission, der entlassen wurde aufgrund der Herabsetzung der Sicherheitskultur über die Interessen des Kraftwerksmanagements. Ähnliche Fälle gab es bereits zuvor, allerdings traten diese Kommissare meist selbstständig zurück. Im Januar 1981 entließ die Consolidated Edison Company Cotter offiziell, weil er einen Schichtführer bedroht haben soll. Kurz darauf folgte die offizielle Entlassung von Cotter als Sicherheitskommissar der Nuclear Regulatory Commission, da er durch seine Entlassung seine Tätigkeit als Kommissar nicht weiter fortführen konnte.[57]

Beim Betrieb des dritten Blocks traten im Gegensatz zum zweiten Block mehrere Probleme auf, die auch in anderen Westinghouse-Anlagen festgestellt wurden. Im Jahr 1981 kam es im dritten Block so zu einem Zwischenfall, als sich aufgrund von Korrosion eine Turbinenschaufel los riss und eine Reihe von Rohren in den Kondensatoren zerriss. Dies führte dazu, dass Wasser aus dem Hudson River in den sekundären Kreislauf eindrang und ihn verunreinigte.[58] Im Jahr 1985 wurden die Kondensatoren im dritten Block ausgetauscht. Grund für den Austausch waren Leckagen, die sich an den Kondensatorrohren häuften infolge des Zwischenfalls 1981.[59] Am 19. Mai 1985 kam es im zweiten Block zu einem Zwischenfall, als eine falsche Ventilstellung zum Auslaufen von rund 100 Millionen Gallonen radioaktiven Wasser führte. Der größte Teil konnte in der Anlage zurückgehalten werden, ein kleiner Teil gelangte in den Hudson River.[60] Während des Stillstands des zweiten Blocks im April 1987 entdeckte die Consolidated Edison Company eher durch Zufall einen Konstruktionsfehler im Hilfskühlsystem des Blocks. Grund war, dass das System über einen einzigen Schalter abgesichert war und keine Redundanzen besaß, die seitens der Nuclear Regulatory Commission vorgeschrieben waren und mindestens dreifach sein sollten. Hätte der Schalter versagt wäre das gesamte System ausgefallen. Dass dieser Schalter nicht redundant ausgelegt war hing damit zusammen, dass dieser nie unter einer spezielle Kategorie in den Plänen des Werkes gelistet wurden. Erst nach 1979 aufgrund des Unfalls in Three Mile Island wurden die Vorschriften angepasst und die Auflistung dieses Schalters notwendig. Um die Stilllegung des Blocks zu vermeiden wurde das Problem sofort gemeldet und innerhalb von 72 Stunden beseitigt. Die Consolidated Edison Company kontaktiere anschließend auch die New York State Power Authority über den Fehler, die diesen auch im dritten Block vorfand und innerhalb der gleichen Zeit während des Volllastbetriebs des Blocks ausbesserte.[61]

Im Jahr 1989 folgte im dritten Block der Tausch der Turbine, da Korrosion zu kleinen Furchen im Material führten. Dieses Problem ist bei Anlagen mit vier Primärschleifen von Westinghouse ein großes Problem, während es in Anlagen mit drei oder weniger Schleifen praktisch nicht auftritt. Dies liegt daran, dass mit den vierschleifigen Anlagen eine neue Art der Wasserchemie eingeführt wurde, die bisher bei allen Anlagen diesen Typs Probleme verursachte. Im Kernkraftwerk Cook führte diese Korrosion zu Rissen an der Turbine, weshalb diese im gleichen Jahr durch ein baugleiches Modell wie für Indian Point-3 ausgetauscht wurde.[62]

Langfristig gab es Probleme mit den vier Dampferzeugern des dritten Blocks, darunter die Verformung der Dampferzeugerröhrchen, Lochfraß, Ablagerungen in den Röhrchen und Erosion des Materials. Zusätzlich gab es Risse an einigen Schweißnähten an allen vier Dampferzeugern. Die Consolidated Edison Company lies diese Schäden für einen zweistelligen Millionenbetrag reparieren, was das Problem allerdings nicht löste. So kam es dazu, dass bis 1982 fünf Leckagen im primären und sekundären System gab die zu Ausfällen des Blocks führten. Nachdem sich innerhalb der fünf bis sechs Jahren Betrieb durch diese Probleme der Betriebsstillstand auf durchschnittlich 70 Tage häufte, führte es zu dem Gedanken, die Dampferzeuger zu ersetzen. Langfristig spezialisierte man sich zwar auf die Wartung der Dampferzeuger und Indian Point wurde darin eines der besten Kernkraftwerke in den Vereinigten Staaten was das Know-how angeht, allerdings war diese Lösung nicht langfristig zufriedenstellend, da diese Arbeiten sehr zeitaufwändig und teuer sind. Als einfachste Lösung hat sich das Sleeving der leckgeschlagenen Rohre erwiesen. Dabei wird ein kleineres Rohr an der beschädigten Stelle in das beschädigte Rohr eingeschweißt. Beim Pitting-Verfahren hingegen wurden ganze Schleifen in den Dampferzeugern oftmals unbrauchbar. Allerdings ist das Personal beim Sleeving-Verfahren weitaus höheren Dosen ausgesetzt, sodass innerhalb kürzester Zeit während einer Wartung rund 6000 rem (60 Sv) auf alle Arbeiter zusammen addiert erreicht wurden. Bis 1989 waren in allen vier Dampferzeugern rund 15 % aller Röhrchen geflickt worden.[58]

