Kernkraftwerk Kosloduj

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Kernkraftwerk Kosloduj
Kozlodoj power plant.JPG
Standort
Land Flag of Bulgaria.svg Bulgarien
Oblast Wraza
Ort Kosloduj
Koordinaten 43° 44′ 38″ N, 23° 46′ 21″ OTerra globe icon light.png 43° 44′ 38″ N, 23° 46′ 21″ O
Reaktordaten
Eigentümer Bulgaria's National Electricity Company
Betreiber Kernkraftwerk Kosloduj plc
Geplant 1 (1250 MW)
Im Betrieb 2 (2000 MW)
Stillgelegt 4 (1760 MW)
Einspeisung
Eingespeiste Energie im Jahr 2011 15264 GWh
Eingespeiste Energie seit 212490 GWh
Stand der Daten 2012
Zusatzfunktion Fernwärme
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Die Quellen für diese Angaben sind in der Zusatzinformation einsehbar.

Das Kernkraftwerk Kosloduj (bulgarisch Козлодуй АЕЦ) steht nahe des bulgarischen Großdorfes Kosloduj an der Donau. Das in der Oblast Wraza gelegene Werk besteht aus sechs Reaktoren mit einem siebten Block in der Planung. Es ist das einzige Kernkraftwerk in Bulgarien. Bekanntheit bekam das Werk 1977 durch das Vrancea-Beben und der 1990 durch die IAEA aufgedeckten Zustände im Kernkraftwerk. Direkt neben dem Werk befindet sich das Endlager Kosloduj im Bau.

Geschichte

Die kommunistische Regierung der Volksrepublik Bulgarien entschied sich 1956 dafür einen Teil des Energiebedarfs des Landes zukünftig mit Kernenergie zu decken. Zunächst forcierte man aber in Zusammenarbeit mit der Sowjetunion den Bau eines Forschungsreaktors.[1] Am 15. Juli 1966 wurde allerdings erst ein entsprechendes Abkommen über den Bau des ersten Kernkraftwerks mit der Sowjetunion unterzeichnet, woraufhin ein geeigneter Standort gesucht wurde.[2] Diesen fand man noch im gleichen Jahr zwischen den Orten Kosloduj und Harlets in der Oblast Wraza.[3] Die Gründe, weshalb man sich für die Positionierung neben dem größten Dorf Bulgariens an der Donau entschieden hatte wurden mehrfach wie folgt beschrieben:[4]

  • Die Donau bietet an dieser Stelle genug Kühlwasser zur Kühlung eines Kernkraftwerks mit einer Kapazität zwischen 5000 und 6000 MW.
  • Die Region war rohstoffarm und deshalb schlecht entwickelt, was das Kernkraftwerk zu einer ökonomischen Basis der Region machen sollte.
  • Der Standort bot im Gegensatz zu den Alternativen bei Warna (zweite Wahl) und Belene (dritte Wahl) die besten Standorteigenschaften.

Block 1 bis 4

Für das geplante Werk sollte eine erste Baustufe, bestehend aus zwei Reaktoren des Typs WWER-440 errichtet werden, dessen Anlagendesign zusammen mit dem in Moskau ansässigen Kraftwerksplaner Teploelektroprojekt und dem in Sofia ansässigen Planungsbüro Energoprojekt ausgearbeitet wurde. Am 14. Oktober 1969 wurde mit der Erschließung des Standortes begonnen.[2] Im Jahr 1973 wurde eine zweite Baustufe für das Werk geplant, bestehend aus einem dritten und vierten Block für das Werk, die zwar im Prinzip baugleich mit den Ersten sein sollten, jedoch auf bulgarische Verbesserungswünsche eingegangen wurde.[5] Durch Bulgarien wurde dem Westen provokativ angekündigt, dass das Kernkraftwerk Kosloduj mit vier WWER-440 vom Typ Nowoworonesch erst der Anfang sei.[6]

Bau

Der Bau der ersten beiden Blöcke begann gemäß IAEA am 1. April 1970,[7] laut des Kernkraftwerks Kosloduj selbst am 6. April 1970.[2] Auf der Baustelle des Werkes befanden sich zeitweise bis zu 18.000 Arbeitskräfte.[8] Um die Komponenten der Reaktoren annehmen zu können bekam das Werk an der etwas entfernt liegenden Donau einen Hafen.[9] Die Großkomponenten des Werkes wurden durch die Sowjetunion geliefert.[5] Am 1. Oktober 1973 ging der dritte und vierte Block in Bau,[7] dessen Komponenten ebenso aus der Sowjetunion bezogen werden sollten.[5] Obwohl das Werk bis 1977 vollständig fertiggestellt werden sollte, verzögerten sich aufgrund von Verbesserungen an den Reaktoren die Arbeiten um zwei Jahre.[10]

Betrieb

Block 1 bis 4

Die beiden Reaktoren 1 & 2 sollten zusammen rund 19 % des Strombedarfs der Volksrepublik Bulgarien decken, die folgenden beiden Blöcke 3 und 4 ebenso viel[5] Am 24. Juli 1974 ging der erste Block erstmals ans Netz, sodass am 28. Oktober 1974 in den kommerziellen Betrieb übergegangen werden konnte.[7] Die offizielle Eröffnungsfeier des Werkes fand am 4. September 1974 statt.[11][2] Die Eröffnungsrede des bulgarischen Staatschefs Todor Schiwkow wurde live von Radio Sofia übertragen.[12] Am 24. August 1975 ging Block 2 erstmals ans Netz, sodass der Block am 10. November 1975 den Betrieb aufnehmen konnte.[7] Am 4. März 1977 kam es zu einer Bewährungsprobe des Werkes, als das Erdbeben von Vrancea seine Kräfte in der Umgebung freisetzte. Zwar war nach offiziellen Meldungen das Kernkraftwerk nicht betroffen gewesen,[13] tatsächlich gab es aber doch kleinere Schäden am Werk, wenn auch nicht im sicherheitsrelevanten Bereich der Anlage. Es rüttelte in der Folge die internationale Staatengemeinschaft wach und machte auf die technischen Mängel der sowjetischen Kernreaktoren aufmerksam.[14]

