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Benutzer:Segelboot/Spielwiese: Unterschied zwischen den Versionen

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deutschland_ohne_strom
 
deutschland_ohne_strom
  
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=== Zusammenfassung ===
 
Da sich die Forderungen der grünen Energiehasser im Laufe der Jahre im Detail änderten, soll hier die Entwicklung der grünen Positionen aufgezeigt werden. Im Kontrast dazu sollen die Vorstellungen des [[Atomzeitalter|Atomzeitalters]] gesetzt werden. Diese werden aus den Bänden der Verlagsreihe ''Das neue Universum'', die bis in die 70er Jahre einen ökologismusfreien Blick auf die Welt boten, dem Buch ''Zukunft – Das Bild der Welt von morgen'' (1974) und den in der sogenannten „DDR“ herausgegebenen Werken ''unsere welt von morgen'' (1960) und ''gigant atom'' (1960) genommen. Der Inhalt dieser Bücher ist recht ähnlich, obwohl aus BRD und DDR, da alle auf Basis eines physikalisch-technischen Weltbildes von Fachleuten geschrieben wurden.
 
Da sich die Forderungen der grünen Energiehasser im Laufe der Jahre im Detail änderten, soll hier die Entwicklung der grünen Positionen aufgezeigt werden. Im Kontrast dazu sollen die Vorstellungen des [[Atomzeitalter|Atomzeitalters]] gesetzt werden. Diese werden aus den Bänden der Verlagsreihe ''Das neue Universum'', die bis in die 70er Jahre einen ökologismusfreien Blick auf die Welt boten, dem Buch ''Zukunft – Das Bild der Welt von morgen'' (1974) und den in der sogenannten „DDR“ herausgegebenen Werken ''unsere welt von morgen'' (1960) und ''gigant atom'' (1960) genommen. Der Inhalt dieser Bücher ist recht ähnlich, obwohl aus BRD und DDR, da alle auf Basis eines physikalisch-technischen Weltbildes von Fachleuten geschrieben wurden.
  
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*'''Verzicht''': Die Vision des Atomzeitalters war steigender Wohlstand für alle Menschen, was mit einem steigenden Energieverbrauch einher geht.<ref Name="welt"/> Die ökoreligiöse Behauptung ist hingegen, dass der Primärenergieverbrauches um die Hälfte reduziert werden kann, ohne größere Wohlstandeinbußen. Im Gegenteil, der Verzicht auf Energieverbrauch würde es ermöglichen auf teure Großkraftwerke zu verzichten, was die Kosten der Energieeinsparung wieder wett machen würde.<ref name="energie-wende"/><ref Name="Lovins"/> Dazu wurden phantastische Zahlen zu möglichen Effizienzsteigerungen genannt. Warum dieses Energiesparpotential in einer Marktwirtschaft, wo kein Käufer mehr Geld ausgeben möchte als unbedingt nötig, nicht von selbst genutzt wird, wurde leider nie beantwortet.
  
*Verzicht: Tenor der Aufsätze war stets, dass der Primärenergieverbrauches um die Hälfte reduziert werden kann, ohne größere Wohlstandeinbußen. Im Gegenteil, der Verzicht auf Energieverbrauch würde es ermöglichen auf teure Großkraftwerke zu verzichten, was die Kosten der Energieeinsparung wieder wett machen würde. Dazu wurden phantastische Zahlen zu möglichen Effizienzsteigerungen genannt. Warum dieses Energiesparpotential in einer Marktwirtschaft, wo kein Käufer mehr Geld ausgeben möchte als unbedingt nötig, nicht von selbst genutzt wird, wurde leider nie beantwortet.  
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*'''Dezentralität''': Um den Bau von großen, teuren Kraftwerken zu vermeiden wurde von Amory Lovins vorgeschlagen, viele kleine, technisch einfache Anlagen zu errichten. Der Ausfall einer Anlage im Verbund, sei es auf Grund der Wetterlage oder technischer Defekte, wiegt dadurch weniger schwer. Daher wurde ein solches Szenario auch als dezentral bezeichnet, weil es in der Nähe der Verbraucher und geographisch angepasst sein sollte. Ein weiterer Vorteil davon ist, dass die Transportverluste geringer sind.<ref Name="Lovins"/> Bei der Energie-Wende des Öko-Institutes spielte dies schon keine Rolle mehr, weil Kohle die Masse der Primärenergie bereitstellen sollte.<ref name="energie-wende"/> Bei der Energiewende der Bundesregierung sollen Windräder in der Nordsee über „Stromautobahnen“ Elektrizität nach Süddeutschland leiten. Das Wort „dezentral“ wurde dabei umdefiniert, anstatt das elektrische Energie verbrauchernah erzeugt wird, hat es nun die Bedeutung „quer durch Deutschland“. Im Atomzeitalter spielt Dezentralität nur insofern eine Rolle, ob ein Standort wirtschaftlich betrieben werden kann. Kernkraftwerksstandorte sind in der Regel in der Nähe von Ballungszentren, also von Verbrauchern.  
  
*Erzeugung: Um den Bau von großen, teuren Kraftwerken zu vermeiden wurde von Amory Lovins vorgeschlagen, viele kleine, technisch einfache Anlagen zu errichten. Der Ausfall einer Anlage im Verbund, sei es auf Grund der Wetterlage oder technischer Defekte, wiegt dadurch weniger schwer. Daher wurde ein solches Szenario auch als dezentral bezeichnet, weil es in der Nähe der Verbraucher geographisch angepasst sein sollte. Ein weiterer Vorteil davon ist, dass die Transportverluste geringer sind. Bei der Energie-Wende des Öko-Institutes spielte dies schon keine Rolle mehr, weil die Kohle die Masse der Primärenergie bereitstellen sollte. Bei der Energiewende der Bundesregierung sollen Windräder in der Nordsee über „Stromautobahnen“ Elektrizität nach Süddeutschland leiten. Das Wort „dezentral“ wurde dabei umdefiniert, und hat nun die Bedeutung „quer durch Deutschland“.  
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*'''Innovation''': Die Energiekonzepte beruhen auf einem asymmetrischen Denkansatz. Auf der Angebotsseite werden nur die Energieträger und Energietechnologien berücksichtigt, damals bereits verfügbar waren. Auf der Nachfrageseite dagegen werden hinsichtlich der energetischen Effizienz Technologien erwartet, von denen heute noch nichts bekannt ist. Selbst als der Klimaschwindel keine Rolle spielte, wurden Erdgas, unkonventionelle Ölvorkommen, Methanhydrate und die Kernfusion vollkommen ausgeblendet. Das die Kernenergie keine Berücksichtigung findet, ist aufgrund der zum ökoreligiösen Dogma erhobenen Ablehnung immerhin noch nachvollziehbar. Trotzdem enthalten die grünen Zukunftsentwürfe als notwendige Bedingung die Abwesenheit jeglicher Innovation auf der Anbieterseite, während die Verbraucherseite alle Anstrengungen zu tragen hat.<ref Name="diet2"/>
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[[File:Volkswagen Golf Diesel.JPG|thumb|Laut Öko-Institut die ökologisch korrekte Fortbewegung: Golf Diesel ohne Abgasreinigung]]
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*'''Kraftwerke''': Das alternative Energieversorgungssystem sollte „easy to understand and use without esoteric skills, accessible rather than arcane“ sein, weswegen auf Primitivtechnik wie mittelalterliche Windräder, Solarkollektoren, Erdwärme, Faulgase und Holzverbrennung gesetzt werden sollte.<ref Name="Lovins"/> Das die Energieerzeugung dieser Anlagen gegenüber dem Bestand wettbewerbsfähig ist, wurde nie bewiesen, und stillschweigend vorausgesetzt. In einem Stromnetz müssen Einspeisung und Verbrauch in jedem Augenblick gleich sein. In einem modernen Stromversorgungssystem sichern die rotierenden Massen der Turbogeneratoren der Großkraftwerke die Stabilität im Sekundenbereich, die Kesselreserven der Dampfkraftwerke im Minutenbereich. Darüber hinaus kommen schnell ansprechende Reservekraftwerke zum Zuge, in der Regel sind dies Gaskraftwerke. Umweltschädliche Solarzellen und mittelalterliche Windmühlen tragen nicht zur Netzstabilität bei. Sie erzeugen Strom gemäß den Launen des Wetters, der Tages- und Jahreszeit.<ref Name="stabil"/> Bei Amory Lovins „Sanfter Energie“  wurde dies berücksichtigt, da Wasserkraftwerke und Abwärmekraftwerke gut und wirtschaftlich regelbar sind.<ref Name="Lovins"/> Bei der Energie-Wende sollte ca 50% des Stroms durch heimische Subventionskohle, und die andere Hälfte durch umweltschädliche Windkraftanlagen erzeugt werden. Die Kohlekraftwerke wären so für die Grund- und Regelleistung vorhanden, und durch das permanente Hoch- und Runterfahren entsprechend unwirtschaftlich. Die Verschleißfreundigkeit und Unwirtschaftlichkeit dieser Betriebszustände wird vom Öko-Institut nicht erwähnt.<ref name="energie-wende"/> Dies ist auch heute (2019) in Deutschland zu beobachten.
  
*Innovation: Die Energiekonzepte beruhen auf einem asymmetrischen Denkansatz. Auf der Angebotsseite werden nur die Energieträger und Energietechnologien berücksichtigt, damals bereits verfügbar waren. Auf der Nachfrageseite dagegen werden hinsichtlich der energetischen Effizienz Technologien erwartet, von denen heute noch nichts bekannt ist. Selbst als der Klimaschwindel keine Rolle spielte, wurden Erdgas, unkonventionelle Ölvorkommen, Methanhydrate und die Kernfusion vollkommen ausgeblendet. Das die Kernenergie keine Berücksichtigung findet, ist aufgrund der zum politischen Dogma erhobenen Ablehnung immerhin noch nachvollziehbar. Trotzdem enthalten die grünen Zukunftsentwürfe als notwendige Bedingung die Abwesenheit jeglicher Innovation auf der Anbieterseite<2>
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*'''Stromspeicher''': Stromspeicher wie Pumpspeicherkraftwerke kommen in den grünen Pamphleten nicht vor. Bei Amory Lovins wird das Problem umgangen, indem Elektrizität bedarfsgerecht erzeugt wird. Andere Energieformen werden verbrauchsnah gespeichert. Bei der Energie-Wende wird die Frage der Differenz zwischen Erzeugung und Verbrauch ausgeklammert, vermutlich sollten die Kohlekraftwerke die Windschwankungen ausgleichen. Die Existenz von Pumpspeicherkraftwerken kommt in beiden ökoreligiösen Visionen nicht vor.<ref name="energie-wende"/><ref Name="Lovins"/> Entsprechend mager sind auch die Pläne der Energiewende 2.0, was die Speicherung von Energie angeht.<ref name="grün"/>  
  
*Automobil: Während das [[Atomzeitalter]] das Wasserstoff-, später Elektroauto als Zukunftstechnik propagierte, wurde dies von den grünen Vordenkern abgelehnt: Die Technik sei fehlangepasst, zu teuer, und die Reichweite zu gering. Amory Lovins propagierte deshalb die Biomasseverflüssigung (BtL), das Öko-Institut wollte noch die Kohleverflüssigung und empfahl den Diesel. Die Bundesregierung setzt hingegen auf Elektroautos, während gleichzeitig der Stromverbrauch drastisch sinken soll.
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*'''Flächenbedarf''': Mit der CO<sub>2</sub>-Klimakatastrophe haben sich die Energie-Wender in einen ''Double Bind'' gebracht: Sollte früher die verhasste Kernenergie durch sparen und Kohle überflüssig gemacht werden, mit naturinvasiven Energien (NIE) als postfossile Zukunftsfiktion, müssen nun Kohle und Kernenergie verschwinden. Entsprechend soll ganz Deutschland zum Acker werden: Nach den Plänen der Regierung soll 2050 etwa 60% der Primärenergie aus Faulgasen stammen, da Gaskraftwerke Regelleistung liefern müssen. Die erforderliche Anbaufläche betrüge dann laut Plänen 55.000 km². Die landwirtschaftliche Nutzfläche Deutschlands muss dazu erweitert werden – und es wird kaum möglich sein, diese deutlich auszuweiten, ohne Wälder zu roden. Da 2012 auf 45.000 km² Nahrungsmittel für Menschen angebaut werden, wird im Jahr 2050 der Flächenbedarf der Energiepflanzen größer sein, als der der Ernährung.<ref Name="diät3"/> Um dies in Relation zu setzen: Die Fläche Bayerns beträgt 70.550 km². Das Öko-Institut plante bereits für die Energie-Wende „Biostoffproduktion auf landwirtschaftlichen Flächen, die bisher für die Fleischerzeugung beansprucht waren, jedoch aufgrund des Bevölkerungsrückgangs freigesetzt werden“ ein.<ref name="energie-wende"/> Durch die vorherrschende „No Border, No Nation“-Ideologie haben sich die Grünen auch hier in einen ''Double Bind'' gebracht, sodass die Staatsmedien Propaganda für fleischlose Ernährung machen müssen.
  
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*'''Automobil''': Während das [[Atomzeitalter]] das Wasserstoff-, später Elektroauto als Zukunftstechnik propagierte, wurde dies von den grünen Vordenkern abgelehnt:<ref Name="welt"/><ref Name="Zukunft"/><ref name="energie-wende"/><ref Name="Lovins"/> Die Technik sei ineffizient, zu teuer, und die Reichweite zu gering. Amory Lovins propagierte deshalb die Biomasseverflüssigung (BtL), das Öko-Institut wollte noch die Kohleverflüssigung und empfahl den Diesel. Die Energiewende der Bundesregierung setzt hingegen auf Wasserstoff- und Elektroautos, während gleichzeitig der Stromverbrauch drastisch sinken soll. Nun war der Verzicht auf Elektroautos bei Amory Lovins und dem Öko-Institut ein expliziter Grund, warum auf Kernenergie verzichtet werden könnte.<ref name="energie-wende"/><ref Name="Lovins"/> Auch hier haben sich die Energie-Wender mit dem CO<sub>2</sub>-Glauben in einen ''Double Bind'' gebracht.
  