Aus ökonomischen Gründen fiel bereits 1983 die Entscheidung die Dampferzeuger zu ersetzen. Im Gegensatz zu ähnlichen Vorgängen in anderen Kernkraftwerken zuvor sollte dies geschehen ohne Modifikationen an den neuen Dampferzeugern, dem Kraftwerk selbst oder am Containment. Nach genauer Vermessung wurde festgestellt, dass die Dampferzeuger mit einem viertel Zoll Platz auf jeder Seite durch die Equipmentschleuse des Containments kommen würden. Die Dampferzeuger selbst sollten vollständig baugleich mit dem Dampferzeugern sein, die bereits im Block verbaut waren. Lediglich die Materialien wurden nach den neusten Anforderungen und den Erfahrungen ausgelegt, so sind diese unter anderem besonders Kobaltarm. Dadurch war keine Änderung der Betriebslizenz für den Block nötig. Lediglich die Stützplatte wurde verändert und die Dampfkapazität vergrößert um Schäden an den Dampferzeugerrohren aufgrund zurückgestauten Dampfes zu verhindern. 1986 wurde nach mehrjähriger Planung der Auftrag für die neuen Dampferzeuger an Westinghouse übergeben. Eine Besonderheit an diesem Auftrag war, dass alle vier Dampferzeuger gleichzeitig getauscht werden sollten, was in den USA noch nie zuvor in einem Zug gemacht wurde. Bis zum 2. Februar 1989 wurde Indian Point-3 abgekühlt und innerhalb von 140 Tagen alle vier Dampferzeuger eingebaut.[58]

Am 15. September 1990 wurde Indian Point-3 für eine planmäßige Revision mit Brennstoffwechsel vom Netz genommen und abgeschaltet. Als die Arbeiter den Reaktordruckbehälter mit dem Polarkran in der Reaktorhalle öffneten wurden zwei der 193 Brennelemente versehentlich mit angehoben. Die Brennelemente fielen nicht zurück in den Reaktor, sodass keine Schäden an den Brennelementen entstanden. Durch erneutes Schließen des Druckbehälters und einer Prüfung konnte der Behälter geöffnet werden. Die New York State Power Authority stufte diesen Zwischenfall nicht als ungewöhnliches Ereignis ein. Radioaktivität wurde bezogen auf die beiden Brennelemente nicht freigesetzt. Eine Meldung an die Nuclear Regulatory Commission erfolgte sofort, da Inspektoren bereits vor Ort waren. Bereits einen Tag zuvor hatten die Inspektoren den Block in Augenschein genommen und zwei Operatoren in der Schaltwarte aufgefunden, von denen der eine seine Füße auf seinem Schreibtisch und die Augen geschlossen hatte. Der andere hatte seinen Kopf zurück gelehnt und seine Augen geschlossen. Die Nuclear Regulatory Commission verhängte daraufhin eine Strafzahlung von 55.000 Dollar, da die Operatoren ihre Aufmerksamkeitspflicht verletzte. Die New York State Power Authority bestritt diese Behauptung und argumentierten, dass beide Arbeiter bis kurz zuvor Büroarbeiten durchgeführt hatten. Einer der Operatoren habe darüber hinaus Rückenprobleme gehabt, weshalb sich dieser zu Streckübungen in den Stuhl zurücklehnte.[61]

Im März 1995 wurde während der Revision des vollständig entladenen Reaktors von Indian Point-2 für die anstehenden Wartungen des Primärsystems der gesamte primäre Kreislauf dekontaminiert. Dazu wurde ein alaklisches Permanganat verwendet. Durchgeführt wurde es nach dem Canadian Decontamination and Remediation Process (CANDEREM). Der Dekontaminationsfaktor lag bei rund 7,8 und es konnten mit Hilfe von rund 2000 Kubikfuß Ionenaustauscherharz etwa 4000 Curie (148 TBq) an Aktivität entfernt werden. Dabei konnten rund 800 man-Sievert während der Wartung vermieden werden.[63] Bis zu dieser Revision fuhr der Block seinen Rekordwert ein mit einer Laufzeit von 616 Tagen Volllastbetrieb und einer erzeugten Energie von 14 Terawattstunden. Damit deckte der Block rund 20 % des Bedarfs der Konsumenten von Consolidated Edison und brach damit den Weltrekord für den ununterbrochenen Leistungsbetrieb eines einzelnen Kernkraftwerksblocks, den zuvor Limerick-2 mit 533 Tagen hielt. Seitens der Nuclear Regulatory Commission und des Institute of Nuclear Power Operations wurde dieses Betriebsergebnis positiv bewertet. Auch die Zeitschrift Nuclear Energy berichtete unter den Titel „Indian Ppoint keeps Big Apple shining“ über den Rekord.[64]

Nachdem 1996 der Betrieb von Indian Point-3 an Entergy übergeben wurde verbesserte sich der Anlagenbetrieb hinsichtlich seiner Zuverlässigkeit und der besseren Wartung der Blöcke. Der Block wurde 1997 von der Beobachtungsliste der Nuclear Regulatory Commission, auf der er seit 1993 stand, wieder gestrichen. Indian Point-2 hatte allerdings nie Probleme mit der Nuclear Regulatory Commission, obwohl der Block wie zuvor der dritte Block auch, von der Consolidated Edison Company betrieben wurde. Dass der Block bessere Wertungen bekam führte die Nuclear Regulatory Commission darauf zurück, dass das Werk im Eigentum des Betreibers war.[65] Trotz des neuen Betreibers musste die New York State Power Authority 1998 eine Strafe in Höhe von 55.000 Dollar zahlen, nachdem die Nuclear Regulatory Commission bei einer Inspektion zwischen Mai und Juni des selben Jahres einen Sicherheitsverstoß entdeckte. Das Unternehmen nahm Veränderungen an den Dieselgeneratoren der Anlage vor und sorgte dadurch dafür, dass bei einem Verlust der externen Energieversorgung den Hilfssystemen, der Belüftung sowie den Öl- und Treibstoffpumpen die Energie entzogen wird indem diesen Systemen eine geringere Spannung zur Verfügung gestellt wird. Die Änderung war laut der Nuclear Regulatory nicht falsch, allerdings hätte das Hilfssystem im Extremfall nicht genug Spannung zur Verfügung gehabt, um die Dieselgeneratoren selbst zu starten, was zu einem Ausfall aufgrund gemeinsamer Ursache (englisch: Common cause failure) geführt hätte.[66]