Am 17. Dezember 1980 wurde der dritte Block erstmals mit dem Stromnetz synchronisiert und am 20. Januar 1981 in den regulären Betrieb überführt. Block 4 folgte am 17. Mai 1982 mit der Betriebsaufnahme und ging am 20. Juni 1982 in den regulären Betrieb über.[7] Am 21. Februar 1983 kam es in einem der vier Blöcke, welcher ist nicht bekannt, zu einem elektrischen Defekt, was zur Öffnung von zwei Ventilen im Primärsystem führte und zu einem Druckverlust. Der Reaktor schaltete sich selbst ab. Um den Kern zu Kühlen speiste das Kernnotkühlsystem kaltes Wasser in den Reaktordruckbehälter ein. Die Folge war das Versagen einer Schweißnaht am Reaktordruckbehälter. Die Kühlung konnte gesichert werden. Bei einem vollständigen Bruch des Reaktordruckbehälters wäre der Kern aus dem Reaktor gefallen und geschmolzen. Dieser Unfall machte auf eine weitere bauliche Schwäche der WWER-440 aufmerksam, die insbesondere beim Versagen einer Leitung auftreten und sofort zu Veränderungen im Primärsystem führen. Ein Bruch einer der Sekundärleitungen führe unweigerlich zu einem rapiden Druckanstieg im Primärsystem, was zum Bersten des Reaktors führen könnte, da eher ungeeignetes Metall und schlechte Schweißnähte verwendet wurden. Die Störung wurde nur bekannt, da sich die IAEA zu diesem Zeit auf eine OSART-Mission im Werk befand.[15] In den folgenden Jahren kam es allerdings vermehrt zu Produktionsausfällen, bis 1986 spitzte sich die Lage zu. Grund waren hauptsächlich mangelhafte Ausrüstung der Anlagen und bekannte technologische Probleme der WWER-440.[16]

Schaltwarte von Block 2

Im Jahr 1987 begann man mit der Ausarbeitung eines Rekonstruktionsprogrammes für Block 1 und 2, da die Reaktoren in solch einem maroden Zustand, wie er bereits seit Beginn des Betriebs Einzug hielt, nicht betrieben werden können. Neben der Rekonstruktion ging es hinsichtlich der Nachrüstung weiterer Sicherheitssysteme und die Erhöhung der Notkühlstränge von zwei auf vier Systeme, sowie die Nachrüstung des Brandschutzsystems.[17] Im Jahr 1990 gab es seitens der IAEA eine weitere OSART-Mission zum Kernkraftwerk, die sich dieses Mal darauf beschränkte, wie es um die Sicherheit der Anlage stand. Nach genauer Analyse war die Gruppe die das Werk in Augenschein nahm entsetzt über die Arbeits- und Lebensverhältnisse der Arbeiter. Darüber hinaus waren die Arbeitsverhältnisse und der Zustand der Blöcke 1 bis 4 so schlecht, dass das erste Mal in der Geschichte der IAEA die Stilllegung der Blöcke empfohlen wurde.[18] Obwohl sich der Bundesminister für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit Klaus Töpfer für die Stilllegung der Blöcke aussprach, gab die Bundesrepublik Deutschland die entsprechenden Mittel zur Nachrüstung der Reaktoren nach Bulgarien weiter.[19] Die Folge war, dass Bulgarien die bereits für Rekonstruktionen abgeschalteten Blöcke 3 und 4 vom Netz gehen lies und zum 15. August 1991 Block 1, und zum 15. September 1991 Block 2 für weitere Maßnahmen vom Netz nahm. Allerdings sollten Block 3 & 4 noch im gleichen Jahr wieder ans Netz gehen.[20]

Die Probleme der Reaktoren vom Typ WWER-440/230 waren der IAEA bereits zuvor im Tschechoslowakischen Kernkraftwerk Bohunice in Block 1 und 2 aufgefallen, Ksoloduj übertraf jedoch hinsichtlich der technischen Mängel diese Anlagen um Längen.[21] Für Kosloduj wurde ein spezielles Nachrüstungsprogramm ausgearbeitet, das umfangreiche Sicherheitsaufrüstungen beinhaltet, um die Werke für mehrere Jahre mit verringertem Risiko zu betreiben.[22] Zwischen 1991 und 1997 wurden bis zu 900 Modifikationen an den Reaktoren und ihrem System vorgenommen. Das Hauptaugenmerk wurde jedoch auf die Aufrüstung der Blöcke 3 und 4 gelegt. Die Kosten für diese Nachrüstungen beliefen sich auf 130 Millionen Euro. Zwischen 1998 und 2002 wurde eine weitere Nachrüstung der Blöcke vorgenommen, die den technischen Stand der Reaktoren auf internationales Niveau anhoben, inklusive einer Reorganisation der Gebäudekomplexe, die jedoch nur bei Block 3 und 4 vorgenommen wurde.[23]

Stilllegung

Schaltwarte von Block 3

Das ursprünglich im Beschluss der Regierung von 23. Oktober 1993 festgesetzte Ziel, die Reaktoren so zu ertüchtigen, dass diese ihre projektierte Standzeit von 30 Jahren Betrieb behalten können, wurde noch bis 1997 angestrebt. Noch im gleichen Jahr wurde die Stilllegung der Blöcke 1 & 2 bis 2003, und die Blöcke 3 & 4 bis 2010 vereinbart.[24] Grund hierfür war der geplante Beitritt von Bulgarien zur Europäischen Union. Um die Abschaltung zu bezahlen und die Stromversorgung vor einem Blackout zu bewahren wurden seitens der europäischen Bank für Wiederaufbau und Entwicklung finanzielle Mittel zur Kompensation bereitgestellt.[25] Im Jahr 1999 wurden die Termine auf Basis überarbeiteter technischer Dokumentationen auf das Jahr 2002 für Block 1 und 2, sowie innerhalb dieses Jahrzehnts für Block 3 und 4 geändert und damit die Stilllegung der Blöcke vorgezogen. Im Falle von Block 3 und 4 wurde aber kein Datum genannt. Bulgarien wurde allerdings das Recht zugesprochen, im Falle von signifikanten Versorgungsengpässen die zur einer nationalen Krise führen könnten, einen oder zwei Reaktoren der zweiten Baustufe, sprich Block 3 und 4 wieder anzufahren.[26] Seitens rund 5000 Arbeitnehmer des Kernkraftwerks gab es am 11. April 2002 starken Protest gegen die Abschaltung der beiden Reaktoren gegen Ende des Jahres, die allerdings nicht mehr aufgehalten werden konnte.[27] In der Nacht des 31. Dezember 2002 wurden die beiden Blöcke abgefahren und vor dem Jahreswechsel um Mitternacht vom Netz genommen.[7]