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*'''Niedertemperaturwärme:''' Im Atomzeitalter sollte mit Atomstrom geheizt werden, da dieser im Überfluss vorhanden sei. Aber auch Wärmepumpen und Kraft-Wärme-Kopplung waren als Optionen auf dem Tisch. Das Heizen mit Strom wurde von Amory Lovins abgelehnt, da es energetisch unsinnig sei, und damit viel zu teuer. Statt dessen sollte ein dezentrales System aus verschiedenen Quellen lokale Wärmespeicher bespeisen, über die lokale Verbraucher ihre Niedertemperaturwärme beziehen.<ref Name="Lovins"/> Das Öko-Institut plante hingegen Kraft-Wärme-Kopplung und Kohleverbrennung als Wärmelieferant, das Heizen mit Elektroenergie wurde ebenfalls abgelehnt.<ref name="energie-wende"/> Die Energiewende 2.0 möchte hingegen wieder mit Strom heizen. Nun war der Verzicht auf elektrische Heizung/Wärmepumpen bei Amory Lovins und dem Öko-Institut aber ein expliziter Grund, warum auf Kernenergie verzichtet werden könnte.
  
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*'''Prozesswärme: ''' Da Prozesswärme für chemische Prozesse benötigt wird, muss der Energiebedarf entweder zwingend aus Kohle bzw Erdgas kommen, wenn das chemische Verfahren dies erfordert (zB Stahl, Zement, Glas, Keramik), oder er wird bereits durch Strom gedeckt. Zumindest war angedacht, dass der Hochtemperaturreaktor neben Kohleverflüssigung (Fischer-Tropsch-Synthese) auch weitere Bedarfe von Hochtemperaturwärme abdecken sollte. Zur Frage der Prozesswärme machte sich Amory Lovins keine Gedanken, ebenso wenig das Öko-Institut oder die Bundesregierung mit ihrer Energiewende. Etwa ein Fünftel des Endenergiebedarfes entfallen auf die Bereitstellung von Prozesswärme, fast vollständig im produzierenden Gewerbe. Es gibt von den Öko-Gläubigen kein Konzept, noch nicht einmal irgendeinen inhaltlich konkretisierten Ansatz, mit welchen Maßnahmen dieser Energiebedarf verringert werden könnte, oder CO<sub>2</sub>-neutral gemacht werden könnte. Bei den etablierten Produktionsverfahren chemischer Grundprodukte wie Ammoniak, Butadien oder Ethylen ist Kohlenstoff auch als Reaktionsbeteiligter bzw als Bestandteil des Endproduktes erforderlich.<ref Name="diät1"/>
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Eine der Verheißungen des Atomzeitalters war es, das preiswerte Energie im Überfluss verfügbar sei. Inzwischen ist der Trend soweit fortgeschritten, das Strom ein typisches Flatrate-Produkt ist.<ref Name="autark"/> Bei einem Endverbraucherpreis von unter 15 ct/kWh liegen die Erzeugungskosten von Wasser-, Kern- und Kohlestrom in den USA bei 1 – 3,5 ct/kWh, wobei die Brennstoffkosten von Kernkraftwerken bei 0,6 ct/kWh liegen (inkl. 0,1 ct/kWh [[Kernkraftwerk#Entsorgungskosten|Entsorgungsabgabe]]).<ref Name="cost"/> Zu beachten ist nun, dass alle Kosten ausser den Brennstoffkosten Fixkosten sind. Wenn ein Abnehmer nichts abnimmt, aber sich das Recht vorbehält, jederzeit Strom bis zur vertraglichen Grenze seines Anschlusses zu beziehen, muss der Versorger die volle Kraftwerks- und Netzkapazität jederzeit vorhalten und natürlich die entstehenden Kosten tragen. Dies führt zu der paradoxen Situation, dass ein sinken des Stromverbrauches zu einer Erhöhung des Strompreises führt. Damit wird Strom zum Flatrate-Produkt: Weil wie beim Internet die Benutzung der Leitung gegenüber den Infrastrukturkosten kaum ins Gewicht fällt, zahlt der Kunde einen Fixpreis und kann dann bis zum Anschlussgrenzwert so viel verbrauchen wie er will. Zumindest wäre es aber aufgrund der Kostenstruktur richtig, eine sehr hohe Grundgebühr und einen sehr niedrigen kWh-Preis zu verlangen.<ref Name="autark"/>
 
Eine der Verheißungen des Atomzeitalters war es, das preiswerte Energie im Überfluss verfügbar sei. Inzwischen ist der Trend soweit fortgeschritten, das Strom ein typisches Flatrate-Produkt ist.<ref Name="autark"/> Bei einem Endverbraucherpreis von unter 15 ct/kWh liegen die Erzeugungskosten von Wasser-, Kern- und Kohlestrom in den USA bei 1 – 3,5 ct/kWh, wobei die Brennstoffkosten von Kernkraftwerken bei 0,6 ct/kWh liegen (inkl. 0,1 ct/kWh [[Kernkraftwerk#Entsorgungskosten|Entsorgungsabgabe]]).<ref Name="cost"/> Zu beachten ist nun, dass alle Kosten ausser den Brennstoffkosten Fixkosten sind. Wenn ein Abnehmer nichts abnimmt, aber sich das Recht vorbehält, jederzeit Strom bis zur vertraglichen Grenze seines Anschlusses zu beziehen, muss der Versorger die volle Kraftwerks- und Netzkapazität jederzeit vorhalten und natürlich die entstehenden Kosten tragen. Dies führt zu der paradoxen Situation, dass ein sinken des Stromverbrauches zu einer Erhöhung des Strompreises führt. Damit wird Strom zum Flatrate-Produkt: Weil wie beim Internet die Benutzung der Leitung gegenüber den Infrastrukturkosten kaum ins Gewicht fällt, zahlt der Kunde einen Fixpreis und kann dann bis zum Anschlussgrenzwert so viel verbrauchen wie er will. Zumindest wäre es aber aufgrund der Kostenstruktur richtig, eine sehr hohe Grundgebühr und einen sehr niedrigen kWh-Preis zu verlangen.<ref Name="autark"/>
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Amory Lovins begründet seinen Schritt hin zu „Sanfter Energie“ nicht nur mit der Abhängigkeit vom Öl, sondern auch mit steigenden Kosten für Unternehmensanleihen, die Kraftwerke und Strom immer teurer machen würden. Wegen dieser steigenden Kosten sollte ein alternatives Energieversorgungssystem „easy to understand and use without esoteric skills, accessible rather than arcane“ sein.<ref Name="Lovins"/> Durch die Ölkrise kam es in den USA allerdings zu einer Stagflation, wo hohe Arbeitslosigkeit und Inflation zusammenkam. Die Leitzinsen wurden auf über 10% getrieben, was die Beschaffung von Kapital verteuerte.<ref name="stagflag"/> Die steigenden Refinanzierungskosten für Kredite hatten also nichts mit den Kraftwerken selbst zu tun, und fielen mit sinkenden Leitzinsen wieder. Das Öko-Institut begründete seine Energie-Wende mit der Abhängigkeit vom Öl, wobei die Geschwindigkeit der Ablösung entscheidend sei. Eine relative Energieunabhängigkeit der Bundesrepublik sei ebenfalls erstrebenswert.<ref name="energie-wende"/> Wie bei Amory Lovins fällt auf, dass beide seitenweise über Energieverzicht schreiben. Das eigentliche Kernproblem der Zeit, die durch die Ölkrise gezeigte Erdölabhängigkeit vor allem des automobilen Sektors, wird mit ein paar Sätzen mit Biomass-to-Liquid (BtL) bzw BtL und Kohleverflüssigung beantwortet. Dafür wird in manischer Fokussierung immer und immer wieder von Energieverzicht und Einsparungspotential geschrieben, und die Kernenergie als überflüssig dargestellt. Energieverzicht bzw Energiesparen war nun die Tugend, das Ziel das angestrebt werden sollte, um auf Kernenergie verzichten zu können – natürlich nur, wenn der Staat die Energiediät für alles und jeden befielt. Das Overton-Fenster wurde weiter verschoben, der Türöffner Erdölabhängigkeit war aus dem Fokus, herein kam die Verzichtsdiktatur Wolfgang Harichs.  
 
Amory Lovins begründet seinen Schritt hin zu „Sanfter Energie“ nicht nur mit der Abhängigkeit vom Öl, sondern auch mit steigenden Kosten für Unternehmensanleihen, die Kraftwerke und Strom immer teurer machen würden. Wegen dieser steigenden Kosten sollte ein alternatives Energieversorgungssystem „easy to understand and use without esoteric skills, accessible rather than arcane“ sein.<ref Name="Lovins"/> Durch die Ölkrise kam es in den USA allerdings zu einer Stagflation, wo hohe Arbeitslosigkeit und Inflation zusammenkam. Die Leitzinsen wurden auf über 10% getrieben, was die Beschaffung von Kapital verteuerte.<ref name="stagflag"/> Die steigenden Refinanzierungskosten für Kredite hatten also nichts mit den Kraftwerken selbst zu tun, und fielen mit sinkenden Leitzinsen wieder. Das Öko-Institut begründete seine Energie-Wende mit der Abhängigkeit vom Öl, wobei die Geschwindigkeit der Ablösung entscheidend sei. Eine relative Energieunabhängigkeit der Bundesrepublik sei ebenfalls erstrebenswert.<ref name="energie-wende"/> Wie bei Amory Lovins fällt auf, dass beide seitenweise über Energieverzicht schreiben. Das eigentliche Kernproblem der Zeit, die durch die Ölkrise gezeigte Erdölabhängigkeit vor allem des automobilen Sektors, wird mit ein paar Sätzen mit Biomass-to-Liquid (BtL) bzw BtL und Kohleverflüssigung beantwortet. Dafür wird in manischer Fokussierung immer und immer wieder von Energieverzicht und Einsparungspotential geschrieben, und die Kernenergie als überflüssig dargestellt. Energieverzicht bzw Energiesparen war nun die Tugend, das Ziel das angestrebt werden sollte, um auf Kernenergie verzichten zu können – natürlich nur, wenn der Staat die Energiediät für alles und jeden befielt. Das Overton-Fenster wurde weiter verschoben, der Türöffner Erdölabhängigkeit war aus dem Fokus, herein kam die Verzichtsdiktatur Wolfgang Harichs.  
  
In einem Stromnetz müssen Einspeisung und Verbrauch in jedem Augenblick gleich sein. In einem modernen Stromversorgungssystem sichern die rotierenden Massen der Turbogeneratoren der Großkraftwerke die Stabilität im Sekundenbereich, die Kesselreserven der Dampfkraftwerke im Minutenbereich. Darüber hinaus kommen schnell ansprechende Reservekraftwerke zum Zuge, in der Regel sind dies Gaskraftwerke. Umweltschädliche Solarzellen und mittelalterliche Windmühlen tragen nicht zur Netzstabilität bei. Sie erzeugen Strom gemäß den Launen des Wetters, der Tages- und Jahreszeit.<ref Name="stabil"/> Bei Amory Lovins „Sanfter Energie“  wurde dies berücksichtigt, da Wasserkraftwerke und Abwärmekraftwerke gut und wirtschaftlich regelbar sind.<ref Name="Lovins"/> Bei der Energie-Wende sollte ca 50% des Stroms durch heimische Subventionskohle, und die andere Hälfte durch umweltschädliche Windkraftanlagen erzeugt werden. Die Kohlekraftwerke wären so für die Grund- und Regelleistung vorhanden, und durch das permanente Hoch- und Runterfahren entsprechend unwirtschaftlich. Die Verschleißfreundigkeit und Unwirtschaftlichkeit dieser Betriebszustände wird vom Öko-Institut nicht erwähnt.<ref name="energie-wende"/> Dies ist auch heute (2019) in Deutschland zu beobachten. Mit der CO<sub>2</sub>-Klimakatastrophe haben sich die Energie-Wender in einen ''Double Bind'' gebracht: Sollte früher die verhasste Kernenergie durch sparen und Kohle überflüssig gemacht werden, mit naturinvasiven Energien (NIE) als postfossile Zukunftsfiktion, müssen nun Kohle und Kernenergie verschwinden. Entsprechend soll ganz Deutschland zum Acker werden: Nach den Plänen der Regierung soll 2050 etwa 60% der Primärenergie aus Faulgasen stammen, da Gaskraftwerke Regelleistung liefern müssen. Die erforderliche Anbaufläche betrüge dann laut Plänen 55.000 km². Die landwirtschaftliche Nutzfläche Deutschlands muss dazu erweitert werden – und es wird kaum möglich sein, diese deutlich auszuweiten, ohne Wälder zu roden. Da 2012 auf 45.000 km² Nahrungsmittel für Menschen angebaut werden, wird im Jahr 2050 der Flächenbedarf der Energiepflanzen größer sein, als der der Ernährung.<ref Name="diät3"/> Um dies in Relation zu setzen: Die Fläche Bayerns beträgt 70.550 km².
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Im die rotgrünen Strukturen weiter politisch zu festigen, wurde 1992 der Wissenschaftliche Beirat der Bundesregierung Globale Umweltveränderungen (WBGU) im Umfeld der Konferenz der Vereinten Nationen über Umwelt und Entwicklung, UNCED („Erdgipfel von Rio de Janeiro“) von der deutschen Bundesregierung als Beratungsgremium eingerichtet. Damit wurde eine direkte Pipeline für die Öko-Ideologie in die Politik gelegt, dh es spielt letztlich keine Rolle, welche Partei an der Macht ist: Alle Politikberatungen aus dieser Ecke werden immer linksgrünen Narrativen folgen, sodass linksgrüne Politik die Folge ist. Der Trend wurde nach der Machtergreifung von Rot-Grün fortgesetzt. 2001 wurde der Rat für Nachhaltige Entwicklung (RNE) als weiteres grünes Beeinflussungsorgan in die deutsche Politik gesetzt.  
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== Folgen ==
 
== Folgen ==
Weder der CO<sub>2</sub>-Glaube noch der Bau von Windrädern, Solarzellen und Güllevergasung sind spezifisch Deutsch. Spezifisch deutsch ist die „Energiewende“, auch wenn die grün unterwanderte Wikipedia unter dem Fantasieartikel „Energiewende nach Staaten“ suggeriert, jedes Land dass Windräder und Solarzellen errichtet würde den Weg in die Energiediät gehen.<ref Name="knuti"/> Das Bundeswirtschaftsministerium führte 2016 in seinem „Grünbuch Energieeffizienz“ allzu deutlich auf, was die Umsetzung der Energiediät für Deutschland ganz konkret bedeutet.<ref Name="grün"/> Der Energiebedarf der Bürger muss eingeschränkt werden, wenn das Füllhorn des [[Atomzeitalter|Atomzeitalters]] nicht mehr zur Verfügung steht.
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Weder der CO<sub>2</sub>-Glaube noch der Bau von Windrädern, Solarzellen und Faulgasreaktoren sind spezifisch Deutsch. Spezifisch deutsch ist die „Energiewende“, auch wenn die grün unterwanderte Wikipedia unter dem Fantasieartikel „Energiewende nach Staaten“ suggeriert, jedes Land dass Windräder und Solarzellen errichtet würde den Weg in die Energiediät gehen.<ref Name="knuti"/> Das Bundeswirtschaftsministerium führte 2016 in seinem „Grünbuch Energieeffizienz“ allzu deutlich auf, was die Umsetzung der Energiediät für Deutschland ganz konkret bedeutet.<ref Name="grün"/> Der Energiebedarf der Bürger muss eingeschränkt werden, wenn das Füllhorn des [[Atomzeitalter|Atomzeitalters]] nicht mehr zur Verfügung steht.
  