Im Jahr 1998 wurde die NUKEM Nuclear Technologies beauftragt sieben Abfallrückhaltetanks mit einem Füllvolumen von 283,91 Kubikmeter von Indian Point-2 zu reinigen und zu entschlammen.[37] Im gleichen Block entdeckte die Nuclear Regulatory Commission am 15. Februar 2000 ein schweres Sicherheitsdefizit, das bei der Wartung mehrfach nicht beachtet wurde. Demnach gab es schwere Defizite bei der Prüfung der Dampferzeuger des Blocks seitens der Consolidated Edison Company, womöglich schon seit Jahren. Obwohl die Prüfungen stattfanden wurden verformte Rohre teilweise nicht repariert, sowie diverse Korrosionsrisse übersehen was dazu führte, dass der Block aufgrund größer werdender Leckagen immer öfter vom Netz musste. Dies war der Grund, dass der Elektrizitätspreis für Kunden der Consolidated Edison auf dem Großhandelspreis gestiegen ist, da die kostengünstigere Leistung von Indian Point-2 zur Eigenversorgung schlichtweg fehlte. Der Block musste auf Weisung der Nuclear Regulatory Commission vom Netz bleiben und die Schäden in allen vier Dampferzeuger beseitigt werden. Am 26. September 2000 sollte eine entsprechende Unterredung mit der Commission stattfinden über einen eventuellen Neustart des Blocks.[67] Im Oktober 2000 gab die Nuclear Regulatory Commission bekannt, dass die keine weiteren Probleme an der Anlage mehr gefunden habe, die zu einer Zwangsabschaltung genügen würden. Dem Block wurde daher die Erlaubnis erteilt im Januar 2001 wieder ans Netz zu gehen.[68]

Im Dezember 2002 wandte sich der Wachmann Foster Zeh aus Indian Point an die Nuclear Regulatory Commission und die Öffentlichkeit um auf diverse Sicherheitsmisstände, die im Jahr 2002 vorgefallen sind, in den beiden Blöcken aufmerksam zu machen. Im Januar waren drei zwischen 20 und 30 Jahre alte Truthahnjäger auf den äußeren Sicherheitsgürtel des Geländes eingedrungen. Die Personen drangen zunächst unentdeckt ein. Alle drei bekamen eine Anzeige wegen Hausfriedensbruch. Im März erlaubte sich einer der Wachmänner des zweiten Blocks einen „Scherz“ mit seinen Kollegen und richtete seine Waffe auf ihn. Der Schichtleiter berichtete dem Management erst mehrere Stunden später von diesem Zwischenfall. Der Wachmann mit der Waffe und der Schichtleiter wurden daraufhin entlassen. Im Juni drang ein Feuerwehrmann unentdeckt auf das Gelände ein und fuhr einige Zeit lang unentdeckt über das Gelände. Später entdeckte man, dass das Tor, durch das der Feuerwehrmann eindrang, keine Kamera besaß und er deshalb erst auf dem Gelände gestellt werden konnte. Am 11. September 2002 berichtete Entergy, dass einer der halbautomatischen Pistolen der Wackenhut Security, die zur Bewachung des Werkes beauftragt wurde, aus dem zweiten Block verschwunden war. Auch nach mehreren Monaten der Ermittlungen konnte die Waffe nicht wiedergefunden werden. Im September fuhr die Flusspatrouille mit ihrem 18 Fuß langen Boot Richtung Kernkraftwerk Indian Point. An Bord waren unter anderem zwei Militärs die zur bewaffneten Verteidigung des Kernkraftwerk von der Hudson-Seite aus dienen. Kurz nachdem das Boot ablegte und die Militärs die Identität des Kapitäns routinemäßig prüften, brach das Schiff auf den Weg zum Kernkraftwerk auseinander. Am 12. Dezember 2002 gab es einen potentiellen Sabotageversuch an Indian Point-3. Zwar setzte die Nuclear Regulatory Commission eine Untersuchung an, konnte allerdings kein Hinweise auf Sabotageakte finden. Dass diese Ereignisse zu dieser Zeit besonders Brisanz hatten lag an den Terrorangriffen vom 11. September 2001 auf das World Trade Center. Ermittlungen hatten ergeben, dass zuvor ein Kernkraftwerk als Ziel dienen sollte.[69] Insbesondere kommt die Brisanz hinzu, dass einer der beiden Flugzeuge (American Airlines Flug 77), die das World Trade Center erreichte, knapp über das Kernkraftwerk hinweg geflogen ist.[70] Im Nachhinein konnte im Verhör von zwei festgenommenen Al-Qaida-Führern erfahren werden, dass ursprünglich Indian Point-2 und Indian Point-3 als Ziel für die Terroranschläge am 11. September dienen sollten, sowie mindestens acht zusätzliche Flugzeuge entführt werden sollten, die andere Kernkraftwerke treffen sollten. Dass man davon absah lag damit zusammen, dass man befürchtete vor den Aufprall des Flugzeuges auf das Kernkraftwerk von den Flugabwehrraketen abgeschossen zu werden.[71]