Im Bezug auf die Abschaltung der beiden Blöcke 3 & 4 gab es in Bulgarien in der Folge allerdings Unstimmigkeiten, wann die Anlagen vom Netz gehen würden.[28] Um Ersatz zu schaffen wurde 2004 erstmals die Fertigstellung des Kernkraftwerks Belene in Betracht gezogen.[29] In der Folge, und auch wegen dem EU-Beitritt des Landes, wurde die Schließung der Blöcke 3 und 4 auf das Jahr 2006 gelegt.[30] Am 31. Dezember 2006 wurden die beiden Blöcke endgültig vom Netz genommen[7] und damit die Beitrittsverpflichtungen im Bezug auf das Kernkraftwerk Kosloduj erfüllt. Am 1. Januar 2007 trat Bulgarien als 27. Mitgliedsstaat der Europäischen Union bei. Die Folge war allerdings eine große Versorgungskrise auf dem Balkan, da das Kernkraftwerk Kosloduj einen großen Teil der Versorgung in dieser Region sicherte. In Albanien kam es mehrfach zu Stromausfällen, am Tag kumuliert bis zu 15 Stunden. Zu Spitzenlastzeiten half Griechenland mit Stromimporten aus, allerdings konnte das Land die Versorgung selbst nicht meistern.[31]

Aufgrund der Ausdehnung der Stromkrise neben Albanien auf Kroatien, Serbien und Mazedonien schlossen sich die vier Balkanstaaten mit Bulgarien zusammen und forderten im März 2007 die Wiederinbetriebnahme der beiden Blöcke. Teilweise waren die Strompreise zwischen 80 und 100 % gestiegen.[32] Diese Diskussion eskalierte infolge der Unstimmigkeiten zwischen Gazprom und der Ukraine, weshalb Russland die Gaslieferungen einschränkte, wovon nahezu ganz West- und Osteuropa betrofen war, insbesondere der Balkan. Der bulgarische Präsident Georgi Parwanow kündigte daraufhin an, den dritten Block für eine Inbetriebnahme vorzubereiten im Einklang mit Artikel 36 des EU-Beitrittsvertrags, wonach die Blöcke bei nationalen Krisen wieder in Betrieb gehen dürfen. Die beiden Blöcke wurden aus Sicht der World Association of Nuclear Operators und der IAEA unbegründet vom Netz genommen, da es dafür keinen technischen Grund gab. Ähnliche Schritte leitete auch die Slowakei im Zusammenhang mit dem erst zur Jahreswende 2008/2009 abgeschalteten zweiten Block des Kernkraftwerks Bohunice ein.[33] Die Engpässe bei den Stromlieferungen infolge des Gasstreits zwischen Russland und der Ukraine brachten im Januar 2009 etwa 4000 Menschen auf die Straße, um für die Wiederinbetriebnahme des dritten und vierten Blocks zu demonstrieren. Bereits am 16. Januar hatten die Wiederinbetriebnahmeschritte am dritten Block begonnen. Der Block sollte innerhalb von 45 Tagen betriebsbereit sein.[34] Allerdings konnte bis März der Gasstreit beigelegt werden, weshalb Bulgarien weitere Inbetriebnahmeschritte stoppte.[35] Im Gegenzug erhielt Bulgaien von der Europäischen Kommission zu den 550 Millionen Euro Kompensationszahlungen zusätzliche 300 Millionen Euro dazu. Diese Gelder dienten zur Effizienzsteigerung des Stromnetzes und zum Bau der Ersatzkapazitäten in Belene.[36]

Infolge der stark steigenden Strompreise, die 2013 zu Massenprotesten und Rücktritt der Regierung von Bojko Borissow führten, versammelten sich am 17. März 2013 hunderte Menschen in Sofia und demonstrieren für die Wiederinbetriebnahme von zwei der vier stillgelegten Blöcke. Die Demonstranten gingen davon aus, dass die erneute Inbetriebnahme der Blöcke 3 und 4, die als einzige noch Betriebsgenehmigungen zu diesem Zeitpunkt besaßen, zu einem weiteren Fall der Energiepreise hätten führen können.[37]

Während Block 1 und 2 vollständig stillgelegt wurden sind die Blöcke 3 und 4 bis zur Vollendung einer Ersatzkapazität weiterhin in einem Wartezustand, indem sie jederzeit erneut ans Netz gehen können.[38] Die Betriebslizenz von Block 3 läuft am 20. Mai 2014 ab, die von Block 4 bereits am 26. Februar 2013.[39] Der ehemalige Energieminister Rumen Otscharow erklärte am 27. November 2013 dass für die kurzfristige Lösung des Energieproblems auf dem Balkan die Wiederinbetriebnahme des dritten und vierten Blocks eine Option darstellen sollte.[40] Tatsächlich verfolgt die Bulgarische Sozialistische Partei dieses Ziel vehement und möchte diesen Vorschlag am 1. Februar 2014 dem Plenum vorschlagen. Auch die Recherchen in der Vergangenheit ergaben, dass die Abschaltung ohne Absprache mit der Regierung durch die Ministerin Meglena Kunewa erfolgte, die die Beitrittsverhandlungen Bulgariens zur Europäischen Union leitete.[41] Tatsächlich war die Stilllegung dieser beiden Blöcke nie eine Forderung der europäischen Kommission gewesen, sondern wurde hinter dem Rücken mit den Abgeordneten Milko Kovatschew und Solomon Passy vollzogen. Unterstützt wird die Wiederinbetriebnahme auch seitens der Nationalisten.[42]

Block 5 & 6

Ehemals sah man vor, nach der ersten und zweiten Baustufe das Werk um weitere vier Reaktoren des Typs WWER-440 zu erweitern.[4] Allerdings wurden die Planungen kurz vor Vollendung der zweiten Baustufe und Baubeginn der dritten Baustufe abgeändert und nunmehr die Erweiterung des Werkes auf 3760 MW bis 1988 projektiert. Dies erforderte den Einsatz von leistungsstärkeren WWER-1000.[43]