 
:„Energie, so führt das Bundeswirtschaftsministerium in seinem aktuellen „Grünbuch Energieeffizienz“ aus, sei'' zentraler Produktions- und Mobilitätsfaktor und Grundvoraussetzung für das Funktionieren unseres Alltags''. Dies werde ''auch in Zukunft so bleiben''. Wahre Worte, denen man kluge Taten folgen lassen könnte. Wer aber angesichts dieser Prämisse seitens unserer Regierung die Gestaltung von Rahmenbedingungen zur Steigerung der Versorgungssicherheit bei gleichzeitig sinkenden Preisen erwartet, wird bitter enttäuscht. Denn nichts hat der Wirtschaftsminister weniger im Sinn, als mehr Wohlstand zu schaffen. Vielmehr geht es ihm laut Grünbuch darum ''ein hohes Wohlfahrtsniveau zu erhalten''. Wohlfahrt statt Wohlstand erscheint im Lichte des Papiers als ein durchaus sinnvoller Begriffstausch. Steht „Wohlfahrt“ doch im alltäglichen Sprachgebrauch für staatliche Transferleistungen zur Sicherung von Grundbedürfnissen. Und wenn die im Grünbuch ausgebreiteten Ideen zur Umsetzung gelangen, werden viele Bürger in Zukunft ihr Grundbedürfnis nach Energie aus eigener Kraft nicht mehr stillen können.
 
:„Energie, so führt das Bundeswirtschaftsministerium in seinem aktuellen „Grünbuch Energieeffizienz“ aus, sei'' zentraler Produktions- und Mobilitätsfaktor und Grundvoraussetzung für das Funktionieren unseres Alltags''. Dies werde ''auch in Zukunft so bleiben''. Wahre Worte, denen man kluge Taten folgen lassen könnte. Wer aber angesichts dieser Prämisse seitens unserer Regierung die Gestaltung von Rahmenbedingungen zur Steigerung der Versorgungssicherheit bei gleichzeitig sinkenden Preisen erwartet, wird bitter enttäuscht. Denn nichts hat der Wirtschaftsminister weniger im Sinn, als mehr Wohlstand zu schaffen. Vielmehr geht es ihm laut Grünbuch darum ''ein hohes Wohlfahrtsniveau zu erhalten''. Wohlfahrt statt Wohlstand erscheint im Lichte des Papiers als ein durchaus sinnvoller Begriffstausch. Steht „Wohlfahrt“ doch im alltäglichen Sprachgebrauch für staatliche Transferleistungen zur Sicherung von Grundbedürfnissen. Und wenn die im Grünbuch ausgebreiteten Ideen zur Umsetzung gelangen, werden viele Bürger in Zukunft ihr Grundbedürfnis nach Energie aus eigener Kraft nicht mehr stillen können.
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:Genau deswegen dient ''Efficiency First'' nicht der Befeuerung von mehr Innovationen und mehr Investitionen in diesem Kreislauf, der eine Quelle unseres Wohlstands darstellt. Denn das oberste Ziel Sigmar Gabriels sind Einsparungen in allen Sektoren der Wirtschaft über alle Bedarfsfelder hinweg. Um dies zu erreichen gilt es vor allem, den Rebound zu verhindern. Hierzu setzt man beim Verbraucher an. ''Aus einer planerischen Perspektive'', so heißt es entsprechend im Grünbuch, sollen ''Dimensionierung und Ausgestaltung des Systems vorrangig von der Nachfrageseite bestimmt werden''.
 
:Genau deswegen dient ''Efficiency First'' nicht der Befeuerung von mehr Innovationen und mehr Investitionen in diesem Kreislauf, der eine Quelle unseres Wohlstands darstellt. Denn das oberste Ziel Sigmar Gabriels sind Einsparungen in allen Sektoren der Wirtschaft über alle Bedarfsfelder hinweg. Um dies zu erreichen gilt es vor allem, den Rebound zu verhindern. Hierzu setzt man beim Verbraucher an. ''Aus einer planerischen Perspektive'', so heißt es entsprechend im Grünbuch, sollen ''Dimensionierung und Ausgestaltung des Systems vorrangig von der Nachfrageseite bestimmt werden''.
  
:Eine zielführende Idee besteht darin, den Verbraucher durch höhere Energiekosten zum Sparen zu zwingen. Flexible Abgaben werden vorgeschlagen, damit der Kunde weder von sinkenden Preisen für Energieträger, noch von effizienteren Produkten profitiert. Ganz gleich, was beispielsweise die Mineralölkonzerne unternehmen, eine atmende Steuer sorgt für einen gleichbleibend hohen Benzinpreis an der Zapfsäule. Reagieren die Automobilhersteller mit effizienteren Fahrzeugen, erhöht man die Steuer einfach weiter. Denn nur, wenn für viele Bürger die Nutzung eines PKW unerschwinglich wird, kann die gewünschte Reduzierung des Kraftstoffverbrauchs gelingen. Zur Not hilft eine ''Preissteuerung über bestimmte Mautmodelle'', also horrende Straßennutzungsgebühren.
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:Eine zielführende Idee besteht darin, den Verbraucher durch höhere Energiekosten zum Sparen zu zwingen. Flexible Abgaben werden vorgeschlagen, damit der Kunde weder von sinkenden Preisen für Energieträger, noch von effizienteren Produkten profitiert. Ganz gleich, was beispielsweise die Mineralölkonzerne unternehmen, eine ''atmende'' Steuer sorgt für einen gleichbleibend hohen Benzinpreis an der Zapfsäule. Reagieren die Automobilhersteller mit effizienteren Fahrzeugen, erhöht man die Steuer einfach weiter. Denn nur, wenn für viele Bürger die Nutzung eines PKW unerschwinglich wird, kann die gewünschte Reduzierung des Kraftstoffverbrauchs gelingen. Zur Not hilft eine ''Preissteuerung über bestimmte Mautmodelle'', also horrende Straßennutzungsgebühren.
  
 
:Man falle auch nicht auf die im Grünbuch angesprochene Sektorkopplung herein, die nichts anderes als die Darstellung aller Endenergie durch Elektrizität, also in Bezug auf Kraftfahrzeuge die Elektromobilität meint. Denn Strom wird bei weiterer Fortführung der Energiewende zu einem ''kostbaren und knappen Gut'', wie die Verfasser des Pamphlets in überraschender Offenheit zugeben. Biomasse, so räumen sie außerdem ein, sei zwar ''universell einsetzbar'' (kein Wunder, handelt es sich doch um Kohlenwasserstoffe), aber ebenfalls ''knapp''.
 
:Man falle auch nicht auf die im Grünbuch angesprochene Sektorkopplung herein, die nichts anderes als die Darstellung aller Endenergie durch Elektrizität, also in Bezug auf Kraftfahrzeuge die Elektromobilität meint. Denn Strom wird bei weiterer Fortführung der Energiewende zu einem ''kostbaren und knappen Gut'', wie die Verfasser des Pamphlets in überraschender Offenheit zugeben. Biomasse, so räumen sie außerdem ein, sei zwar ''universell einsetzbar'' (kein Wunder, handelt es sich doch um Kohlenwasserstoffe), aber ebenfalls ''knapp''.
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* '''EIKE''' [https://www.eike-klima-energie.eu/2019/05/10/warum-die-energiewende-ein-totes-pferd-ist-und-der-spiegel-unsinn-schreibt/ Warum die Energiewende ein totes Pferd ist und der SPIEGEL Unsinn schreibt] Über die physikalischen Grenzen von geringer Energiedichte und Zufallsstromerzeugung
 
* '''EIKE''' [https://www.eike-klima-energie.eu/2019/05/10/warum-die-energiewende-ein-totes-pferd-ist-und-der-spiegel-unsinn-schreibt/ Warum die Energiewende ein totes Pferd ist und der SPIEGEL Unsinn schreibt] Über die physikalischen Grenzen von geringer Energiedichte und Zufallsstromerzeugung
 
* '''ScienceSkepticalBlog''' [http://www.science-skeptical.de/blog/deutschlands-energiediat-teil-3-keine-perspektive/006761/ Deutschlands Energiediät – Teil 3: Keine Perspektive] Über Landfläche als primäre Energieressource
 
* '''ScienceSkepticalBlog''' [http://www.science-skeptical.de/blog/deutschlands-energiediat-teil-3-keine-perspektive/006761/ Deutschlands Energiediät – Teil 3: Keine Perspektive] Über Landfläche als primäre Energieressource
* '''YouTube''' [https://www.youtube.com/watch?v=CCRkmqk3pqE Burn capitalism, not coal! - Die Ökobewegung und der Kommunismus]
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* '''ScienceSkepticalBlog''' [http://www.science-skeptical.de/blog/suffizienz-green-economy-und-die-frohliche-sesshaftigkeit/0010223/ Suffizienz, Green Economy und die fröhliche Sesshaftigkeit] „75% der Flughäfen müssten unbedingt still gelegt werden und die Hälfte der Autobahnen“
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* '''YouTube''' [https://www.youtube.com/watch?v=CCRkmqk3pqE Burn capitalism, not coal! - Die Ökobewegung und der Kommunismus] Über die Erfindung der Grünen durch marxistische Vordenker
  
 
==Anmerkungen==
 
==Anmerkungen==
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<ref Name="wohlfahrt">Science-Skeptical Blog: ''Wohlfahrt statt Wohlstand – Gabriels Aufbruch in die Energiearmut''. [http://www.science-skeptical.de/politik/wohlfahrt-statt-wohlstand-gabriels-aufbruch-in-die-energiearmut/0015497/ Abgerufen] am 03.6.2019 ([http://web.archive.org/save/http://www.science-skeptical.de/politik/wohlfahrt-statt-wohlstand-gabriels-aufbruch-in-die-energiearmut/0015497/ Archivierte Version] bei [https://web.archive.org/ Wayback Machine])</ref>
 
<ref Name="wohlfahrt">Science-Skeptical Blog: ''Wohlfahrt statt Wohlstand – Gabriels Aufbruch in die Energiearmut''. [http://www.science-skeptical.de/politik/wohlfahrt-statt-wohlstand-gabriels-aufbruch-in-die-energiearmut/0015497/ Abgerufen] am 03.6.2019 ([http://web.archive.org/save/http://www.science-skeptical.de/politik/wohlfahrt-statt-wohlstand-gabriels-aufbruch-in-die-energiearmut/0015497/ Archivierte Version] bei [https://web.archive.org/ Wayback Machine])</ref>
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<ref Name="diet2">Science-Skeptical Blog: ''Deutschlands Energiediät – Teil 2: Gegen alle Trends''. [http://www.science-skeptical.de/blog/deutschlands-energiediat-teil-2-gegen-alle-trends/006687/ Abgerufen] am 07.6.2019 ([http://web.archive.org/save/http://www.science-skeptical.de/blog/deutschlands-energiediat-teil-2-gegen-alle-trends/006687/ Archivierte Version] bei [https://web.archive.org/ Wayback Machine])</ref>
  
 
<ref Name="knuti">Die Weltwoche: ''Knuttis grüner Schatten''. [https://www.weltwoche.ch/ausgaben/2019-29/artikel/knuttis-gruner-schatten-die-weltwoche-ausgabe-29-2019.html Abgerufen] am 02.9.2019 ([http://web.archive.org/save/https://www.weltwoche.ch/ausgaben/2019-29/artikel/knuttis-gruner-schatten-die-weltwoche-ausgabe-29-2019.html Archivierte Version] bei [https://web.archive.org/ Wayback Machine])</ref>
 
<ref Name="knuti">Die Weltwoche: ''Knuttis grüner Schatten''. [https://www.weltwoche.ch/ausgaben/2019-29/artikel/knuttis-gruner-schatten-die-weltwoche-ausgabe-29-2019.html Abgerufen] am 02.9.2019 ([http://web.archive.org/save/https://www.weltwoche.ch/ausgaben/2019-29/artikel/knuttis-gruner-schatten-die-weltwoche-ausgabe-29-2019.html Archivierte Version] bei [https://web.archive.org/ Wayback Machine])</ref>
  
 
<ref Name="grün">Bundesministerium für Wirtschaft und Energie: ''Grünbuch Energieeffizienz''. [https://www.bmwi.de/Redaktion/DE/Publikationen/Energie/gruenbuch-energieffizienz-august-2016.pdf?__blob=publicationFile&v=15 Abgerufen] am 02.9.2019 ([http://web.archive.org/web/20190902181400/https://www.bmwi.de/Redaktion/DE/Publikationen/Energie/gruenbuch-energieffizienz-august-2016.pdf?__blob=publicationFile&v=15 Archivierte Version] bei [https://web.archive.org/ Wayback Machine])</ref>
 