Am 20. September 2005 wurde ein Leck am Abklingbecken des zweiten Blocks entdeckt, durch das radioaktives Wasser in die Umwelt gelangte. Aktivisten forderten Untersuchungen des Grundwassers und der Sedimente im Hudson River um zu wissen, ob das Wasser kontaminiert ist. Entergy wies diese Forderung allerdings zurück, da das Leck nicht sehr alt war und nur kleine Mengen an Wasser ausgetreten ist. Das Leck wurde noch im gleichen Monat geschlossen.[72] Im gleichen Jahr wurde Entergy angewiesen das Katastrophenwarnsystem des Werkes nachzurüsten, sowie eine zusätzliche Notstromversorgung für das öffentliche Warnsystem einzurichten. Entergy konnte die erste Deadline nicht bis zum Januar 2006 halten, sodass der Konzern um eine Verlängerung bis zum 15. April fragte, diese allerdings zu spät einreichte, sodass der Konzern 130.000 Dollar Strafe zahlen musste. Entergy beantragte allerdings noch eine zweite Verlängerung bis zum 24. August 2007. Zwar war bis dahin das neue Equipment installiert, allerdings nicht in Betrieb, da noch die Genehmigung der Federal Emergency Management Agency ausstand, sodass die Nuclear Regulatory Commission die Deadline bis Januar 2008 verlängerte. Bis dahin fehlte die Genehmigung der Agency immernoch, sodass Entergy eine Strafe in Höhe von 650.000 Dollar zahlen musste.[73] Ebenfalls im Jahr 2008 entdeckte die Nuclear Regulatory Commission einen Wachmann, der einen 30-minütigen Schlaf hielt. Die Nuclear Regulatory Commission erklärte nach rund einem Jahr Ermittlungen, dass es bei bei diesem Vorfall nicht um ein sicherheitsrelevantes Ereignis gehandelt wird, da innerhalb der halben Stunde kein terroristischer Angriff auf das Werk stattfand.[74]

Im Jahr 2010 folgte der Bundesstaat New York dem Nachbarn New Jersey und änderte sein Gesetz, sodass jede Einrichtung mit thermischen Abwässern zukünftig mit Kühltürmen ausgestattet werden müssen, darin eingeschlossen die Bestandsanlagen. Für den zweiten und dritten Block stand deshalb die Frage über den Bau von Kühltürmen wie in den 1970ern wieder im Mittelpunkt. Demnach wäre für Indian Point wieder ein geschlossener Kreislauf vorgesehen gewesen, was allerdings die Wasserabnahme aus dem Hudson River tatsächlich erhöht hätte. Vom Bau der Kühltürme sollten nur Anlagen ausgeschlossen werden, die nachweisen können, dass eine Nachrüstung solcher Naturzug-Nasskühltürme aus physikalischer Sicht unmöglich ist. Die Kosten für zwei Naturzug-Nasskühltürme für Indian Point wurden auf 1,42 Milliarden kalkuliert.[75][76] Entergy reichte beim New York Department of Environmental Conservation einen entsprechenden Antrag ein um den Bau zu umgehen, allerdings entsprechen die beiden Blöcke nicht mehr den Stand des Clean Water Act (Wasserreinheitsgesetz) des Staates New York, weshalb die Behörde den Antrag zurückwies. Entergy hielt jedoch die Kosten für diese sinnlose Nachrüstung für nicht tragbar, da 19 Jahre nötig wären um die Kühltürme aus dem Betriebsgewinn zu amortisieren, zumal jeder der Blöcke für den Umbau des Kühlsystems für 42 Wochen vom Netz müsste. Entergy bot als Alternative den Umbau des Kühlwasserzulaufes an, was das New York Department of Environmental Conservation allerdings nicht als Lösung akzeptierte.[77] Das New York Department of Environmental Conservation verweigerte daher eine Verlängerung der Betriebslizenz für beide Blöcke.[78]

Nach den Reaktorunfällen im Kernkraftwerk Fukushima-Daiichi im März 2011 gab es erneut eine große Protestwelle gegen das Kernkraftwerk Indian Point. Auch der im Januar 2011 neu angetretene Gouverneur des Bundesstaates New York, Andrew Cuomo, hat es zum politischen Ziel erklärt das Werk stillzulegen. Allerdings gibt es Gegenstimmen, die unter anderem von New Yorks Bürgermeister Michael Bloomberg kamen, der an den Stromausfall von 2005 erinnerte, als an der kanadischen Grenze der Ausfall eines Kraftwerks gereicht hatte im gesamten Osten der Vereinigten Staaten einen Blackout zu verursachen. Als Ersatz wurden Öl- und Kohlekraftwerke erwogen, allerdings auch darauf hingewiesen, dass das Stromnetz an der Leistungsgrenze arbeitet und bei einem Verlust von Indian Point gefährlich instabil werden könnte.[79]

Am 29. Oktober 2012 raste der Hurricane Sandy auf die Ostküste der USA zu. Indian Point war eines der Kernkraftwerke die unter besonderer Beobachtung während dieses Ereignisses seitens der Nuclear Regulatory Commission standen.[80] Sowohl Indian Point-2 als auch Indian Point-3 befanden sich zu diesem Zeitpunkt im Volllastbetrieb. Aufgrund von Netzausfällen trennte sich der dritte Block am 30. Oktober vom Netz, währen der zweite Block im Volllastbetrieb verblieb.[81]