Bau

Schaltwarte von Block 5

Am 9. Juli 1980 wurde mit dem Bau des fünften Blocks begonnen.[7] Die neuen Planungen beinhalteten anfänglich nur den Bau eines Blocks, der sechste Block sollte verzögert errichtet werden.[44] Der Block war der erste von der Sowjetunion exportierte WWER-1000 und basiert auf dem unifizierten Standardprojekt des Kernkraftwerks Saporischschja.[45] Mit dem Bau des sechsten Blocks, der baugleich zu Block 5 sein sollte,[46] wurde am 1. April 1982 begonnen.[7] Damit war die Kapazität des Standortes vorerst ausgeschöpft, weshalb für einen weiteren Ausbau entsprechende Maßnahmen erst realisiert werden müssten. In der Folge wurde nach Kosloduj das Augenmerk auf den Bau des zweiten Kernkraftwerks in Belene gelegt.[47] Im Falle der beiden Blöcke in Kosloduj sah der Vertrag vor, anders als bei Block 1 bis 4, dass Bulgarien einen Teil der Komponenten selbst liefert, während die Großkomponenten wie der Reaktordruckbehälter, die Dampferzeuger und andere Komponenten des Primärsystems aus der Sowjetunion durch Atomenergoexport geliefert werden sollten.[48] Solch große Komponenten wurden seitens der Sowjetunion nicht einmal im militärischen Bereich exportiert.[49] Im Februar 1984 kam der erste Reaktordruckbehälter auf der Baustelle an.[50]

Obwohl die Lieferung der Komponenten relativ zügig erfolgte gab es doch einen starken Verzug bei der Installation der Komponenten, begründet durch eine schlechte Arbeitsweise des sowjetischen Personals. Seitens des Premierministers Todor Boschinow wurden diese Probleme bei einem Treffen in Kosloduj energisch angesprochen, da der Plan bei diesem Arbeitstempo nicht erfüllt werden könne. Unter Druck verschob er die Inbetriebnahme um ein Jahr. Weiters wurde Atomenergoexport damit gedroht das zweite Kernkraftwerk in Belene unter anderen Vertragsanteilen zu errichten, und sofern die Arbeitsweise und -geschwindigkeit nicht verbessert werden sollten, alternativ das Werk von einem anderen Lieferanten errichten zu lassen.[51] Bis November 1987 war der fünfte Block betriebsbereit, sodass der vorhergehende Warmprobebetrieb erfolgreich abgeschlossen werden konnte. Der Dampf für den Probebetrieb wurde aus Block 4 bezogen.[52] Nach der Fertigstellung des fünften Blocks wurde der größte Teil der Bauarbeiter zum Kernkraftwerk Belene abgezogen.[53]

Betrieb

Maschinenhalle des fünften Blocks

Nach den ehemaligen Planungen sollte Block 5 1986 und Block 6 1987 in Betrieb gehen.[54] Der 1987 betriebsbereite Block 5 sollte ehemals am 7. November erstmals ans Netz gehen,[52] speiste jedoch mit Verzögerung erst am 29. November 1987 erstmals Strom in das Elektrizitätsnetz ein. Am 23.&hbsp;Dezember 1988 ging der Block in den kommerziellen Betrieb.[7] 1989 verursachte der Block ungewollt einen Blackout im bulgarischen Stromnetz. Aufgrund eines Problems am Generator musste Block 5 von einem Operator vom Netz genommen werden, was zu Schwankungen im Stromnetz führte. In Block 3 bemerkte man die Schwankungen, durch die es Probleme mit der Nachregelung des Generators gab. Um einen Kurzschluss und Schaden am Block zu vermeiden nahm der Operator Block 3 mit dem Blockschutz vom Netz und schaltete damit den Reaktor ab. Die Folge war der Ausfall von rund 50 % der installierten Kraftwerkskapazität die sich zur Zeit im bulgarischen Netz in Betrieb befanden.[55] Nach manchen Quellen wurde Block 6 am 23. März 1989 mit dem Stromnetz synchronisiert,[56] nach offiziellen Angaben am 2. August 1991. Bis zum 30. Dezember 1993 ging der Block in den kommerziellen Betrieb über.[7]

Am ersten März 2006 kam es im fünften Block zu einem Zwischenfalls bei der Schnellabschaltung des Reaktors. Von den 61 Steuerstäben fuhren nur 39 Stäbe voll ein, 21 Steuerlementen blieben in der obersten Endlage stecken. Dies hatte zur Folge, dass der Reaktor nicht voll abgeschaltet werden konnte. In der Folge wurde Borsäure eingeleitet, was die Abschaltung um sechs Stunden verlängerte.[57] Grund für das Problem waren die neuen Brennelemente, die im Rahmen einer Modernisierung seitens Gidropress 2005 in den Block eingebaut wurden und 2006 auch in Block 6 eingesetzt werden sollten. Die Brennelemente wurden angeblich durch Gidropress nicht getestet, was allerdings seitens der Aufsichtsbehörde bestritten wurde, denn ähnliche Modernisierungen hatten in Russland bereits stattgefunden. Zehn Tage nach dem Ereignis, das zunächst auf der Internationalen Bewertungsskala für nukleare und radiologische Ereignisse mit der Stufe 0 gewertet wurde, ging der Block wieder ans Netz. Die Störung selbst wurde allerdings erst 22 Tage später bekannt gegeben. Die Aufsichtebhörde stufte das Ereignis auf die Stufe 1 nach oben. Allerdings wurde am 3. Mai 2006, nachdem alle Einzelheiten bekannt waren, das Ereignis mit der Stufe 2 bewertet.[58]

Im Januar 2012 beantragte das Kernkraftwerk Kosloduj eine Leistungserhöhung der Blöcke von 1000 MW auf 1060 MW je Block. Bis Ende 2013 sollte eine entsprechende neue Lizenz für die beiden Reaktoren hierfür ausgestellt werden.[59] Sekundär sollte die Lizenz für einen weiteren Betrieb der beiden Blöcke um weitere 20 Jahre verlängert werden. Die technische Tauglichkeit der beiden Reaktoren wurde durch ein Konsortium aus Rosenergoatom und der französischen Électricité de France untersucht.[60] Am 24. Oktober 2012 entschied das Parlament im Falle des Belene-Referendums, dass Belene aufgrund der Tatsache, dass es eine finanzielle Angelegenheit sei, nicht im Referendum genannt werden darf. In der Folge wird nur über den Bau eines neuen Kernkraftwerks im allgemeinen abgestimmt. Sollte allerdings gegen den Bau eines neuen Kernkraftwerks gestimmt werden, so wolle laut einer russischen Zeitung die Regierung die Stilllegung des Kernkraftwerks Kosloduj vornehmen und die beiden Blöcke fünf und sechs endgültig vom Netz nehmen.[61]