<ref Name="grün">Bundesministerium für Wirtschaft und Energie: ''Grünbuch Energieeffizienz''. [https://www.bmwi.de/Redaktion/DE/Publikationen/Energie/gruenbuch-energieffizienz-august-2016.pdf?__blob=publicationFile&v=15 Abgerufen] am 02.9.2019 ([http://web.archive.org/web/20190902181400/https://www.bmwi.de/Redaktion/DE/Publikationen/Energie/gruenbuch-energieffizienz-august-2016.pdf?__blob=publicationFile&v=15 Archivierte Version] bei [https://web.archive.org/ Wayback Machine])</ref>
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<ref Name="welt">Karl Böhm, Rolf Dörge: ''unsere welt von morgen'' Verlag neues Leben, 1960</ref>
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<ref Name="Zukunft">Ulrich Schippke, Roland Gööck: ''Die Zukunft - Das Bild der Welt von morgen'' Bertelsmann, 1974. ASIN: B002LP5QRE</ref>
 
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Version vom 8. September 2019, 13:13 Uhr

Vorspiel

https://www.spiegel.de/spiegel/print/d-13517822.html

https://www.booklooker.de/B%C3%BCcher/Klaus-Michael-Schefold-Meyer-Abich+Die-Grenzen-der-Atomwirtschaft-die-Zukunft-von-Energie-Wirtschaft/id/A01VCt3B01ZZc

Pläne

Sanfte Energie

1976 veröffentlichte das Magazin Foreign Affairs einen Artikel von Amory B. Lovins, einem Mitglied der Öko-NGO Friends of the Earth (in Deutschland BUND). Lovins stellte die Prämisse auf, dass es zwei Pfade gebe, entlang derer sich die Energieversorgung der USA in den nächsten 50 Jahren entwickeln könne. Der eine sei ein Festhalten am bisherigen Weg, wie er auch von der Regierung vertreten werde. Er sei durch die Zentralisierung von Hochtechnologie geprägt, mit dem Ziel, immer mehr Energie zu produzieren, besonders Elektrizität. Der zweite Pfad sei durch eine Verpflichtung zu einer effizienten Energienutzung, und einer raschen Entwicklung hin zu sogenannten „Erneuerbaren Energien“[C] gekennzeichnet, mit dem Ziel, in Menge und Qualität die Bedürfnisse der Endverbraucher zu decken, mit fossilen Technologien als Übergangslösung („special transitional fossil-fuel technologies“). Beide Pfade würden sich, so Lovins, gegenseitig ausschließen. Denn die Entscheidung für den ersten Pfad würde den zweiten Pfad überflüssig machen.[1]

Die offizielle US-Energiepolitik hatte ihren Schwerpunkt auf Kohle, Öl, Gas und Kernspaltung was kurzsichtig sei. "Unkonventionelle" Energieversorgung sollte erst ab dem Jahr 2000 eine signifikante Rolle spielen, und sei nur vage durch Brutreaktoren, Fusionsreaktoren und Solarenergie angedeutet. Lovins behauptete ferner, dass die aktuelle Energiepolitik durch Subventionen die Energiepreise niedrig halten würde, um das Wirtschaftswachstum nicht zu beschädigen. Ferner behauptete Lovins, dass in den nächsten zehn Jahren (1976–1985) sich die Öl- und Gasförderung verstärkt Richtung offshore und Alaska verlagern werde, und weitere 900 Bohrtürme in 48 Staaten erfordern würde. 170 neue Kohleminen würden öffnen, ebenso 100 neue Uranminen, 40 Brennelementefabriken und drei Wiederaufarbeitungsanlagen. Der Energiebedarf würde sich verdoppeln, daher seien weitere 180 Kohlekraftwerke, über 140 zusätzliche Kernkraftwerke, 60 neue Wasserkraftwerke und 100 neue Pumpspeicherkraftwerke und 350 neue Gaskraftwerke in den USA nötig. Wenn der Trend sich fortsetzte, so Lovins, würden im Jahr 2000 450 bis 800 Kernkraftwerke erforderlich sein, 500 bis 800 Kohlekraftwerke, 1000 bis 1600 neue Kohleminen und 15 Millionen Elektroautos. Dies würde eine Verdopplung der CO2-Konzentration in der Atmosphäre bedeuten, was das globale Klima ändern würde.[A][1]

Diese Energiestrategie sei, so Lovins, defizitär, da die ineffizient sei (die Häfte der Energie ginge auf dem Weg zum Verbraucher verloren) und teuer: Die Investitionskosten zur Erschließung von Kohleflötzen und Erdöl seien beständig am steigen, was auch für Systeme zur Stromerzeugung gelte. Deshalb sei der Punkt erreicht, an dem sich kaum noch ein Land zentralisierte Hochtechnologie leisten könnte. Entsprechend würden sich die Kosten für eine Kilowattstunde in zehn Jahren verdreifachen, davon würden 2/3 Kapitaldienst sein. Energie würde vielfach unbezahlbar werden. Als maßgebliche Lösung für das von ihm selbst konstruierte Problem sah Lovins das Energiesparen:[1]

First, we can plug leaks and use thriftier technologies to produce exactly the same output of goods and services — and bads and nuisances— as before, substituting other resources (capital, design, management, care, etc.) for some of the energy we formerly used. When measures of this type use today's technologies, are advantageous today by conventional economic criteria, and have no significant effect on life-styles, they are called "technical fixes." In addition, or instead, we can make and use a smaller quantity or a different mix of the outputs themselves, thus to some degree changing (or reflecting ulterior changes in) our life-styles. We might do this because of changes in personal values, rationing by price or otherwise, mandatory curtailments, or gentler inducements. Such "social changes" include car-pooling, smaller cars, mass transit, bicycles, walking, opening windows, dressing to suit the weather, and extensively recycling materials. Technical fixes, on the other hand, include thermal insulation, heat-pumps (devices like air conditioners which move heat around—often in either direction—rather than making it from scratch), more efficient furnaces and car engines, less overlighting and overventilation in commercial buildings, and recuperators for waste heat in industrial processes.
Abb.1 Amory B. Lovins Energiediät für die USA. Angepeilt wurden ca 50 % Verbrauchsreduzierung

Er behauptete, dass diese "technical fixes" die Energieeffizienz in den USA um den Faktor 3 bis 4 anheben könnten; zumindest sei eine Verdoppelung der Energieeffizienz möglich. Er verwies darauf, dass Schweden pro Kopf 1/3 weniger Energie verbrauchte als die USA, und das Kraftfahrzeuge des Jahres 1976 im Schnitt 27% weniger Kraftstoff verbrauchen würden als die Modelle des Jahres 1974. Die Kapitaleinsparungen durch Energieeinsparungen seien so groß, dass bei Neubauten die Zusatzkosten zum Energiesparen mit den geringeren Heiz- und Kühlkosten ausgeglichen würden. Ferner könnte bis 1985 die Industrie durch Nutzung der Abwärme der Industrieanlagen zur Stromerzeugung (Abwärmekraftwerke) etwa die Hälfte ihres Strombedarfs decken.[1]

Die Kraft-Wärme-Kopplung würde ebenso wie Fernwärme durch staatliche Regulierung zurückgehalten, ebenso wie alle anderen durch Lovins propagierten Optionen. Über 3000 sinnlose Bauvorschriften, eine innovationsscheue Industrie, Gewerkschaften, Festpreise für Heizungs- und Klimaanlageneinbau in Gebäude, unsinnige Steuer- und Hypothekenvorschriften, zweideutige Signale an Konsumenten, fehlender Zugang zu den Kapitalmärkten, verteilte Zuständigkeiten in der Regierung usw. seien das Problem.[1]

Lovins propagierte die Abschaffung von Industriestrom-Rabatten bzw eine Invertierung, dh Mehrkosten bei höherem Stromverbauch, sowie eine ökologisierte Kostenrechung („pricing energy according to what extra supplies will cost in the long run“, „charging environmental costs“), eine Abschaffung von Subventionen, eine Auswahl von Energieerzeugunganlagen gemäß ihrer Lebenszykluskosten und mehr Wettbewerb im Energiesektor, um eine (O-Ton) nachhaltige, menschliche Energieversorgung zu erreichen. In der Frage, in wiefern eine Umerziehung der Bevölkerung notwendig sei zeigte sich Amory Lovins optimistisch. Die "technical fixes" würden bereits zu einer Verdopplung der Energieeffizienz führen, sodass eine Änderung des Lebensstils kaum bzw nicht nötig sei.[1]

Die Zielstruktur, die sich Lovins vorstellte, war sogenannte „Sanfte Energie“ (Framing-Begriff). Diese sollte sich durch folgende Charakteristika auszeichnen: Sogenannte „Erneuerbare Energie“[C] wie Wind, Sonne und Vegetation, die stets vorhanden sind. Die Anlagen sollten divers sein, so dass jede Anlage nur einen minimalen Beitrag zur gesamten Produktion liefert. Jede Anlage müsste für maximale Effektivität für ihre jeweiligen Umstände optimiert sein. Ferner sollte nur low-tech verwendet werden. Lovins nennt hier „easy to understand and use without esoteric skills, accessible rather than arcane“ was eine Verachtung von Naturwissenschaft, Technik und Fachwissen bedeutet. Die räumliche Verteilung und Anpassung an die Endverbraucher sollte ebenso gewährleistet sein wie die Energiequalität.[1] Mit Energiequalität meinte Lovins das Ergebnis für die Endverbraucher. So nennt er als Beispiel, dass nur 8% des Energiebedarfs elektrische Energie in der Endanwendung sei, die momentanen 13% Elektrizität am Energiebedarf kämen nur dadurch zu Stande, dass Strom auch zum Kühlen und Heizen verwendet würde. Dies sei Aufgrund der Gesetze der Physik ineffizient, da der Wirkungsgrad eines Kraftwerks bei nur einem Drittel läge. Ferner forderte er eine Reduzierung der kommerziellen Beleuchtung, da so zusammen mit Energieeinsparung ("technical fixes") alle Kohle-, Gas- und Kernkraftwerke abgeschaltet werden könnten, und Strom nur aus Wasser- und Abwärmekraftwerken kommen sollte:[1]

So limited are the U.S. end uses that really require electricity that by applying careful technical fixes to them we could reduce their 8 percent total to about 5 percent (mainly by reducing commercial overlighting), whereupon we could probably cover all those needs with present U.S. hydroelectric capacity plus the cogeneration capacity available in the mid-to-late 1980s. Thus an affluent industrial economy could advantageously operate with no central power stations at all!

Er stellt korrekt fest, dass etwa die Häfte der Stromrechnung aus Netzkosten besteht, und diese durch eine lokalisierte Energieerzeugung sinken würden. Damit würden auch Übertragungsverluste im Netz reduziert werden. Durch viele kleine Einheiten zur Energieerzeugung würden auch große, teure Reservekraftwerke eingespart werden können. Durch Massenproduktion vieler kleiner Einheiten sollten die Kosten pro Einheit sinken. Solarkollektoren auf Hausdächern sollten zu kommunalen Wärmespeichern zusammengeschlossen werden. Biomass-to-Liquid sollte Kraftstoffimporte zu einem Drittel ersetzen, wobei die Mobilität dreimal so energieeffizient wie 1976 sein sollte, sodass 100% der Mobilität durch Biomasse erreicht werde. Windkraftwerke sollten Kernkraftwerke ersetzen, wobei die launenhafte Einspeisung ausgeklammert wird, denn: Das Netz ist der Speicher:[1]

Energy storage is often said to he a major problem of energy-income technologies. But this "problem" is largely an artifact of trying to recentralize, upgrade and redistribute inherently diffuse energy flows. Directly storing sunlight or wind—or, for that matter, electricity from any source— is indeed difficult on a large scale. But it is easy if done on a scale and in an energy quality matched to most end-use needs. Daily, even seasonal, storage of low- and medium-temperature heat at the point of use is straightforward with water tanks, rock beds, or perhaps fusible salts. Neighborhood heat storage is even cheaper. In industry, wind-generated compressed air can easily (and, with due care, safely) be stored to operate machinery: the technology is simple, cheap, reliable and highly developed. (Some cities even used to supply compressed air as a standard utility.) Installing pipes to distribute hot water (or compressed air) tends to be considerably cheaper than installing equivalent electric distribution capacity. Hydroelectricity is stored behind dams, and organic conversion yields readily stored liquid and gaseous fuels. On the whole, therefore, energy storage is much less of a problem in a soft energy economy than in a hard one

Als Brückentechnologie („transitional technologies“) wurde von Lovins die Kohle angesehen. Namentlich erwähnt wird die Wirbelschichtverbrennung für KWK-Kraftwerke, die Industriebetriebe versorgen sollten, und in einer Mini-Version für Haushalte. So könnte die Wärmeversorgung eines Distrikts aus Heißwassertanks erfolgen, die durch Solarkollektoren, oder Wärmepumpen die durch Windräder angetrieben werden, oder der Abwärme einer Fabrik, oder Geothermie oder was auch immer lokal gerade verfügbar sei gespeist würden. Abschließend schlägt Lovins noch ein Subventionsschema für Solarkollektoren als "Übergangslösung" vor.[1]

Die Ablehnung der Kernenergie wird zeitgeistgemäß mit dem angeblichen Proliferationsrisiko begründet. Die Gleichsetzung von Bombe mit Kraftwerk ist die Kernbegründung für „Sanfte Energie“ als Lösung für die Energieprobleme der Welt: Die USA sollten auf Kernkraftwerke verzichten, auf „Sanfte Energie“ setzen und andere Länder dabei unterstützen, und die Abschaffung der zivilen Kernenergienutzung und strategischen Rüstung auf eine Stufe setzen. Am Ende des Beitrags für Foreign Affairs folgt die übliche soziologische Kampfrhetorik gegen die etablierte Energiewirtschaft, gegen Kernenergie und für „Sanfte Energie“.[B][1]



energiew_favero1978 Lovins_1976

Energiewende 1.0

Da der Ökosozialismus keinen Bezug zu Wissenschaft und Realität hat, wurde im Jahr 1977 das Öko-Institut in Freiburg gegründet um der Ökoreligion einen seriösen, wissenschaftlichen Anstrich zu verpassen. Ziel dieser Think-Tanks und pseudowissenschaftlichen Vereine ist es, jedes noch so irrelevante Thema nach Maßgabe der eigenen Ideologie zu behandeln, um durch Aufmerksamkeitsbewirtschaftung linksgrüne Gedankengänge in den Diskurs einzuspeisen.