Stilllegung

Die Lizenz der beiden Blöcke war für 40 Jahre ausgelegt, sodass die Lizenz des zweiten Blocks 2013 auslaufen würde, die des dritten 2016. Im April 2007 reichte Entergy einen Antrag auf Verlängerung der Betriebslizenz bei der Nuclear Regulatory Commission ein.[82] Geplant sind weitere 20 Jahre Betrieb, sodass die Blöcke eine Gesamtlaufzeit von 60 Jahren absolviert haben. Das New York Department of Environmental Conservation verweigert jedoch aufgrund der ausstehenden Nachrüstung von Kühltürmen die Verlängerung der Lizenz über 2013 hinaus.[78] Prominente Unterstützer dieser Laufzeitverlängerung sind unter anderem Michael Bloomberg, Bürgermeister von New York,[79] sowie der Ex-Bürgermeister Rudy Giuliani, der einen Werbespot für Entergy für das Kernkraftwerk Indian Point drehte unter der Kampange „Right for New York“ (deutsch „Richtig für New York“) in der es darum geht aufzuklären, weshalb Indian Point füt New York richtig und unverzichtbar sei.[83] Am 28. September 2013 lief die Lizenz für den Betrieb von Block 2 aus, allerdings erlaubt das föderale Recht der Vereinigten Staaten von Amerika, dass der Block bis zu einer Entscheidung über die erneute Lizenzierung, die 2007 bereits eingereicht wurde, weiter betrieben werden darf. Bisher wurde allerdings kein Block in dem Land abgeschaltet, aufgrund einer abgelaufenen Betriebslizenz. Am 22. Oktober 2013 erklärte die Westchester County Association, dass man hinter der erneuten Lizenzierung stehe und diese befürworte. Als Hauptargument führte Bill Mooney, Präsident der Westchester County Association, an, dass man Indian Point für einen wichtigen Erzeuger in dem Energiesystem um New York halte.[84]

Block 4 & 5

Im Jahr 1965 kündigte die Consolidated Edison Company aufgrund des jährlich um 300 MW steigenden Bedarfs weitere Grundlasterzeuger zu errichten.[40] Für Indian Point konkretisierten sich die Pläne für einen vierten Block im Jahr 1969. Geplant war ein Siedewasserreaktor vom Typ BWR-6 mit einer Leistung von 1100 MW von General Electric.[85] Da Indian Point selbst keinen Platz bot wurde als Standort ein Gelände in der Nachbargemeinde Verplanck erworben. Aufgrund des vorhandenen Platz wurde allerdings noch ein zusätzlicher fünfter baugleicher Block geplant.[86] Obwohl die beiden Blöcke „Indian Point-4“ (Anlage 50-342) und „Indian Point-5“ (Anlage 50-343) als diese beantragt und detailiiert geplant gewesen waren,[87] wurden die Planungen ab 1971 für ein separat verwaltetes Kernkraftwerk abgesplitet und die Blöcke fortan als „Verplanck-1“ und „Verplanck-2“ geführt, jedoch die technische Auslegung 1:1 übernommen.[88]

Standortdetails

Das Gelände von Indian Point besteht aus einem Hang, der selbst aus sehr harten Gestein gebildet wird. Bis zum Hudson River fällt der Felsen scharf in das Flussbett ab.[89] Die Besiedlungsdichte um den Standort ist im Schnitt zu anderen US-Regionen eher hoch.[90]

Ein Problem in Indian Point ist die Verbringung der abgebrannten Brennelemente zu einer anderen Anlage in den Vereinigten Staaten. Einerseits müssen die Transportbehälter für den zweiten und dritten Block leichter sein als die handelsüblichen Behälter, da die Tragkraft des Polarkranes in der Reaktorhalle auf 40 Tonnen beschränkt ist. Das zweite Problem ist, dass Indian Point keinen Bahnanschluss hat und somit die Transportbehälter nicht über diesen Weg verbracht werden können. Der Bau eines Bahnanschlusses wäre aufgrund des hügeligen Terrains nur schwer und teuer umsetzbar. Der alternative Weg wäre der Seeweg, indem man die Behälter am kraftwerkseigenen Schwerlastkai auf Schiffe umladen würde. Allerdings ist auch hier die maximale Tragkraft des Krans auf 40 Tonnen beschränkt.[91] Die schwachradioaktiven Stoffe aus dem Werk werden dagegen stetig in ein Endlager verbracht, in den ersten Jahren unter anderem in das Endlager Barnwell, sowie weitere Endlager in den Bundesstaaten South Carolina, Nevada und Washington.[61] Für die abgebrannten Brennelemente existiert neben Indian Point-2 ein Zwischenlager in offener Bauweise, das Betonbehälter mit Brennelementen aufnimmt.