Électricité de France und Rosenergoatom nahmen im Auftrag der des Staates eine Bewertung der beiden Blöcke über deren technischen zustand vor um auf dieser Basis zu ermitteln, wie lange die Blöcke noch laufen könnten. Der Auftrag hierfür wurde bereits am 19. April 2012 dem Konsortium übergeben. Auf dieser Basis übermittelten die beiden Unternehmen nach umfangreicher Prüfung im Dezember 2013 das Ergebnis, dass beide Blöcke für weitere 20 Jahre über der Standzeit sicher betrieben werden können und anschließend eventuell nach neuer Prüfung für weitere 10 Jahre, sodass die Blöcke eine Gesamtbetriebszeit von 60 Jahren absolviert hätten. Aus der Basis der Ergebnisse des Konsortium übermittelte das Kernkraftwerks Kosloduj am 20. Dezember 2013 ein Nachrüstungsprogramm für die Blöcke zur Relizenzierung der Reaktoren für den weiteren Betrieb. Die Lizenz für den fünften Block läuft 2017 aus, die für den sechsten Block 2019. Die Kosten für die Modernisierung sollen sich auf rund 200 Millionen Euro belaufen. Bis 2023 ist es nötig diverse Komponenten aufgrund des Erreichens ihrer Standzeit auszutauschen, was rund 100 bis 200 Millionen Euro kosten soll. Die Kosten für die Modernisierung werden einzig vom eigenen Budget des Kernkraftwerks getragen. Im Jahr 2013 machte das Unternehmen einen Gewinn von 35 Millionen Lew.[62] Am 7. Oktober 2014 gab das Kernkraftwerk bekannt, dass für die Modernisierung des fünften Blocks, mit Verlängerung der Standzeit des Blocks auf 60 Jahre, ein Konsortium bestehend aus Rosenergoatom, dessen Tochter Rusatom Service als Vertragspartner auftritt, und Électricité de France ein Abkommen unterzeichnet haben.[63]

Block 7 & 8

Bereits 1981 gab es Planungen nach den fünften und sechsten Block zwei weitere baugleiche WWER-1000/320 zu errichten, die 1991 und 1992 betriebsbereit sein sollten.[64] Diese Pläne wurden nicht realisiert und erst 2008 aufgegriffen, nachdem sich der Bau von Belene noch hinziehen würde und die Blöcke 3 und 4 nicht wieder ans Netz gehen würden.[65] Im November 2009 wurden diese Planungen durch den Minister aufgrund der stagnierenden Verhandlungen über Belene wieder aufgegriffen. Man ging davon aus, dass rund 1000 MW angemessen seien.[66] Ein siebter Block in Kosloduj könne weitaus preiswerter errichtet werden als Belene und würde unabhängig von diesem Projekt realisiert werden können.[67] Im September 2010 wurde dieses Projekt um einen weiteren, achten Block erweitert. Man sprach sich mit Vertretern von Westinghouse dafür aus, dass Bulgarien bis zu 10 Milliarden Dollar für zwei neue Reaktoren in Kosloduj investieren würde.[68]

Da sich auch gegen Ende der Ausschreibung für Belene keine Unternehmensbeteiligung an dem Werk hat finden lassen, drohte Atomstroiexport die Arbeiten an dem Werk einzustellen. Daraufhin legte der Energieminister Traicho Traikow nahe, den ersten Block für Belene als siebten Block in Kosloduj zu installieren.[69] Acht Tage später, am 28. März 2012 gab die bulgarische Regierung bekannt, das Kernkraftwerk Belene endgültig zu stornieren. Stattdessen gab der neue Energieminister Delian Dobrew bekannt den Block, da die Komponenten bereits teilweise gefertigt waren, in Kosloduj zu errichten. Dies sei eine bessere und realistischere Variante als das Werk in Belene zu errichten.[70] Für den Block hatte bereits der spanische Energieversorger Iberdola Interesse an einer etwaigen Beteiligung angemeldet.[60] Im April 2012 stimmte die bulgarische Regierung dem neuen Projekt mit dem Belene-Reaktor zu.[71]

Am 8. Mai 2012 wurde die Projektfirma „Kernkraftwerk Kosloduj - Neue Energie EAD“ gegründet, die sich mit der Realisierung des neuen Blocks befassen soll. Das Problem ist jedoch, dass sich die Regierung in Sofia zunächst weigerte das Kapital des Unternehmens zur Verfügung zu stellen. Für den neuen Block gibt es vier verschiedene Standortmöglichkeiten im und um das Kernkraftwerk Kosloduj, die bereits 1999 für eine etwaige zukünftige Erweiterung des Werkes erkundet wurden:[72]

  • Standort 1 (55 Hektar) befindet sich im Nordosten des Werkes neben der Schaltanlage der Blöcke 1–4 direkt an den Zu- und Rücklaufkanälen der bestehenden Blöcke (Block 5 und 6 haben einen eigenen Rücklaufkanal). Das Gelände ist eher Flach mit leichtem Gefälle von Südwesten nach Nordosten. Da das Gelände relativ niedrig liegt müsste das Land vor Unterflutung mit Holzunterbauten gesichert werden. Das gleiche Prinzip wurde auch bei Block 1 bis 4 angewendet. Sekundär muss der Zu- und Rücklaufkanal angepasst werden. Von dem Gelände befinden sich 24,7 Hektar bereits im Besitz des Kernkraftwerks Kosloduj. Das restliche Land gehört privaten Personen.
  • Standort 2 (55 Hektar) befindet sich östlich der Blöcke 1 bis 4 auf der südlichen Seite der Zu- und Rücklaufkanäle. Das Gelände ist eher hügelig und benötigt daher mehr Erdarbeiten. Allerdings ist kein zusätzliches Grundwassermanagement erforderlich. Von dem Gelände befinden sich 27,13 Hektar im Besitz des Kernkraftwerks Kosloduj. Das restliche Land gehört der Stadt Kosloduj und wird landwirtschaftlich genutzt.
  • Standort 3 (53 Hektar) befindet sich nördlich der Blöcke 5 und 6. Das Gelände ist eher flach und war bereits für die ehemalige Erweiterung in den 1980ern gedacht gewesen. Allerdings ist die Nutzungsmöglichkeit beschränkt, da sich über dieses Gelände der Rücklaufkanal der Blöcke 5 und 6 erstreckt. Von dem Gelände befinden sich 6,65 Hektar im Besitz des Kernkraftwerks Kosloduj. Das restliche Land wird landwirtschaftlich zum Obst- und Weinanbau genutzt.
  • Standort 4 (21 Hektar) befindet sich südlich der Blöcke 5 und 6 und westlich der Blöcke 1 bis 4. Es ist der kleinste Standort für den neuen Block, allerdings der einzige, der sich auf dem Gelände des Werkes befindet und bereits vollständig dem Kernkraftwerk Kosloduj gehört. Zwar würde hier der Bau am günstigsten stehen, würde aber die Replatzierung der dortigen Werkstätten und Wartungshallen erfordern. Des Weiteren müssten die Kühlwasserleitungen der bestehenden sechs Blöcke modifiziert werden.