Die meiste Publicity erntete die 1980 veröffentlichte Studie Energie-Wende : Wachstum und Wohlstand ohne Erdöl und Uran ; ein Alternativ-Bericht des Öko-Institut, Freiburg. In ihr forderten die drei Wissenschaftler Florentin Krause, Hartmut Bossel und Karl-Friedrich Müller-Reißmann, dem Problem der Energieversorgung nicht mehr mit einem ständig steigenden Energieangebot zu begegnen, sondern der besseren Energienutzung und dem Energiesparen Vorrang zu geben. Bis zum Jahr 2030, so die These der drei Forscher, könne sich die Bundesrepublik von Energieimporten weitgehend unabhängig machen. Erdöl und Kernenergie seien überflüssig, heimische Kohle und „erneuernde Energiequellen“[C] würden ausreichen, wenn der Energiebedarf um mindestens vierzig Prozent reduziert würde.[2]

Die jahrelange Förderung der Kernenergie durch die Bundesregierung habe nur erreicht, dass gerade 10% des Stromverbrauchs und nur 2% des Endenergieverbrauchs durch Kernenergie gedeckt sei. Der Ausbau der Kernenergiebasis zusammen mit der großtechnischen Kohleverflüssigung sei nicht der richtige Weg, die Versorgungsunsicherheit zu lösen. Es käme darauf an, sich von der selbst geschaffenen Erdölabhängigkeit so schnell wie möglich wieder zu lösen. Die Geschwindigkeit der Substitution sei deshalb entscheidend. Aber selbst wenn es gelänge, wie vorgesehen zwei Kernreaktoren jährlich fertigzustellen, sei dies nicht genug, um den prognostizierten Energiebedarf des Jahres 2000 zu decken, und gleichzeitig den Verbrauch von Kohle, Öl und Gas zu reduzieren. Man erwartete von 1980 ausgehend mit 350 Mio. t SKE einen Anstieg des Energiebedarfs der Bundesrepublik bis ins Jahr 2000 auf 600 Mio. t SKE, wobei jedes Jahr durch den Bau zweier Kernkraftwerke zusätzliche 6 Mio. t SKE durch Kernenergie erzeugt würden. Auf Basis der selbst erstellten Energieprognosen kamen die Autoren zu dem Schluss: „Die Hoffnung, daß es mit dem geplanten Ausbau der Kernenergie logistisch möglich sei, das Öl frühzeitig und wirkungsvoll zu ersetzen, ist eine Illusion“ Ein weiteres Problem sei, dass Uran die falsche Art der Energie liefere: Bei der Stromerzeugung werde nur 6% des Mineralölverbrauchs eingesetzt, ferner seien 90% des Endenergiebedarfs nichtelektrisch.[3]

„Das Energieproblem der Bundesrepublik ist, wie wir uns in Zukunft billige Wärme und billige Treibstoffe beschaffen können. Uran kann man aber nicht In den Tank füllen oder in den Heizofen stecken. Wollte man die nicht stromspezifischen Funktionen des Heizens und Autofahrens mit Atomenergie versorgen, so müßte man folgende Maßnahmen ergreifen:[3]
Atomkraftwerke errichten, elektrische Verteilungsnetze ausbauen und elektrische Direktheizungen bzw. Wärmepumpen installieren und / oder Atomkraftwerke in die Nähe von größeren städtischen Zentren bauen und von dort aus Fernwärmenetze verlegen bzw. Fernenergiesysteme aufbauen — all dies, um eine Raumtemperatur von 20 Grad Celsius bzw. warmes Wasser zu liefern.
Atomkraftwerke bauen, elektrische Verteilungsleitungen ausbauen, ein elektrisches Tankstellensystem errichten, Elektroautos fahren (Reichweite 80 Kilometer).
Den nuklearen Hochtemperaturreaktor weiterentwickeln, so daß er — nach 2000 — vielleicht zur großtechnischen Kohleveredlung eingesetzt werden könnte.“

Ein solches System sei wegen der langen Bauzeiten schwerfällig und teuer. Ein Unfall wie in Harrisburg könnte die Ausbaupläne durcheinanderwerfen,[D] was in Folge dessen Wirtschaftswachstum und Arbeitsplätze gefährden würde. Da Strom der teuerste Energieträger sei, der zentral erzeugt und über weite Strecken transportiert werden müsse, sei das Heizen mit Strom unwirtschaftlich.[3]

„Wenn wir den Stromeinsatz auf die Bereiche des Heizens und Kraftfahrzeugantriebs ausdehnen, die bisher nicht elektrifiziert waren, oder wenn wir diese Bereiche in Zukunft über weitere ähnlich verlustreiche Umwandlungsstufen und Verteilungsnetze versorgten, wie sie die zentrale Stromerzeugung mit sich bringt, so würden die vom Bürger zu tragenden Energiekosten sich vervielfachen, zumal da die entsprechenden neuen Endverbrauchsgeräte (Elektroauto, Wärmepumpe, etc.) ebenfalls mit erheblichen Mehrkosten verbunden sind. [...] Können wir uns wirklich erlauben, den Wärmebedarf und den Antriebsbedarf der Kraftfahrzeuge mit einer Energieform zu decken, die um das fünf bis zehnfache teurer ist als die Energie, mit der wir unseren Nachkriegswohlstand aufgebaut und bisher betrieben haben?“
Abb. 2 Die Energiediät des Öko-Institutes mit der Energie-Wende. Angepeilt wurden ca. 50% Verbrauchsreduzierung

Das Heizen und Autofahren mit Strom sei unwirtschaftlich, statt dessen sollten „wir“ uns fragen, ob nicht „mehr Energie, mehr Arbeitsplätze und mehr Umweltsicherheit für weniger Geld durch bessere Energienutzung, durch den Einsatz fossiler Brennstoffe in dezentraler Kraftwärmekopplung und durch die Verwendung sich erneuernder Energieträger“ gewährleistet werden könne. Am Ende des Kapitels folgt eine scheinbare Kausalkette, für die keine belastbaren Argumente oder Erkenntnisse vorgelegt werden: So sei ohne Endlagerung kein Ausbau, ohne Zwischenlagerung kein Betrieb, ohne Wiederaufarbeitung kein Export der Kerntechnik möglich.[3]

Die Autoren versuchten aufzuzeigen, wie der Energiebedarf der Bundesrepublik unter das heutige Niveau (1982) gesenkt werden könne, ohne den Einsatz von Erdöl oder Kernbrennstoffen, und dass bei weiter steigendem Bruttosozialprodukt. Kurz gesagt ging es um den Versuch zu skizzieren, wie Wirtschaftswachstum vom Energieverbrauch entkoppelt werden könnte. Die Idee war auch hier, dass die Energieversorgung "angepasst" erfolgt, dh das zB die Nachfrage nach niedrigem Temperaturniveau durch Abwärme oder Solarwärme gedeckt wird. In Berechnung gestellt wurde auch der Strukturwandel, also das energieintensive Betriebe (Investitionsgüterindustrie, chemische Veredelungsindustrie, Stahl, Zement, usw) abwandern, während sich die Gesellschaft hin zu „Handel, Staat und sonstige(n) Dienstleistungen“ bewegt. Der spezifische Energieverbrauch, dh der Energieverbrauch pro BIP, würde sich allein dadurch um 40–50% reduzieren. Ferner wurde die Entwicklung der Bundesrepublik in Richtung Nullwachstum angenommen, mit einem stetig sinkenden Wachstum des BIP pro Kopf auf schließlich 0,5% in den Jahren 2021–2030. Ebenso wurde eine schrumpfende Bevölkerung von 57 Mio. im Jahr 2000 und 45 Mio. im Jahr 2030 angenommen. Die Autoren des Öko-Institutes geben dann eine Reihe von erstaunlichen Zahlen an, wo wie viel Energie eingespart werden könnte; nach Ansicht der Autoren wäre es kostengünstiger die Energie zu sparen als durch den Bau von Kraftwerken den Mehrbedarf zu decken.[3]

  • Raumheizung: Durch „schwedische Wärmedämmungspraxis“ und heiz- und regelungstechnische Verbesserungen könne 70% der Energie eingespart werden.
  • Auto: Eine Energieeinsparung von 60% sei möglich, als Beispiel wird der Unterschied zwischen einem VW Käfer und VW Golf Diesel genannt.
  • Industrielle Prozesswärme: Durch Wärmerückgewinnung, Abwärmenutzung, verbesserter Prozessführung und "neue Prozesse" seien 30% einsparbar.
  • Elektrische Haushaltsgeräte: Durch bessere Isolierung, bessere Motoren und Pumpen, Brauchwasseranschluss bei Geschirrspül- und Waschmaschinen, Wärmerückgewinnung bei Trocknern ließen sich fantastische 65% einsparen.
  • Elektrische Antriebe: Hier wird durch eine verbesserte Steuerung sowie eine „verbesserte Anpassung von Motorgröße an (die) Aufgabe“ ein großartiges Einsparungspotential von 30% gesehen.
Abb. 3 Konzept des Energiemixes mit Schwerpunkt Kohle

Für den Bedarf wurde ein Mix aus Kohle und „erneuerbarer Energieträger“[C] empfohlen. Der Wärmeenergiebedarf der Haushalte und Kleinverbraucher sollte zu 50% durch Sonnenenergie gedeckt werden, der Rest aus der Kohleverbrennung mit Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) nach der Wirbelschichttechnik. Der Niedertemperaturprozesswärmebedarf <300°C würde zu zwei Dritteln durch kohle-befeuerte KWK-Anlagen gedeckt werden, das restliche Drittel mit Sonnenenergie (Solarkollektoren mit Speichersystemen). Die übrige industrielle Prozesswärme würde durch die direkte Verfeuerung von Kohle erzeugt. Der geschrumpfte Strombedarf sollte zu 40% durch Kohlekraftwerke mit KWK erzeugt werden, der Rest mittels Wasserkraft und Windkraft. Der Kraftstoffbedarf im Verkehrssektor sollte zu 65% durch Biomass-to-Liquid vom heimischen Acker gedeckt werden, der Rest „durch Importe aus flächenreicheren Nachbarländern bzw. durch Biostoffproduktion auf landwirtschaftlichen Flächen, die bisher für die Fleischerzeugung beansprucht waren, jedoch aufgrund des Bevölkerungsrückgangs freigesetzt werden. Überdies besteht die Möglichkeit, Kohle in Methanol umzuwandeln (Kohleveredlung). Die bisherigen Verbrennungsmotoren würden beibehalten.“. Insgesamt würden 50% des Primärenergiebedarfs durch Kohle gedeckt werden, der Rest wäre durch naturinvasive Energien wie Wasser, Wind, Biomasse und Sonne zu decken. Die Frage, wie eine solche Energiediät erzwungen werden kann, wird vom Öko-Institut ebenfalls beantwortet:[3]

„Eine Erwartungssicherheit, bis wann wieviel Energie mindestens eingespart wird, läßt sich dadurch erreichen, daß man der Industrie, die die jeweilige energieverbrauchende Technik produziert, Rahmenbedingungen schafft, etwa in Form von Subventionen und gesetzlichen Vorschriften, die angeben, wieviel Energie z.B. ein im Jahre X produziertes Auto bzw. ein im Jahre Y hergestellter Kühlschrank höchstens verbrauchen kann. Dabei sind selbstverständlich gewisse Umstellungsfristen zu gewähren. Solche Produktnormen sind nichts Revolutionäres, denn es gibt sie ja schon, z.B. die Abgas- und Emissionsvorschriften für PKWs und Feuerungsanlagen bzw. die Bauvorschriften.“

Durch den Öko-Sozialismus in die Energiediät folgern die Autoren: „Langfristig gibt es, wie gezeigt wurde, keine Notwendigkeit, die Atomenergie einzusetzen. Kurzfristig haben wir unausgelastete Kraftwerkskapazitäten, und mittelfristig können wir die bessere Nutzungstechnik bei stromverbrauchenden Geräten und Maschinen bereits zum Greifen bringen oder die Windenergie, ohnehin vorgesehene Kohlekraftwerke und die Kraft-Wärmekopplung, einsetzen, sodaß jeder Engpaß bei der Stromversorgung vermeidbar wäre. Wir können also die Kernkraftwerke umgehend abschalten, wenn wir diese Möglichkeiten nutzen.“ Das Ende der Studie bilden die üblichen Negativfloskeln gegen Kernenergie. Einwände gegen die Energiediät werden mit Öl-, Strom- und Kraftwerkskonzernen in Verbindung gebracht, um diese als Lobbyismus zu diskreditieren.


1982_Energiewende_Kurzfassung

Energiewende 2.0

Nach der rot-grünen Machtergreifung gab im September 2010 die Bundesregierung ihre Pläne zur Umstellung der Energieversorgung in Deutschland bekannt. Der ewige grüne Traum von „Sanfter Energie“ und „Energie-Wende“ sollte umgesetzt werden. In der Zwischenzeit hatte sich allerdings, befördert durch die Thatcher-Regierung in Großbritannien, die damit die Kernenergie fördern, und die streikenden Kohlebergwerkarbeiter deklassieren wollte, die Hypothese von einer menschengemachten „Klimaerwärmung“ durchgesetzt.[4] Strategisch basiert die 2010 ausgerufene „Energiewende“ deshalb auf Angst: Angst vor den hypothetischen Gefahren eines hypothetischen menschengemachten Klimawandels, und Angst vor radioaktiver Strahlung. Ein positives Zukunftsbild wird nicht vermittelt.[5] Alle seit 2010 vorgenommenen Anpassungen der Zielvorstellungen ändern das Gesamtkonzept der „Energiewende“ nicht, sondern verschoben die politischen Forderungen nur stärker in Richtung Utopismus. Die Vorstellungen der Energiewende 2.0 sind hier nach dem Stand von 2010 skizziert.[6]

Abb. 4 Der geplante deutsche Energiemix 2050
Abb. 5 Die Energiediät bis 2050. Angepeilt werden ca 50 % Verbrauchsreduzierung

Neben den Zielen der Energiewende 1.0 soll die Verwendung der mit Kohlendioxid-Emissionen verbundenen Primärenergieträger wie Kohle, Erdöl und Erdgas sukzessive verringert werden. Naturinvasive Energieformen (NIEs) wie Sonne, Wind und Biomasse sollen statt dessen ausgebaut werden. Wie von den grünen Vordenkern angedacht gelten neu zu errichtende Kohle- und Gaskraftwerke als Brücke in die Zukunft.[5] Die Zielszenarien für die Zukunft der deutschen Energieversorgung wurden dabei von der Politik vorgegeben. Die geplante Reduzierung von Treibhausgasemissionen (-40% bis 2020, -85% bis 2050, jeweils gegenüber 1990) und der geplante Anteil der NIEs am Primärenergieverbrauch von 50% in 2050 wurden festgeschrieben. Andere denkbare Zukünfte wurden nicht berechnet und berücksichtigt. Die allen kalkulierten Szenarien gemeinsamen Eckdaten sind die Folgenden:[7]

  • Um die Zielstellungen zu erreichen, muss der Primärenergieverbrauch gegenüber 1990 halbiert werden, wie bereits durch „Sanfte Energie“ und „Energie-Wende“ aufgezeigt. Dies kann nur gelingen, wenn Maßnahmen ergriffen werden, die die Energieeffizienz um etwa 2,5% pro Jahr steigern. In den letzten 20 Jahren konnten etwa 1,9% pro Jahr realisiert werden. Dieser Wert wird auch im Referenzszenario ohne Laufzeitverlängerung der Kernkraftwerke angesetzt und führt zu einem Rückgang des Primärenergieverbrauches um etwa 34%.
  • Um die Zielstellungen zu erreichen, muss der Bedarf an elektrischem Strom um etwa 30% gegenüber 2008 sinken (von etwa 635 TWh auf etwa 450 TWh). Gleichzeitig wird Deutschland vom Stromexporteur zum Stromimporteur. Während 2008 noch der gesamte Bedarf im Inland produziert werden konnte (und zusätzlich etwa 20 TWh ins Ausland verkauft wurden), können im Jahr 2050 nur noch etwa 350 TWh bereitgestellt werden. Etwa 100 TWh sind zuzukaufen.