Netzsituation

Indian Point wurde aufgrund seiner reviernahen Lage zur Stadt New York gewählt. Block 1 war direkt für die Lieferung von Elektrizität für die Metropole geplant.[92] Block 1 speiste seine Energie über eine 138 kV-Leitung in eine Direktleitung in die Stadt New York aus.[5] Später folgte eine 345 kV-Leitung am Ostufer des Hudson bis nach Millwoood in Upper Westchester, New York City.[40] Das Kernkraftwerk, insbesondere der zweite und dritte Block, hat sich im Lastbetrieb als sehr empfindlich gegenüber Netzschwankungen erwiesen. Tatsächlich führte in der Vergangenheit mehrfach ein Absinken der Frequenz im Netz aufgrund fehlender Kapazität dazu, dass sich die Umwälzpumpen des Blocks abschalteten und der Block schließlich sich selbst abschaltet.[93] Die New York Power Authority schloss im Jahr 2000 mit dem Kernkraftwerk selber einen Abnahmevertrag bis zum 31. Dezember 2004 für 100 % der erzeugten Energie von Indian Point-3 zu einem Preis von 3,6 Cent je Kilowattstunde. Der Block lief damit alleine zur Versorgung von New York City.[94]

Indian Point alleine deckt zu 25 % den Strombedarf der Metropole New York und Westchester County. Es ist zudem mit seiner Leistung der größere Energieproduzent für die Stadt New York.[79] Nach der Übernahme des Kernkraftwerks Indian Point durch Entergy konnte die Verfügbarkeit von 60 % auf 90 % erhöht werden.[95]

Sicherheitsplanung

Im Jahr 1980 wurde in einer fortgeschrittenen Unfallstudie zu den beiden Blöcken von der Nuclear Regulatory Commission und dem Department of Energy kalkuliert, dass ein katastrophaler Unfall von Indian Point-2 rund 274 Milliarden Dollar kosten würde, bei Indian Point-3 rund 314 Milliarden Dollar. 46.000 bis 50.000 Menschen würden direkt gesundheitlich von dem Unfall betroffen sein.[96]

Ursprünglich gab es keine direkten Evakuierungspläne im Falle eines Unfalles in Indian Point. Es gab zwar die Leitlinien seitens der Nuclear Regulatory Commission, die das Werk vollständig erfüllte.[97] Allerdings gab es doch Verwirrung im Zusammenhang mit dem Kernkraftwerk Shoreham auf Long Island, das im direkten und weiten Umkreis eine geringere Bevölkerungsdichte aufwies als Indian Point, der Standort aber wegen dieser Besiedlungsdichte so bewertet wurde, dass keine Notfallplanung möglich wäre, während bei der Erweiterung von Indian Point um die Blocke zwei und drei die Notfallplanung als realisierbar genehmigt wurde.[98]Erst nach dem 11. September 2001 wurde begonnen, einen eigentlichen Notfallplan zu erstellen.[97] Die Federal Aviation Administration (FAA) veranlasste kurz nach den Anschlägen eine vergrößerte Flugverbotszone von 12 Meilen (19,31 Kilometer) um jede Art von nuklearer Einrichtung, damit auch um Indian Point.[99]

Eigentümer und Betreiber

Errichtet und betrieben wurden alle Blöcke ab 1954 von der Consolidated Edison Company. Diese Verkaufte aufgrund finanzieller Probleme am 31. Dezember 1975[61] den dritten Block an die New York State Power Authority, blieb aber weiterhin Betreiberin des Werkes über eine Pacht. Der Verkauf der ersten beiden Blöcke stand zwar auch zur Diskussion, für den dritten Block konnte man allerdings aufgrund der separaten Räumlichkeit von den anderen Blöcken einen höheren Preis erzielen.[52] Indian Point-3 wurde für 385 Millionen Dollar verkauft, hatte allerdings 854 Millionen Dollar im Bau gekostet.[61] Aufgrund einer strategischen Entscheidung entschied die New York Power Authority den Betrieb von Indian Point-3 seitens Entergy leiten zulassen. Grund hierfür war die Entscheidung war das Angebot seitens Entergy am 7. Mai 1995 sein Wissen über den Anlagenbetrieb über seine eigenen Kernkraftwerke hinweg abzugeben. Da die New York Power Authority durch die Betreiberschaft seitens der Consolidated Edison Company mehrfach Probleme und unzuverlässige Verfügbarkeit der Blöcke hatte, war es für den staatlichen Eigentümer des Blocks durchaus attraktiv, Entergy den Betrieb zu übergeben, zumal deren eigenen Kernkraftwerke zu den Zuverlässigsten gehörten, während Indian Point-3 und Nine Mile Point-2, beides Werke der New York State Power Authority, auf der Beobachtungsliste der Nuclear Regulatory Commission standen. Vertraglich wurde 1996 die Betreiberschaft an Entergy für die Kernkraftwerke Indian Point-3 und James A. Fitzpatrick übergeben.[100]

Im Jahr 1998 entschied die New York Power Authority Indian Point-3 zu verkaufen. Als erster Bieter verhandelte bis Mitte Februar der Konzern mit Entergy über die vollständige Übernahme für 638 Millionen Dollar. Zwei Wochen später überbot Dominion Resources aus Virginia den Preis und bot der New York State Power Authority 686 Millionen Dollar für den Block an, inklusive zusätzliche 171 Millionen Dollar für den Brennstoff. Beide gaben ebenfalls Gebote ab für das Kernkraftwerk Fitzpatrick, die allerdings nicht so hoch lagen. Die Basis für diesen Preiskampf um Kernkraftwerke bot der zu dieser Zeit deregulierte Markt, mit denen die Konzerne kräftige Gewinne mit Kernkraftwerken machen konnte, sofern sie dem schnell sich ändernden Markt mit ihren Werken Rechnung tragen konnten.[101] Am Ende setzte sich Entergy allerdings durch für den Kauf der Blöcke und unterzeichnete im November 1999 ein entsprechendes Abkommen. Auch die Consolidated Edison Company entschied bereits kurz zuvor ihre beiden Blöcke zu verkaufen, da es zu diesem Zeitpunkt so günstig wie wahrscheinlich nie mehr in der Zukunft sein würde schnelles Geld durch den verkauf der Blöcke zu erlangen. Noch im November 1999 unterzeichnete auch die Consolidated Edison Company einen Kaufvertrag mit Entergy, womit Entergy der alleinige Eigentümer und Betreiber von Indian Point wurde und die Consolidated Edison Company ihr Kernkraftgeschäft aufgab.[102][94] Am 9. November 2000 wurde die Lizenz für Indian Point-3 von der New York Power Authority auf Entergy umgeschrieben. Die Umschreibung der Lizenz von Indian Point-1 und -2 erfolgte am 27. August 2001.[103] Als Eigentümer und Betreiber tritt für Entergy die 100 %ige Tochter Entergy Nuclear Operations auf.[14]