Die Realisierung des Projekts in Kosloduj ist allerdings noch nicht sicher. Da die von der sozialdemokratischen Partei geführte Opposition ein Referendum über das Kernkraftwerk Belene erwirken konnte entscheidet sich erst hierbei, ob die Reaktoren in Belene gebaut werden, oder ob das Werk in Belene storniert wird und der Reaktor für Kosloduj zur Verfügung stehen wird.[73] Gegen Ende August 2012 beauftragte die bulgarische Regierung Westinghouse mit der Ausarbeitung einer Machbarkeitsstudie für den siebten Block. Der Plan soll unter Anderem analysieren, ob und wie die Komponenten von Belene in Kosloduj verwendet werden können. Bereits im März 2012 hatte Westinghouse eine Kostenschätzung für den neuen Block an die bulgarische Regierung abgegeben, die jedoch verschwiegen wird. Deljan Dobrew, der Energieminister Bulgariens meinte dazu, dass das Werk auf jeden Fall preiswerter sein werden, da die Infrastruktur bereits besteht.[74] Zur Diskussion steht aktuell ein Hybidmodell, dessen Reaktorinsel aus WWER-Komponenten mit Westinghouse-Sicherheitsleittechnik besteht, mit Westinghouse-Brennstoff fahren kann (VVantage 6) und zur Erzeugung der Elektrizität eine Turbineninsel von Toshiba. Als alternative Option besteht der Bau eines 1000 bis 1200 MW starken alternativen Reaktordesigns, wobei hier der AP1000 als mögliches Modell gehandelt wird. Die Studie von Westinghouse sollte frühstens im März 2013 veröffentlicht werden.[75]

Westinghouse benötigt für die Machbarkeitsstudie Dokumente von Atomstroiexport. Der russische Kernkraftwerksbauer hat allerdings im September 2012 angekündigt die benötigten technischen Dokumentationen für das Projekt unter keinen Umständen an Westinghouse auszuhändigen.[76] Rusatom Overseas, eine Sparte von Rosatom für BOO-Projekte gab am zehnten Oktober 2012 bekannt, an der Ausschreibung über die Ausarbeitung einer Umweltrisikoanalyse teilzunehmen, sowie ein Angebot für den Bau des siebten Blocks der bulgarischen Regierung vorzulegen. Der stellvertretende Präsident von Rusatom Overseas begründete diesen Schritt damit, dass Bulgarien ein traditioneller Partner von Russland sei und das Unternehmen deshalb Interesse daran habe weiterhin mit dem Land zusammenzuarbeiten.[77] Der Bau des Werkes hängt allerdings seit Oktober 2012 von dem ehemals ausschließlich für Belene geplanten Referendum ab, dass aufgrund der Konformität mit der Verfassung in ein Referendum über den Bau eines neuen Kernkraftwerks im allgemeinen abgeändert wurde. Sollte das bulgarische Volk für einen Neubau stimmen, so werde sowohl Atomstroiexport die Chance gegeben den Bau in Belene wieder aufnehmen zu können, als auch Westinghouse die Chance gegeben werden, den siebten Block in Kosloduj zu errichten.[61]

Am 26. November verkündete das Unternehmen Neue Energie EAD, dass das Konsortium Dicon-Acciona Engineering die Ausschreibung für eine Umweltverträglichkeitsprüfung des siebten Blocks gewonnen habe. Innerhalb von neun bis zwölf Monaten soll das Konsortium einen Umweltverträglichkeitsbericht vorlegen. Die Prüfung wird voraussichtlich zwei Millionen Lew kosten.[78] Am 13. Dezember beantragte das Unternehmen die Standortwahlgenehmigung.[79] Hinsichtlich des Referendums über das Kernkraftwerk Belene, dass am 27. Januar 2013 gehalten werden sollte, gab es im Vorfeld seitens des Premierministers Borissow ein klares Nein zum Bau von Belene und ein klares Ja zum Bau von zwei neuen Blöcken in Kosloduj. Er begründete diese Haltung damit, dass in Kosloduj bereits tausende fähige Ingenieure sind und sogar ein Endlager vor Ort bestehen, während Infrastrukturell Belene bisher nicht erschlossen wurde.[80] Am 31. Januar 2013 gab Walentin Nikolow, Vorstandsvorsitzender der Kernkraftwerk Kosloduj plc. bekannt, dass an dem Unternehmen für den neuen Block das Kernkraftwerk Kosloduj selbst 51 % Anteil halten werde, während die restlichen 49 % für Investoren offen stehen werden. Etwaige Interessenten für diesen Anteil nannte Nikolow nicht. Weiter wurde bekannt gegeben, dass es neben dem Angebot aus den USA von Westinghouse zusätzlich Interesse von Unternehmen aus Japan und der Volksrepublik China gebe.[81] Die Kosten für den Block werden mit zwischen drei und sieben Milliarden Euro beziffert, womit der Block ohne Berücksichtigung der Inflation teurer als ein einzelner Block in Belene ist. Nach Angaben von Walentin Nikolow könne der Preis für den Block allerdings um eine Milliarde Euro gedrückt werden, wenn die bereits gefertigten Komponenten aus Belene mitverwendet werden.[82]

Am 28. August 2013 erhielt die Neue Energie EAD die Genehmigung der bulgarischen Nuklearregulierungsbehörde einer der vier Gelände für den neuen Block am Kernkraftwerk zu bestimmen. Dies markiert die Spezifizierung der technischen Auslegung der Lizenzierungsprozedur für den neuen Block.[79] Entgegen den Planungen erklärte der Direktor des Kernkraftwerks Kosloduj, Iwan Genow, dass der Block frühstens 2030 in Betrieb gehen könne, falls die Regierung 2014 den Bau des Blocks zustimmt. Aufgrund dieser Zeitspanne wäre nach seiner Aussage der Bau von Belene unerlässlich, gefolgt vom Bau eines achten Blocks in Kosloduj.[83] Am 3. Oktober 2013 wurde der Umweltverträglichkeitsbericht für den siebten Block seitens des Ministeriums für Umwelt und Wasser genehmigt, womit der Bau des Blocks genehmigt wurde.[84]