Die Energiewende 2.0 wird also einerseits mit der Verringerung der Abhängigkeit von Importen von Primärenergieträgern begründet, andererseits aber schafft sie eine Abhängigkeit von Stromimporten, die weiter nicht thematisiert wird. Den Hauptanteil an der Senkung von Primärenergie- und Stromverbrauch haben in allen Szenarien die privaten Haushalte zu tragen. Hierzu sind, wie bereits 1980 vom Öko-Institut gefordert, Zwangsmaßnahmen erforderlich, die erhebliche Kosten verursachen. Diese wurden 2010 von den Gutachtern der Energiewende auch detailliert dargestellt. Besonders im Stromverbrauch wurde eine radikale Trendumkehr gefordert: Zwar sank der Primärenergieverbrauch in Deutschland seit 1990, der Stromverbrauch stieg aber leicht an. Dazu kommt:[7]

  • Die NIEs müssen im Jahr 2050 etwa 3.000 bis 3.500 PJ an Primärenergie liefern (gegenüber etwa 1.200 PJ im Jahr 2008). Ungefähr 60% dieser Menge entfallen auf die Nutzung von Biomasse, 20% auf die Nutzung von Windenergie (On- wie Offshore) und die restlichen 20% entfallen auf Solarthermie, Geothermie, Photovoltaik, Wasserkraft sowie Müllverbrennung und Deponiegase (in der Reihenfolge ihrer Bedeutung). Gegenüber 2008 müssen die Biomassekapazitäten also mehr als verdoppelt und die Windenergienutzung sogar mehr als verdreifacht werden. Den stärksten Ausbau erfährt die Geothermie (Faktor 130), aber auf niedrigem absoluten Niveau.
  • Neben dem endgültigen Ausstieg aus der Kernenergie nach Ablauf der Laufzeitverlängerung beschreiben die Szenarien auch den Ausstieg aus der Verstromung von Braunkohle.
  • Laut den Gutachtern der Energiewende wird „Der annahmegemäß zunehmende Stromeinsatz durch Elektromobilität [wird] in den Szenarien durch rückläufigen Stromverbrauch in der Industrie, den Haushalten und im GHD-Sektor [Gewerbe, Handel und Dienstleistungen] überkompensiert.[6], dh trotz Elektromobilität soll erheblich weniger Strom verbraucht werden als heute.

Die Szenarien sahen vor, dass das Bruttoinlandsprodukt bis 2050 im Schnitt um real 0,8% pro Jahr steigt, was der Forderung nach einem Trend zum Nullwachstum der „Energie-Wende“ entspricht. Die Preise für Heizöl und Benzin sollten um 1 bis 1,5% pro Jahr steigen, der Gaspreis um 0,7% und die Strompreise sollten weitgehend unverändert bleiben, ebenso die Beschäftigungszahlen.[7] Abbildung 4 stellt die Situation 2012 der des Jahres 2050 gegenüber. Bezogen auf den Bedarf des Jahres 2010 steigt der Anteil der NIEs also nicht von 9 auf 50%, wie oft in den Medien kolportiert, sondern lediglich auf 25%. Der angesetzte Gesamtbedarf von 6600 PJ entspricht etwa dem des unter den Kriegsfolgen leidenden Deutschlands (Ost und West) des Jahres 1950, der Mix mit Biomasse als wichtigstem Energieträger etwa dem des Deutschen Reiches aus dem Jahr 1880.[5]

Wie bei den öko-sozialistischen Plänen von „Sanfter Energie“ und „Energie-Wende“ erfolgt eine Neudefinition des Begriffes „Verfügbarkeit“. In kapitalistischen Systemen ist die Stromversorgung darauf ausgerichtet, das Angebot an die Nachfrage anzupassen. Man bekommt so viel Strom wie man braucht, wann immer man will. Die Energiewende erfordert allerdings eine Ausrichtung des Bedarfs am Angebot, wie in der Mangelwirtschaft des Ostblocks üblich. Man hat sich als Verbraucher in Zukunft danach zu richten, wann denn der Energieversorger Strom im Angebot hat – und wann nicht. Ein System von sogenannten „intelligenten Zählern“ mit Fernüberwachung und ferngesteuerten Haushaltsgeräten und ebenso ferngesteuerter Aufladung von Elektromobilen soll diese Verhaltensänderung erzwingen.[7]


die_energiediät_1,2,3 das_energiekonzept_der_bundesregierung deutschland_ohne_strom

Fazit

Zusammenfassung

Da sich die Forderungen der grünen Energiehasser im Laufe der Jahre im Detail änderten, soll hier die Entwicklung der grünen Positionen aufgezeigt werden. Im Kontrast dazu sollen die Vorstellungen des Atomzeitalters gesetzt werden. Diese werden aus den Bänden der Verlagsreihe Das neue Universum, die bis in die 70er Jahre einen ökologismusfreien Blick auf die Welt boten, dem Buch Zukunft – Das Bild der Welt von morgen (1974) und den in der sogenannten „DDR“ herausgegebenen Werken unsere welt von morgen (1960) und gigant atom (1960) genommen. Der Inhalt dieser Bücher ist recht ähnlich, obwohl aus BRD und DDR, da alle auf Basis eines physikalisch-technischen Weltbildes von Fachleuten geschrieben wurden.

  • Verzicht: Die Vision des Atomzeitalters war steigender Wohlstand für alle Menschen, was mit einem steigenden Energieverbrauch einher geht.[8] Die ökoreligiöse Behauptung ist hingegen, dass der Primärenergieverbrauches um die Hälfte reduziert werden kann, ohne größere Wohlstandeinbußen. Im Gegenteil, der Verzicht auf Energieverbrauch würde es ermöglichen auf teure Großkraftwerke zu verzichten, was die Kosten der Energieeinsparung wieder wett machen würde.[3][1] Dazu wurden phantastische Zahlen zu möglichen Effizienzsteigerungen genannt. Warum dieses Energiesparpotential in einer Marktwirtschaft, wo kein Käufer mehr Geld ausgeben möchte als unbedingt nötig, nicht von selbst genutzt wird, wurde leider nie beantwortet.
  • Dezentralität: Um den Bau von großen, teuren Kraftwerken zu vermeiden wurde von Amory Lovins vorgeschlagen, viele kleine, technisch einfache Anlagen zu errichten. Der Ausfall einer Anlage im Verbund, sei es auf Grund der Wetterlage oder technischer Defekte, wiegt dadurch weniger schwer. Daher wurde ein solches Szenario auch als dezentral bezeichnet, weil es in der Nähe der Verbraucher und geographisch angepasst sein sollte. Ein weiterer Vorteil davon ist, dass die Transportverluste geringer sind.[1] Bei der Energie-Wende des Öko-Institutes spielte dies schon keine Rolle mehr, weil Kohle die Masse der Primärenergie bereitstellen sollte.[3] Bei der Energiewende der Bundesregierung sollen Windräder in der Nordsee über „Stromautobahnen“ Elektrizität nach Süddeutschland leiten. Das Wort „dezentral“ wurde dabei umdefiniert, anstatt das elektrische Energie verbrauchernah erzeugt wird, hat es nun die Bedeutung „quer durch Deutschland“. Im Atomzeitalter spielt Dezentralität nur insofern eine Rolle, ob ein Standort wirtschaftlich betrieben werden kann. Kernkraftwerksstandorte sind in der Regel in der Nähe von Ballungszentren, also von Verbrauchern.
  • Innovation: Die Energiekonzepte beruhen auf einem asymmetrischen Denkansatz. Auf der Angebotsseite werden nur die Energieträger und Energietechnologien berücksichtigt, damals bereits verfügbar waren. Auf der Nachfrageseite dagegen werden hinsichtlich der energetischen Effizienz Technologien erwartet, von denen heute noch nichts bekannt ist. Selbst als der Klimaschwindel keine Rolle spielte, wurden Erdgas, unkonventionelle Ölvorkommen, Methanhydrate und die Kernfusion vollkommen ausgeblendet. Das die Kernenergie keine Berücksichtigung findet, ist aufgrund der zum ökoreligiösen Dogma erhobenen Ablehnung immerhin noch nachvollziehbar. Trotzdem enthalten die grünen Zukunftsentwürfe als notwendige Bedingung die Abwesenheit jeglicher Innovation auf der Anbieterseite, während die Verbraucherseite alle Anstrengungen zu tragen hat.[9]
Laut Öko-Institut die ökologisch korrekte Fortbewegung: Golf Diesel ohne Abgasreinigung
  • Kraftwerke: Das alternative Energieversorgungssystem sollte „easy to understand and use without esoteric skills, accessible rather than arcane“ sein, weswegen auf Primitivtechnik wie mittelalterliche Windräder, Solarkollektoren, Erdwärme, Faulgase und Holzverbrennung gesetzt werden sollte.[1] Das die Energieerzeugung dieser Anlagen gegenüber dem Bestand wettbewerbsfähig ist, wurde nie bewiesen, und stillschweigend vorausgesetzt. In einem Stromnetz müssen Einspeisung und Verbrauch in jedem Augenblick gleich sein. In einem modernen Stromversorgungssystem sichern die rotierenden Massen der Turbogeneratoren der Großkraftwerke die Stabilität im Sekundenbereich, die Kesselreserven der Dampfkraftwerke im Minutenbereich. Darüber hinaus kommen schnell ansprechende Reservekraftwerke zum Zuge, in der Regel sind dies Gaskraftwerke. Umweltschädliche Solarzellen und mittelalterliche Windmühlen tragen nicht zur Netzstabilität bei. Sie erzeugen Strom gemäß den Launen des Wetters, der Tages- und Jahreszeit.[10] Bei Amory Lovins „Sanfter Energie“ wurde dies berücksichtigt, da Wasserkraftwerke und Abwärmekraftwerke gut und wirtschaftlich regelbar sind.[1] Bei der Energie-Wende sollte ca 50% des Stroms durch heimische Subventionskohle, und die andere Hälfte durch umweltschädliche Windkraftanlagen erzeugt werden. Die Kohlekraftwerke wären so für die Grund- und Regelleistung vorhanden, und durch das permanente Hoch- und Runterfahren entsprechend unwirtschaftlich. Die Verschleißfreundigkeit und Unwirtschaftlichkeit dieser Betriebszustände wird vom Öko-Institut nicht erwähnt.[3] Dies ist auch heute (2019) in Deutschland zu beobachten.
  • Stromspeicher: Stromspeicher wie Pumpspeicherkraftwerke kommen in den grünen Pamphleten nicht vor. Bei Amory Lovins wird das Problem umgangen, indem Elektrizität bedarfsgerecht erzeugt wird. Andere Energieformen werden verbrauchsnah gespeichert. Bei der Energie-Wende wird die Frage der Differenz zwischen Erzeugung und Verbrauch ausgeklammert, vermutlich sollten die Kohlekraftwerke die Windschwankungen ausgleichen. Die Existenz von Pumpspeicherkraftwerken kommt in beiden ökoreligiösen Visionen nicht vor.[3][1] Entsprechend mager sind auch die Pläne der Energiewende 2.0, was die Speicherung von Energie angeht.[11]
  • Flächenbedarf: Mit der CO2-Klimakatastrophe haben sich die Energie-Wender in einen Double Bind gebracht: Sollte früher die verhasste Kernenergie durch sparen und Kohle überflüssig gemacht werden, mit naturinvasiven Energien (NIE) als postfossile Zukunftsfiktion, müssen nun Kohle und Kernenergie verschwinden. Entsprechend soll ganz Deutschland zum Acker werden: Nach den Plänen der Regierung soll 2050 etwa 60% der Primärenergie aus Faulgasen stammen, da Gaskraftwerke Regelleistung liefern müssen. Die erforderliche Anbaufläche betrüge dann laut Plänen 55.000 km². Die landwirtschaftliche Nutzfläche Deutschlands muss dazu erweitert werden – und es wird kaum möglich sein, diese deutlich auszuweiten, ohne Wälder zu roden. Da 2012 auf 45.000 km² Nahrungsmittel für Menschen angebaut werden, wird im Jahr 2050 der Flächenbedarf der Energiepflanzen größer sein, als der der Ernährung.[12] Um dies in Relation zu setzen: Die Fläche Bayerns beträgt 70.550 km². Das Öko-Institut plante bereits für die Energie-Wende „Biostoffproduktion auf landwirtschaftlichen Flächen, die bisher für die Fleischerzeugung beansprucht waren, jedoch aufgrund des Bevölkerungsrückgangs freigesetzt werden“ ein.[3] Durch die vorherrschende „No Border, No Nation“-Ideologie haben sich die Grünen auch hier in einen Double Bind gebracht, sodass die Staatsmedien Propaganda für fleischlose Ernährung machen müssen.
  • Automobil: Während das Atomzeitalter das Wasserstoff-, später Elektroauto als Zukunftstechnik propagierte, wurde dies von den grünen Vordenkern abgelehnt:[8][13][3][1] Die Technik sei ineffizient, zu teuer, und die Reichweite zu gering. Amory Lovins propagierte deshalb die Biomasseverflüssigung (BtL), das Öko-Institut wollte noch die Kohleverflüssigung und empfahl den Diesel. Die Energiewende der Bundesregierung setzt hingegen auf Wasserstoff- und Elektroautos, während gleichzeitig der Stromverbrauch drastisch sinken soll. Nun war der Verzicht auf Elektroautos bei Amory Lovins und dem Öko-Institut ein expliziter Grund, warum auf Kernenergie verzichtet werden könnte.[3][1] Auch hier haben sich die Energie-Wender mit dem CO2-Glauben in einen Double Bind gebracht.
  • Niedertemperaturwärme: Im Atomzeitalter sollte mit Atomstrom geheizt werden, da dieser im Überfluss vorhanden sei. Aber auch Wärmepumpen und Kraft-Wärme-Kopplung waren als Optionen auf dem Tisch. Das Heizen mit Strom wurde von Amory Lovins abgelehnt, da es energetisch unsinnig sei, und damit viel zu teuer. Statt dessen sollte ein dezentrales System aus verschiedenen Quellen lokale Wärmespeicher bespeisen, über die lokale Verbraucher ihre Niedertemperaturwärme beziehen.[1] Das Öko-Institut plante hingegen Kraft-Wärme-Kopplung und Kohleverbrennung als Wärmelieferant, das Heizen mit Elektroenergie wurde ebenfalls abgelehnt.[3] Die Energiewende 2.0 möchte hingegen wieder mit Strom heizen. Nun war der Verzicht auf elektrische Heizung/Wärmepumpen bei Amory Lovins und dem Öko-Institut aber ein expliziter Grund, warum auf Kernenergie verzichtet werden könnte.
  • Prozesswärme: Da Prozesswärme für chemische Prozesse benötigt wird, muss der Energiebedarf entweder zwingend aus Kohle bzw Erdgas kommen, wenn das chemische Verfahren dies erfordert (zB Stahl, Zement, Glas, Keramik), oder er wird bereits durch Strom gedeckt. Zumindest war angedacht, dass der Hochtemperaturreaktor neben Kohleverflüssigung (Fischer-Tropsch-Synthese) auch weitere Bedarfe von Hochtemperaturwärme abdecken sollte. Zur Frage der Prozesswärme machte sich Amory Lovins keine Gedanken, ebenso wenig das Öko-Institut oder die Bundesregierung mit ihrer Energiewende. Etwa ein Fünftel des Endenergiebedarfes entfallen auf die Bereitstellung von Prozesswärme, fast vollständig im produzierenden Gewerbe. Es gibt von den Öko-Gläubigen kein Konzept, noch nicht einmal irgendeinen inhaltlich konkretisierten Ansatz, mit welchen Maßnahmen dieser Energiebedarf verringert werden könnte, oder CO2-neutral gemacht werden könnte. Bei den etablierten Produktionsverfahren chemischer Grundprodukte wie Ammoniak, Butadien oder Ethylen ist Kohlenstoff auch als Reaktionsbeteiligter bzw als Bestandteil des Endproduktes erforderlich.[5]