Eigentümer
  • Block 1
    • 1954 bis 2001 - Consolidated Edison Company
    • seit 2001 - Entergy
  • Block 2
    • 1966 bis 2001 - Consolidated Edison Company
    • seit 2001 - Entergy
  • Block 3
    • 1968 bis 1975 - Consolidated Edison Company
    • 1975 bis 2000 - New York State Power Authority
    • seit 2000 - Entergy
Betreiber
  • Block 1
    • 1954 bis 2001 - Consolidated Edison Company
    • seit 2001 - Entergy
  • Block 2
    • 1966 bis 2001 - Consolidated Edison Company
    • seit 2001 - Entergy
  • Block 3
    • 1968 bis 1996 - Consolidated Edison Company
    • seit 1996 - Entergy

Technik Block 1

Aufgrund der Nähe zur Stadt New York wurde der Block mit dem weltweit ersten Doppelcontainment ausgestattet. Andere Kernkraftwerke in den Vereinigten Staaten besaßen dünnere Containments, meistens nur aus Stahl ohne einen Betoneinschluss. Dies erlaubte es allerdings auch die Sicherheitszone um das Kernkraftwerk auf 0,48 Kilometer zu verringern, während das Gesetz bei normalen einfachen Containments eine Sicherheitszone von 2,41 Kilometer vorgab.[104] Der Reaktor fuhr mit einem Urankern, wurde aber ursprünglich als Thorium-Konverter ausgelegt und fuhr mit einem Kern aus hochangereichertem Uran und Thorium, das während des Betriebs zu spaltbaren Uran gebrütet wurde.[105]

Da der Reaktor genaustens für das Netz der Consolidated Edison um New York ausgelegt wurde, hat der Block im Gegensatz zu anderen Reaktoren in den Vereinigten Staaten einige Vorteile. Während die über den Staat geplanten und verteilten Anlagen vornehmlich grundlastfähig sein sollten wurde der Consolidated Edison Thorium Reactor so ausgelegt, dass er mit einer Leistungsveränderungen von 50 MW durch Abfahren des Reaktors in der Minute ohne Probleme zurecht kam. Um den Betrieb aufrecht zu halten ist ein gleichmäßiger Druck nötig. Deshalb gab es für den Betrieb des Reaktors ein automatisches Steuersystem, dass bei Umschaltung auch manuell gefahren werden konnte. Dies war allerdings nur bei einer Reaktorleistung von 15 % oder weniger möglich. Bei einem unbalancierten System wurde zur Ausbalancierung entweder die Leistungsanforderung des Reaktors verringert, den das automatische Steuersystem von selbst zurückregeln würde, oder die Generatorlast entsprechend erhöht oder verringert.[106]

Der Block erreichte eine Bruttoleistung von 277 MW, von denen 257 MW in das Elektrizitätsnetz gespeist wurden.[14]

Technik Block 2 & 3

Die beiden Blöcke Indian Point-2 und Indian Point-3 sind ausgestattet mit zwei Druckwasserreaktoren vom Typ Westinghouse M412. Der zweite Block erreicht bei einer thermischen Leistung von 3216 MW eine elektrische Leistung von 1067 MW, von denen 1020 MW in das Elektrizitätsnetz gespeist werden. Der dritte Block erreicht bei einer thermischen Leistung von 3216 MW eine elektrische Leistung von 1085 MW, von denen 1040 MW in das Elektrizitätsnetz gespeist werden.[14] Durch die sich unterscheidende Auslegung der Blöcke liegt die Core Damage Frequency trotz der Baugleichheit beim zweiten Block bei rund 3,60-05 im Jahr, während sie bei Block drei bei 1,30-06 pro Jahr liegt.[107]