Entgegen der ursprünglichen Evaluierung gab man offiziell im November 2013 bekannt, dass man für den Block einen US-Reaktor des Typs AP1000 von Westinghouse errichten möchte. Das gab der Wirtschafts- und Energieminister Dragomir Stoynev bei Beginn seines Besuchs in den Vereinigten Staaten von Amerika am 22. November bekannt.[85] Am 23. November verhandelte der Minister in einem persönlichen Gespräch mit der Westinghouse Electric Company über den Bau eines AP1000. Einen entsprechenden Report über die Empfehlung, einen Reaktor von Westinghouse zu erwerben. Bei einem etwaigen Mandat, sollten weitere Verhandlungen mit der Bulgarischen Energie Holding über des Blocks aufgenommen werden, sodass innerhalb von sechs Monaten ein Finanzierungsmodell vorliegt. Die türkische Export-Import Bank erklärte sich bereits bereits die Finanzierung für die Anlage bereitzustellen. Frühstens wäre dann mit einer Erschließung des Baugrunds im Jahr 2016 zu rechnen, sodass innerhalb der folgenden vier Jahre der Block 2020 betriebsbereit sein könnte.[86] Nach Plan sollen die Verhandlungen mit Westinghouse ab Jahresende 2013 beginnen.[87] Der ehemalige Energieminister Rumen Otscharow erklärte, dass es zwar richtig sei, dass der Minister über neue Energieanlagen im Land verhandeln darf, allerdings kein einzelnes Unternehmen bevorzugen darf. Die direkten Verhandlungen mit Westinghouse seien deshalb unzulässig gewesen.[40]

Der bulgarische Wirtschaftsminister Dragomir Stoynev erklärte am 27. November, dass man bereit sei einen Kredit zwischen 350 und 400 Millionen Euro für den Bau des Blocks aufzunehmen.[88] Der Ministerpräsident Plamen Orescharski erklärte am 30. November 2013 zur Abschlusspressekonferenz der beiden Regierungsparteien, dass man sich endgültig darauf verständigt habe neben einen siebten Block in Kosloduj, ebenfalls das Kernkraftwerk Belene zu errichten. Sergei Stanischew unterstrich dazu, dass die beiden Projekte in keiner Konkurrenz zueinander stehen sollen.[89][90][91]

Planung

Am 11. Dezember 2013 gab die Bulgarische Regierung der Bulgarischen Energie Holding die offizielle Zustimmung zur Aufnahme von Verhandlungen mit dem Wetinghouse-Mutterkonzern Toshiba. Toshiba hatte bereits im Vorfeld Interesse bekundet sich mit einem Anteil von 30 % am neuen 8 Milliarden Dollar kostenden Block zu beteiligen. Für die Finanzierung der restlichen 70 % wollen Westinghouse und Toshiba ebenfalls Helfen durch Exportkredite der Export-Import Banken der Vereinigten Staaten von Amerika, sowie von Japan.[92] In einer Pressemitteilung vom 12. Dezember erklärte Westinghouse offiziell, dass man die Entscheidung des bulgarischen Parlaments sehr positiv sehe.[93] Noch am gleichen Tag unterzeichneten Vertreter der Bulgarischen Energie Holding, der Geschäfsführer Danny Roderick von Westinghouse, sowie der bulgarische Ministerpräsident Plamen Orescharski ein Abkommen über die Koordination der Parameter für den neuen Block in Kosloduj. Innerhalb von 9 Monaten sollen die technischen, finanziellen und wirtschaftlichen Parameter für den Block ausgearbeitet vorliegen. Man hoffe allerdings, dass diese vorbereiteten Planungen früher beendet werden können.[94] Am 13. Dezember wurde ein Abkommen über die Führung von Verhandlungen über den neuen Block zwischen Westinghouse und der Bulgarischen Energie Holding unterzeichnet. Die Unterzeichnung fand während des Besuchs von Danny Roderick in Sofia während eines Treffens mit dem Ministerpräsidenten Plamen Orescharski statt.[95][96] Hinsichtlich der Lizenzierung erklärte die bulgarische Aufsichtsbehörde, dass man primär auf die Erfahrungen mit den bestehenden WWER-Anlagen setze und Parallelen zwischen dem AP1000 und dem WWER sehe.[97]

Am 6. Juni 2014 wurde bekannt, dass sich nicht Toshiba, sondern die Westinghouse Electric Company direkt als strategischer Investor am Block beteiligen werde, um einen höheren Grad an Wirtschaftlichkeit und Effizienz im Umsetzungsprozess zu schaffen.[98] Für den Block wurde ein Festpreis angestrebt, den Bauvertrag des Block sollte allerdings von einer neuen bulgarischen Regierung gefällt werden.[99] Der Fixpreis für die schlüsselfertige Errichtung des Blocks wurde seitens des Kernkraftwerks Kosloduj und Westinghouse im September 2014 auf 5,3 Milliarden US-Dollar festgelegt. Gewinnbereinigt sollen die Erzeugungskosten je Megawattstunde demnach bei 19 Euro liegen. Inflationsbereinigt ist es das bisher billigste von Westinghouse offerierte Angebot für ein Kernkraftwerk in Europa innerhalb der letzten 20 Jahren.[100]

Bau

Die Planungen sahen vor mit dem Bau des neuen Blocks zu beginnen, sobald alle Lizenzen und Baugenehmigungen für den Block nach europäischen Recht genehmigt wurden.[71] Mit dem neuen Block des Typs AP1000 wäre der Bau frühstens ab 2016 innerhalb von vier Jahren zu bewältigen.[86][87] Im Jahr 2014 war die Rede von einem Baubeginn zwischen 2017 und 2018, wenn eine Regierung innerhalb dieses Zeitraumes den Bau bewilligt.[100]

Betrieb

Nach Plan soll der siebte Block 2024 ans Netz gehen.[72] Im September 2013 äußerte sich der Kernkraftwerksdirektor Iwan Genow, dass Kosloduj 7 frühstens 2030 in Betrieb gehen könne.[83] Mit dem neuen Reaktortyp AP1000 könnte der Block bereits frühstens 2020 Betreibsbereit sein.[86] Im Jahr 2014 war die Rede von einer Betriebsaufnahme zwischen 2024 und 2025.[100]