Bewertung

Eine der Verheißungen des Atomzeitalters war es, das preiswerte Energie im Überfluss verfügbar sei. Inzwischen ist der Trend soweit fortgeschritten, das Strom ein typisches Flatrate-Produkt ist.[14] Bei einem Endverbraucherpreis von unter 15 ct/kWh liegen die Erzeugungskosten von Wasser-, Kern- und Kohlestrom in den USA bei 1 – 3,5 ct/kWh, wobei die Brennstoffkosten von Kernkraftwerken bei 0,6 ct/kWh liegen (inkl. 0,1 ct/kWh Entsorgungsabgabe).[15] Zu beachten ist nun, dass alle Kosten ausser den Brennstoffkosten Fixkosten sind. Wenn ein Abnehmer nichts abnimmt, aber sich das Recht vorbehält, jederzeit Strom bis zur vertraglichen Grenze seines Anschlusses zu beziehen, muss der Versorger die volle Kraftwerks- und Netzkapazität jederzeit vorhalten und natürlich die entstehenden Kosten tragen. Dies führt zu der paradoxen Situation, dass ein sinken des Stromverbrauches zu einer Erhöhung des Strompreises führt. Damit wird Strom zum Flatrate-Produkt: Weil wie beim Internet die Benutzung der Leitung gegenüber den Infrastrukturkosten kaum ins Gewicht fällt, zahlt der Kunde einen Fixpreis und kann dann bis zum Anschlussgrenzwert so viel verbrauchen wie er will. Zumindest wäre es aber aufgrund der Kostenstruktur richtig, eine sehr hohe Grundgebühr und einen sehr niedrigen kWh-Preis zu verlangen.[14]

Dies führt zum Schnittstellencharakter der Elektrizität: Wie bei USB ist es egal, was am einen oder anderen Ende der Leitung hängt. Beide Bereiche können unabhängig voneinander geplant, gebaut und optimiert werden. Auf der einen Seite wird für bedarfsgerechten, preiswerten Strom gesorgt, der immer dann aus der Leitung kommt, wenn an ihr gesaugt wird, auf der anderen Seite werden immer mehr Dinge elektrifiziert: Die Kerze und Gasbeleuchtung wurde durch das elektrische Licht ersetzt, die Dampflok durch die E-Lok, der Kohleherd durch den Elektroherd, das durch menschliche Biomasse angetriebene Fahrrad durch das E-Bike, und in Zukunft auch das Auto durch das Elektroauto. Hinzu kamen die elektronischen Rechenmaschinen und viele weitere Helferlein, die alle ohne Elektrizität nicht funktionieren würden.

Mit der mittelalterlichen Ökoreligion geriet die Kernenergie als Energiequelle der Zukunft in den Mittelpunkt des Hasses auf die Moderne. Allerdings spielte der Ökologismus damals in Deutschland keine Rolle, und wurde nur von Randgruppen vertreten: Gegen den Bau von Block A des Kernkraftwerkes Biblis erhob nur ein einzelner Bürger Einspruch, gegen Block B, welcher ab 1972 gebaut wurde, waren es ganze acht.[16] Als die islamischen Länder im Herbst 1973 wieder einmal Israel überfielen, und die OPEC flankierend die Fördermengen drosselte, um die westlichen Länder auf islamische Linie zu pressen, wurde den Industriestaaten die Abhängigkeit von Erdöl schmerzlich deutlich. Aus Reaktion auf die islamische Erpressung startete das Bundeswirtschaftsministerium unter Hans Friderichs (FDP) die Kampagne mit dem Titel „Energiesparen – unsere beste Energiequelle“; die Regierung Befahl rigide Tempolimits und autofreie Sonntage, wodurch die Gedanken in die Breite der Bevölkerung getragen wurden. Die Außerkraftsetzung des Marktmechanismus von Angebot und Nachfrage, gepaart mit staatlicher Verzichtspropaganda, haben hier ihren Ursprung. In anderen Ländern des Westens wurde ähnlich verfahren, sodass die grünen Misanthropen nun einen argumentativen Fuß in der Türe hatten. Das Overton-Fenster war verschoben.

Amory Lovins begründet seinen Schritt hin zu „Sanfter Energie“ nicht nur mit der Abhängigkeit vom Öl, sondern auch mit steigenden Kosten für Unternehmensanleihen, die Kraftwerke und Strom immer teurer machen würden. Wegen dieser steigenden Kosten sollte ein alternatives Energieversorgungssystem „easy to understand and use without esoteric skills, accessible rather than arcane“ sein.[1] Durch die Ölkrise kam es in den USA allerdings zu einer Stagflation, wo hohe Arbeitslosigkeit und Inflation zusammenkam. Die Leitzinsen wurden auf über 10% getrieben, was die Beschaffung von Kapital verteuerte.[17] Die steigenden Refinanzierungskosten für Kredite hatten also nichts mit den Kraftwerken selbst zu tun, und fielen mit sinkenden Leitzinsen wieder. Das Öko-Institut begründete seine Energie-Wende mit der Abhängigkeit vom Öl, wobei die Geschwindigkeit der Ablösung entscheidend sei. Eine relative Energieunabhängigkeit der Bundesrepublik sei ebenfalls erstrebenswert.[3] Wie bei Amory Lovins fällt auf, dass beide seitenweise über Energieverzicht schreiben. Das eigentliche Kernproblem der Zeit, die durch die Ölkrise gezeigte Erdölabhängigkeit vor allem des automobilen Sektors, wird mit ein paar Sätzen mit Biomass-to-Liquid (BtL) bzw BtL und Kohleverflüssigung beantwortet. Dafür wird in manischer Fokussierung immer und immer wieder von Energieverzicht und Einsparungspotential geschrieben, und die Kernenergie als überflüssig dargestellt. Energieverzicht bzw Energiesparen war nun die Tugend, das Ziel das angestrebt werden sollte, um auf Kernenergie verzichten zu können – natürlich nur, wenn der Staat die Energiediät für alles und jeden befielt. Das Overton-Fenster wurde weiter verschoben, der Türöffner Erdölabhängigkeit war aus dem Fokus, herein kam die Verzichtsdiktatur Wolfgang Harichs.

Im die rotgrünen Strukturen weiter politisch zu festigen, wurde 1992 der Wissenschaftliche Beirat der Bundesregierung Globale Umweltveränderungen (WBGU) im Umfeld der Konferenz der Vereinten Nationen über Umwelt und Entwicklung, UNCED („Erdgipfel von Rio de Janeiro“) von der deutschen Bundesregierung als Beratungsgremium eingerichtet. Damit wurde eine direkte Pipeline für die Öko-Ideologie in die Politik gelegt, dh es spielt letztlich keine Rolle, welche Partei an der Macht ist: Alle Politikberatungen aus dieser Ecke werden immer linksgrünen Narrativen folgen, sodass linksgrüne Politik die Folge ist. Der Trend wurde nach der Machtergreifung von Rot-Grün fortgesetzt. 2001 wurde der Rat für Nachhaltige Entwicklung (RNE) als weiteres grünes Beeinflussungsorgan in die deutsche Politik gesetzt.



Man möchte das Atomzeitalter ohne Atome; der Energieanteil der Kernenergie soll durch Verzicht weggespart werden

Folgen

Weder der CO2-Glaube noch der Bau von Windrädern, Solarzellen und Faulgasreaktoren sind spezifisch Deutsch. Spezifisch deutsch ist die „Energiewende“, auch wenn die grün unterwanderte Wikipedia unter dem Fantasieartikel „Energiewende nach Staaten“ suggeriert, jedes Land dass Windräder und Solarzellen errichtet würde den Weg in die Energiediät gehen.[18] Das Bundeswirtschaftsministerium führte 2016 in seinem „Grünbuch Energieeffizienz“ allzu deutlich auf, was die Umsetzung der Energiediät für Deutschland ganz konkret bedeutet.[11] Der Energiebedarf der Bürger muss eingeschränkt werden, wenn das Füllhorn des Atomzeitalters nicht mehr zur Verfügung steht.