Wissenswertes

  • Das Gelände, auf dem das Kernkraftwerk errichtet wurde, war zuvor der Indian Point Amusement Park. Die Parkanlagen wurden 1950 von E. D. Kelmans für 4000 Dollar erworben, der zusammen mit der Hudson River Boat Line und der Pepsi-Cola Company den Park als Naherholungsziel für die Einwohner New Yorks einrichtete.[108] An Samstagen und Sonntagen fuhren an Sommertagen mehr als 150 Busse und 1000 Autos den Park an, inklusive ein großer Anteil der 9000 Passagiere der drei Boote, die täglich dort anlegten.[13] Mit dem Baubeginn des Kernkraftwerks Indien Point wurden die Parkaktivitäten eingestellt. Kelmans plante allerdings die Erlöse aus dem Verkauf des Geländes für das Kernkraftwerk in den Aufbau eines neuen Parks mit Naherholungscharakter zu investieren.[108]
  • Am 2. September 1984 rief ein Wachmann der New York State Power Authority der im Kernkraftwerk Indian Point angestellt war, bei einer Radiotalkshow an die über unbekannte Flugobjekte über den Hudson River handelte. Er berichtete darüber, dass am 24. Juni 1984 gegen 22:15 Uhr über dem Kernkraftwerk ein solches unbekanntes Flugobjekt gesichtet wurde. Elf andere Wachmänner aus dem Kernkraftwerk konnten diesen Vorfall bestätigen, sowie weitere Wachmänner der Condolidated Edison Company der anliegenden beiden Blöcke. Auch Personen aus direkter Umgebung konnten das Objekt sehen und beschreiben, dass sie Lichter direkt über den Reaktoren gehen hätten für rund zehn bis zwanzig Minuten. Bereits am gleichen Tag soll das gleiche Flugobjekt über Brewster gesichtet worden sein und wurde dort gefilmt. Die Sicherheitskräfte am Kernkraftwerk beschrieben das Flugobjekt als unkonventionell. Es soll etwa 300 Fuß (rund 91 Meter) auf der Stelle geschwebt haben. Seitens der New York State Power Authority wurde den Wachmännern, um ein weiteres Breittreten des Themas zu vermeiden, zunächst das Reden über dieses Ereignis verboten, aufgrund von Druck seitens UFO-Forschern aber gewährt. Insbesondere für den Eigentümer war es problematisch, da womöglich der Eindruck entstehen könnte, dass die Wachmänner nicht mehr zurechnungsfähig wären wenn die Öffentlichkeit erfährt, dass sie UFO's gesehen hätten. Bei den Gesprächen am 12. September 1984 mit den zwölf Wachmännern kam heraus, dass das Objekt selbst rund 300 Fuß groß gewesen sei. Der Wachmann führte aus, dass das Objekt selbst in einem weißwarmen Licht leuchtete und sich hinter dem Objekt eine Art schwarze Masse befand was er daran fest machte, dass ein Flugzeug klar sichtbar am Horizont vorbei flog, auf der einen Seite hinter der schwarzen Masse verschwand und auf der anderen Seite erst wieder auftauchte. Als das Objekt sich wieder nach einer langsamen aber scharfen 90°-Kurve entfernte bewegte es sich nach Aussage nicht schneller als 10 Meilen pro Stunde (etwa 16 km/h) und drehte sich dabei.[109]

    Am 24. Juli 1984 wurde das Objekt ein zweites mal gesichtet, allerdings als erstes von einem anderen Wachmann, der die anderen kontaktierte. Von den drei Blöcken war nur Indian Point-3 am Netz, über dem das Objekt gesichtet wurde, keine 30 Fuß (rund 9 Meter) über dem Reaktor, was den Schichtleiter der Wachmänner irritierte, weshalb dieser die Anweisung gab, sofern das Objekt über die Wachmänner hinweg fliegen sollte, auf Befehl zu schießen. Kameras des Werkes konnten das Objekt erfassen. Der Schichtleiter der Wachmänner kontaktierte anschließend die Militärbasis Camp Smith für eine Identifikation des Flugobjekts, was sie allerdings nicht konnten. Daraufhin forderte der Wachmann einen Helikopter an, der das Objekt abschießen sollte. Allerdings begann es sich kurze Zeit danach wieder in Bewegung zu versetzen. Als es das Werksgelände über das Osttor verließ soll aufgrund der niedrigen Flughöhe das Flugsicherheitssystem angeregt haben, was zu einer Abschaltung des Blockes führte. Nach Angabe der Person soll dabei das Leittechniksystem des Blocks ausgefallen sein. Am Tag darauf wies der Schichtleiter die untergeordneten Wachmänner auf über dieses Ereignis kein Wort zu verlieren. Am gleichen Tag sollen Techniker der Nuclear Regulatory Commission nach Indian Point gekommen sein um das Leittechniksystem des Blocks wieder in Betrieb zu nehmen. Der Pressesprecher der New York State Power Authority, Carl Patrick, gab später öffentlich an, dass Sichtungen seitens Piloten stattgefunden hätten, die das Gelände mit vier Cessnas überflogen hätten. Die New York State Police soll vier Piloten deswegen festgenommen haben. Die Polizei gab allerdings an keine Piloten festgenommen zu haben.[109]

    Für diesen Zwischenfall gibt es außer Zeugenaussagen keine offiziellen Erklärungen. Seitens der Nuclear Regulatory Commission gibt es keine Dokumente die auf ein Problem am Kernkraftwerk Indian Point hindeuten, die am 14. Juni 1984 oder am 24. bis 25. Juli 1984 stattfanden.

Daten der Reaktorblöcke

Das Kernkraftwerk Indian Point besteht aus drei Blöcken, von denen sich zwei in Betrieb befinden und einer stillgelegt wurde.

Reaktorblock[14] Reaktortyp Leistung Baubeginn Netzsyn-
chronisation
Kommer-
zieller Betrieb
Stilllegung
Typ Baulinie Netto Brutto
Indian Point-1 DWR CETR 257 MW 277 MW 01.05.1956 16.09.1962 01.10.1962 31.10.1974
Indian Point-2 DWR Westinghouse M412 1020 MW 1067 MW 14.10.1966 26.06.1973 01.08.1974
Indian Point-3 DWR Westinghouse M412 1040 MW 1085 MW 01.11.1968 27.04.1976 30.08.1976

Einzelnachweise

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  11. New York (State). Legislature. Joint Legislative Committee on Revision of the Conservation Law: Report of the Joint Legislative Committee on Revision of the Conservation Law. The Committee, 1955. Seite 39.
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Siehe auch

Für kursiv geschriebene Kernkraftwerke gab es zwar Planungen und Anträge bei der AEC oder NRC, diese kamen jedoch nie in die eigentliche Planungsphase; (ausgeklammerte) Standorte wurden für Kernkraftwerke bereits evaluiert, aber keine Planung begonnen.