Standortdetails

Das Kernkraftwerk Kosloduj ist bei Donaukilometer 695 gelegen, etwas abseits des Flusses. Das Werk ist über zwei Kanäle an die Donau angebunden und bezieht das Kühlwasser aus ihr, und leitet es auch wieder zurück. Das Klima in der Umgebung ist eher ein mittleres Klima mit kalten Wintern und heißen Sommern. Die letzten Studien bezüglich der seismischen Situation des Werkes und des Kernkraftwerks Belene wurden zwischen 1990 und 1992 ausgearbeitet, wonach das Werk seismisch in einem aktiven Gebiet auf der Mizia-Platte steht, jedoch in einem Gebiet, das die geringste seismische Aktivität aufweist. Demnach kommt es alle hundert Jahre dort zu einem Erdbeben mit einer Beschleunigung von 0,10 g und alle zehntausend Jahre mit 0,20 g. Die Umgebung um das Kernkraftwerk ist eher flach mit Erhebungen zwischen 28 bis 36 Metern nach dem baltischen Höhensystem. Hydrologisch ist das Werk vor Überflutungen durch einen drei Meter über dem Werksniveau liegenden Damm von der Donau geschützt. Im Jahr 2011 wurde in der Folge des nach der Katastrophe von Fukushima-Daiichi stattgefundenen Stresstests neben der herkömmlichen Überflutung auch der Bruch der größten Staudämme Irongate 1 und 2 berücksichtigt, sowie der Bau des Staudammes Nikopol-Turnu Magurele Donau abwärts des Werkes, dessen Stauvolumen sich bis Donaukilometer 687 auswirkt. Die Auswirkungen würden das Kernkraftwerk Kosloduj nicht treffen.[39]

Das Werk selbst besteht aus sechs Blöcken. Block 1 bis 4 sind von Osten nach Westen im Süden des Kernkraftwerksgeländes angeordnet. Die Bauweise ist so gewählt worden, dass alle Blöcke in einem einzigen Gebäudekomplex angeordnet werden konnten. Block 5 und 6 stehen etwas nordwestlich abseits der Blöcke 1 bis 4 und sind ebenfalls in solch einem System errichtet worden, jedoch getrennt von Block 1 bis 4. Die Anordnung entspricht weitestgehend der in anderen Ländern baugleichen Anlagen vom Typ WWER-1000. Alle Blöcke nutzen gemeinsam ein Dampfleitungssystem, womit es möglich ist, dass ein Block jeweils für den Anderen Dampf zur Verfügung stellt für etwaige Systemprozesse. Ein gleiches Leitungssystem existiert für Prozesswasser. Während Block 1–4 mit einer Spannung von 110 und 220 kV arbeiteten ist für Block 5 und 6 zur Einspeisung der erzeugten Elektrizität eine 400 kV-Schaltanlage errichtet worden, die mit den anderen Schaltanlagen verbunden wurde.[39]

Technik Block 1 bis 4

Turbinenhalle von Block 3 und 4

Block 1 bis 4 sind ausgestattet mit Druckwasserreaktoren vom Typ WWER-440/230. Jeder Block ist ausgestattet mit einem Kernreaktor dies Typs und zwei Dampfturbinen vom Typ K-220-44 mit Generatoren vom Typ TWW-220-2A.[39] Die Blöcke erreichen bei einer thermischen Leistung von 1375 MW eine elektrische Leitung von 440 MW, von denen 408 MW in das Elektrizitätsnetz gespeist werden.[7]

Technik Block 5 & 6

Block 5 & 6 sind ausgestattet mit Druckwasserreaktoren vom Typ WWER-1000/320. Jeder Block ist ausgestattet mit einem Kernreaktor dieses Typs und einer Dampfturbine vom Typ K-1000/60-1500-2 die einen Generator vom Typ TWW-1000-4U3 antreibt.[39] Die beiden Blöcke erreichen mit ihrer thermischen Leistung von je 3000 MW eine elektrische Leitung von je 1000 MW, von denen 963 MW in das Elektrizitätsnetz gespeist werden.[7] Ab 2013 sollte der fünfte Block mit erhöhter thermischer Leistung von 104 % fahren, der sechste Block ab 2014, womit die beiden Blöcke zukünftig eine Bruttoleistung von 1100 MW erreichen sollten.[101] Realisiert wurde das Projekt nicht, wurde aber vorgesehen zwischen die Periode zwischen 2015 und 2016. Um die Leistungssteigerung zu realisieren würden entsprechende Modifikation während dieser zeit an den beiden Generatoren der Blöcke vorgenommen werden.[102]

Technik Block 7

Block 7 soll mit einem Druckwasserreaktor vom Typ AP1000 ausgestattet werden. Bei einer thermischen Leistung von 3400 MW soll der Block eine elektrische Leistung von 1250 MW erreichen, von denen 1117 MW in das Elektrizitätsnetz gespeist werden sollen.

Daten der Reaktorblöcke

Das Kernkraftwerk Kosloduj besteht aus sechs Reaktorblöcken, von denen sich zwei in Betrieb befinden und vier bereits stillgelegt wurden. Ein weiterer Block befindet sich in Planung.

Reaktorblock[7] Reaktortyp Leistung Baubeginn Netzsyn-
chronisation
Kommer-
zieller Betrieb
Stilllegung
Typ Baulinie Netto Brutto
Kosloduj-1 DWR WWER-440/230 408 MW 440 MW 01.04.1970 24.07.1974 28.10.1974 31.12.2002
Kosloduj-2 DWR WWER-440/230 408 MW 440 MW 01.04.1970 24.08.1975 10.11.1975 31.12.2002
Kosloduj-3 DWR WWER-440/230 408 MW 440 MW 01.10.1973 17.12.1980 20.01.1981 31.12.2006
Kosloduj-4 DWR WWER-440/230 408 MW 440 MW 01.10.1973 17.05.1982 20.06.1982 31.12.2006
Kosloduj-5 DWR WWER-1000/320 963 MW 1000 MW 09.07.1980 29.11.1987 23.12.1988
Kosloduj-6 DWR WWER-1000/320 963 MW 1000 MW 01.04.1982 02.08.1991 30.12.1993
Kosloduj-7 DWR AP1000 1117 MW 1250 MW

Einzelnachweise

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Siehe auch