„Energie, so führt das Bundeswirtschaftsministerium in seinem aktuellen „Grünbuch Energieeffizienz“ aus, sei zentraler Produktions- und Mobilitätsfaktor und Grundvoraussetzung für das Funktionieren unseres Alltags. Dies werde auch in Zukunft so bleiben. Wahre Worte, denen man kluge Taten folgen lassen könnte. Wer aber angesichts dieser Prämisse seitens unserer Regierung die Gestaltung von Rahmenbedingungen zur Steigerung der Versorgungssicherheit bei gleichzeitig sinkenden Preisen erwartet, wird bitter enttäuscht. Denn nichts hat der Wirtschaftsminister weniger im Sinn, als mehr Wohlstand zu schaffen. Vielmehr geht es ihm laut Grünbuch darum ein hohes Wohlfahrtsniveau zu erhalten. Wohlfahrt statt Wohlstand erscheint im Lichte des Papiers als ein durchaus sinnvoller Begriffstausch. Steht „Wohlfahrt“ doch im alltäglichen Sprachgebrauch für staatliche Transferleistungen zur Sicherung von Grundbedürfnissen. Und wenn die im Grünbuch ausgebreiteten Ideen zur Umsetzung gelangen, werden viele Bürger in Zukunft ihr Grundbedürfnis nach Energie aus eigener Kraft nicht mehr stillen können.
Ein neues Leitprinzip namens Efficiency First ruft Gabriel als künftige Prämisse seiner Energiepolitik aus. Denn eine Energieeinheit, die eingespart werden könne, müsse nicht erzeugt, gespeichert und transportiert werden. Dadurch sänken die Energiekosten, was wiederum mehr Wertschöpfung und mehr Investitionen in Deutschland induziere. Letzteres stimmt aber nur dann, wenn die gesparten Mittel wieder in den Konsum fließen. Wer weniger Geld für das Heizen ausgibt, hat mehr für häufigere oder längere Reisen übrig. Durch effizientere Flugzeuge sinken die Ticketpreise und mehr Menschen können öfter fliegen. Wenn Kühlschrank, Waschmaschine und Trockner weniger Strom fressen, sind noch ein paar zusätzliche Verbraucher drin, ein größerer Fernseher beispielsweise oder ein leistungsstärkerer Computer. Und wenn Autos weniger verbrauchen, können mehr Nutzer eines unterhalten und längere Strecken mit ihm zurücklegen.
Es sind diese Rückkopplungen, neudeutsch auch Rebound-Effekte genannt, die den Kauf effizienterer Geräte rechtfertigen. Hersteller wiederum werden nur in eine energetische Optimierung ihrer Produkte investieren, wenn sie aufgrund dieses Effektes ein ausreichend großes Kundeninteresse erwarten können. Der Rebound ist nicht nur eine Folge steigender Effizienz, sondern auch ihre Ursache. Aber zu absoluten Verbrauchsminderungen führt dieser Zusammenhang nicht.
Genau deswegen dient Efficiency First nicht der Befeuerung von mehr Innovationen und mehr Investitionen in diesem Kreislauf, der eine Quelle unseres Wohlstands darstellt. Denn das oberste Ziel Sigmar Gabriels sind Einsparungen in allen Sektoren der Wirtschaft über alle Bedarfsfelder hinweg. Um dies zu erreichen gilt es vor allem, den Rebound zu verhindern. Hierzu setzt man beim Verbraucher an. Aus einer planerischen Perspektive, so heißt es entsprechend im Grünbuch, sollen Dimensionierung und Ausgestaltung des Systems vorrangig von der Nachfrageseite bestimmt werden.
Eine zielführende Idee besteht darin, den Verbraucher durch höhere Energiekosten zum Sparen zu zwingen. Flexible Abgaben werden vorgeschlagen, damit der Kunde weder von sinkenden Preisen für Energieträger, noch von effizienteren Produkten profitiert. Ganz gleich, was beispielsweise die Mineralölkonzerne unternehmen, eine atmende Steuer sorgt für einen gleichbleibend hohen Benzinpreis an der Zapfsäule. Reagieren die Automobilhersteller mit effizienteren Fahrzeugen, erhöht man die Steuer einfach weiter. Denn nur, wenn für viele Bürger die Nutzung eines PKW unerschwinglich wird, kann die gewünschte Reduzierung des Kraftstoffverbrauchs gelingen. Zur Not hilft eine Preissteuerung über bestimmte Mautmodelle, also horrende Straßennutzungsgebühren.
Man falle auch nicht auf die im Grünbuch angesprochene Sektorkopplung herein, die nichts anderes als die Darstellung aller Endenergie durch Elektrizität, also in Bezug auf Kraftfahrzeuge die Elektromobilität meint. Denn Strom wird bei weiterer Fortführung der Energiewende zu einem kostbaren und knappen Gut, wie die Verfasser des Pamphlets in überraschender Offenheit zugeben. Biomasse, so räumen sie außerdem ein, sei zwar universell einsetzbar (kein Wunder, handelt es sich doch um Kohlenwasserstoffe), aber ebenfalls knapp.
Sollten die preisgestaltenden Instrumente nicht ausreichen, hält das Grünbuch weitere Empfehlungen bereit. Etwa ordnungsrechtliche Vorschriften auf nationaler oder EU-rechtlicher Grundlage, die Ge- und Verbote beinhalten. Aber Achtung: Wichtige Voraussetzung für die Effektivität ordnungsrechtlicher Instrumente ist die Sicherstellung ihres Vollzugs. Intelligente Stromzähler, mit denen Behörden den heimischen Verbrauch kontrollieren können, helfen bei der Sicherstellung des Vollzugs natürlich ungemein, denn auf der Grundlage automatisierter Verbrauchserfassungen können individuelle Einsparpotentiale erkannt und quantifiziert werden. Über all dies geht die Idee der Mengensteuerung noch hinaus. Ein System von handelbaren Energiesparquoten soll zielgenau auch den Endenergie-Verbrauch absolut begrenzen, der nicht bereits dem europäischen Emissionshandel unterliegt.
Das Grünbuch Energieeffizienz beschreibt unter den drei Überschriften Mengensteuerung, Ordnungsrecht und Preissteuerung genau nicht den Weg zu mehr Energieeffizienz, sondern vielmehr den Eintritt in die vollendete Planwirtschaft im Energiebereich, in der der Staat bestimmt, welche Energieträger in welcher Menge zu welchen Preis und zu welchen Zwecken gehandelt werden dürfen. Der zentrale Produktions- und Mobilitätsfaktor und die Grundvoraussetzung für das Funktionieren unseres Alltags würde, sollten die Vorschläge aus dem Hause Gabriel Realität werden, vollständig von Behörden kontrolliert und reguliert werden. Und zwar in der Absicht, seine Verfügbarkeit und Verwendung massiv zu begrenzen. Als Folge unterbleiben Konsum und Investitionen in Innovationen. Wertschöpfung wird verhindert und Wohlstand vernichtet statt geschaffen.
Auch die zweite grüne Partei in der Regierung hat sich jüngst in klarer Formulierung diesem Ziel angeschlossen. Das Vorgehen gegen den Rebound-Effekt soll nach dem Willen des unionsgeführten Forschungsministeriums wissenschaftlich unterlegt werden. Eine wesentliche Voraussetzung für eine nachhaltige Entwicklung, so heißt es in der Bekanntmachung einer entsprechenden Förderlinie, bestünde darin, den Ressourcenverbrauch (inklusive Energie) zu beschränken. Man erwartet Empfehlungen für Maßnahmen zur Eindämmung von Rebound-Effekten, die politischen Entscheidungsträgern Instrumente zur Erreichung der Nachhaltigkeitsziele an die Hand geben. Wobei die zur Untersuchung vorgeschlagenen Ansätze vor allem die Erziehung des Verbrauchers zu Verhaltensänderungen und die Verhinderung von Innovationen betreffen. Das Grünbuch des Wirtschaftsministeriums wird mit solchen Studien passend ergänzt und unterfüttert.
Diese politischen Strategien, die Deutschland in die Energiearmut führen, sind vor dem Hintergrund der Energiewende notwendig. Jahrelang haben viele Politiker, Interessengruppen und Medien der Öffentlichkeit vorgegaukelt, es ginge lediglich darum, uns in ein Schlaraffenland sauberer in beliebigen Mengen zu geringen Kosten verfügbarer Energie aus Wind, Sonne und Energiepflanzen zu führen. Tatsächlich haben diese Alternativen aufgrund der geographischen Bedingungen hierzulande schlicht nicht das Potential, unseren gegenwärtigen Energiebedarf auch nur annähernd zu erfüllen. Dies wurde entweder verschwiegen oder nicht begriffen. Nun ist es amtlich bestätigt: Windräder, Solarzellen und Faulgasreaktoren bringen es nicht. Deswegen war die zentrale Idee hinter der Energiewende von Anfang an, unseren Primärenergiebedarf um die Hälfte zu reduzieren.Was wiederum nur mittels umfassender Regulierungen erzwungen werden kann. Es gibt keine andere Möglichkeit, die Energiewende umzusetzen, als die, die das Wirtschaftsministerium in seinem Grünbuch skizziert. Von daher agiert die Bundesregierung in dieser Thematik konsequent und folgerichtig. Sie wird diesen Weg weiter beschreiten, solange eine Mehrheit der Bevölkerung die Energiewende begrüßt. Angesichts der unzureichenden Tiefe der medialen Berichterstattung und angesichts der mangelnden Kampfbereitschaft der Wirtschaft ist in dieser Hinsicht auch keine Änderung zu erwarten.“
– Peter Heller[19]

Zitate

„Die Angst, die der Mensch heutzutage verspürt ist eine der größten Antriebe Sie hin zum Sozialismus zu führen. Der Mensch muss Angst vor der Zukunft haben. Und nur wenn er Angst vor der Zukunft hat muss er sagen: „Ich brauche eine Versicherung. Und die beste Versicherung ist, wenn der Staat sich um mich kümmert, weil dann kümmern sich alle um mich.“ Nein! Die kümmern sich um sich, und nicht um Sie. Das müssen Sie klar sehen. In sozialistischen Staaten sackt der Mittelwert der Einkommen rapide ab, und Sie sind mit hoher Wahrscheinlichkeit mit dabei. Da ist nicht mehr für Sie da.
[...]
Es wird in Zukunft neben diesen Fahrverboten Tempolimits geben, wieder ihre Freiheit weg, dann wird man die Autos aus der Stadt aussperren, Sie kommen dann nicht mehr rein, Sie müssen mit öffentlichen Verkehrsmitteln fahren. Wie gut das sein wird werden Sie sehen. Wie man sich in Stuttgart21 abmüht und nichts bezweckt, und Endstufe ist Berlin. Da fährt noch nicht mal die Hälfte der S-Bahnen pünktlich bzw überhaupt, eher überhaupt nicht. Nicht genügend Gerät, kein Geld da, nicht gewartet, Eisenbahner haben gestreikt [...] Die Zukunft des öffentlichen Personennahverkehrs ist düster. Preise steigen permanent, defizite wachsen wie verrückt, alles falsch was sie dort tun. Und am Ende wird man Sie, tja, Blade Runner, als Vieh in einer Riesenstadt wird man Sie halten. Oben ein paar Mächtige in der Partei und unten die "Gleichgeschalteten" denen man alles verboten hat. Die Zukunft im Sozialismus ist nicht golden. Die ist grau. Die ist regnerisch.
Schönstes Beispiel, können Sie sehen eine Grünenpolitikerin [Katharina Schulze] ist über Weinachten nach Kalifornien geflogen und hat sich dort einen schicken Latte gekauft, also CO2-reich nach Kalifornien geflogen, hat sich dort nen schicken Latte gekauft, Plastiklöffel drin, und hat sich dann ablichten lassen zum Posten auf Facebook, Instagram usw. Das ging dann rum. Die oberen von den Grünen, für die gilt das alles nicht. Das ist das Hauptproblem was wir haben werden. Es gibt Leute, die sich Ihnen überlegen sehen, mental, und Sie zu Ihrem "Glück" zwingen werden. Da führt gar kein Weg dran vorbei. Tja, das ist der Kulturmarxismus, der so langsam sich in unsere Kultur hineinfrisst; das Marx eigentlich ganz toll ist, ein Philosoph mit Zukunftsvisionen. Irgendeiner hat den dann schlecht gemacht und falsch interpretiert. Nein, der Sozialismus, der Marxismus von innen heraus ist zum Scheitern verurteilt, der wird nie, nie, niemals nie auf einen grünen Zweig kommen. Naja, auf einen grünen Zweig schon, aber nicht für Sie auf einen positiven Zweig.
– Horst Lüning[20]

Weblinks

Anmerkungen

A. - Der Klimaschwindel war damals noch nicht erfunden, weswegen Klimaveränderungen durch CO2 in Lovins Text keine Rolle für „Sanfte Energie“ spielen. Die von ihm verlinkten Studien (zb. The Effects of Doubling the CO2 Concentration on the climate of a General Circulation Model, Journal of the Atmospheric Sciences, Vol 32, 1974 via B. Bolin, Energy and Climate, Secretariat for Future Studies, 1975) gehen von einer Temperaturerhöhung um 2-3°C bei 600 ppm CO2 aus. Andere Studien, wie Rasool & Schneider, Atmospheric Carbon Dioxide and Aerosols: Effects of Large Increases on Global Climate, Science 09 Jul 1971 Vol. 173, Issue 3992, pp. 138-141 gingen hingegen von einer Sättigung der Temperaturerhöhung bei steigendem CO2-Gehalt der Atmosphäre aus.

B. - Wunderschön der Satz von Lovins: „guarding long-lived wastes against geological or social contingencies implies some form of hierarchical social rigidity or homogeneity to insulate the technological priesthood from social turbulence; and making political decisions about nuclear hazards which are compulsory, remote from social experience, disputed, unknown, or unknowable, may tempt governments to bypass democratic decision in favor of elitist technocracy.“ Passend dazu Hardmut Danisch zur soziologischen Kampfrhetorik: „[Die Geisteswissenschaften] sind ja auch der Meinung, dass man seine Behauptungen nicht zu belegen braucht, und es positive Beweise gar nicht gäbe, lehnen das als Positivismus ab. Es sei Aufgabe des Publikums, Thesen zu falsifizieren. Bis das Publikum das tut, habe jede beliebige Behauptung als wahr zu gelten. Macht das Publikum das aber, kann man das Publikum als rassistisch, sexistisch oder sowas und damit als unbeachtlich erklären.“

C. - Sachlich gesehen gibt es gemäß den Naturwissenschaften, des 1. Hauptsatzes der Thermodynamik natürlich keine „renewable energy“ bzw „Erneuerbaren Energien“. Allein die Wahl des Begriffes sollte dem aufmerksamen Betrachter eine Warnung sein. Man kann vermuten, dass der Begriff bewusst gewählt wurde um zu zeigen, dass man sich abseits der Limitationen von Naturwissenschaft, Technik und Ökonomie bewegt.

D. - Die Öko-Saga "Millionen Tote und zehntausende Jahre unbewohnbar" im Falle eines Reaktorunfalles war damals noch nicht Teil des öffentlichen Bewusstseins, und somit für Argumentationen ungeeignet.


Quellen

https://www.achgut.com/artikel/der_sonntagsfahrer_besuch_beim_riesenalk https://www.powermag.com/a-wind-experiment-the-hornsdale-wind-farm/?pagenum=2 https://www.tichyseinblick.de/kolumnen/lichtblicke-kolumnen/kein-strom-mehr-fuer-deutschland/ https://www.lausitz-medien.de/images/printmedienausgaben/LausitzMagazin-01-2019.pdf http://web.archive.org/web/20190422125143/https://www.lausitz-medien.de/images/printmedienausgaben/LausitzMagazin-01-2019.pdf https://www.achgut.com/artikel/der_sonntagsfahrer_goetterdaemmerung_im_kindergarten https://www.tichyseinblick.de/kolumnen/lichtblicke-kolumnen/spieglein-spieglein-mit-dem-ruecken-zur-wand/ https://www.forbes.com/sites/michaelshellenberger/2019/05/06/the-reason-renewables-cant-power-modern-civilization-is-because-they-were-never-meant-to/#44db7b6dea2b https://www.journalistenwatch.com/2019/05/12/oekostrom-ist-4-mal-teurer-als-kraftwerkstrom/ https://www.eike-klima-energie.eu/2019/05/10/warum-die-energiewende-ein-totes-pferd-ist-und-der-spiegel-unsinn-schreibt/ https://www.eike-klima-energie.eu/2019/05/12/wegen-gruener-schlafwandler-plant-die-deutsche-autoindustrie-den-exodus/ http://www.science-skeptical.de/politik/wohlfahrt-statt-wohlstand-gabriels-aufbruch-in-die-energiearmut/0015497/ quoting http://www.science-skeptical.de/blog/falsche-prioritaten-das-energiekonzept-der-bundesregierung/002884/ http://www.science-skeptical.de/blog/deutschlands-energiediat-teil-2-gegen-alle-trends/006687/ asymmetrie https://www.weltwoche.ch/ausgaben/2019-29/artikel/knuttis-gruner-schatten-die-weltwoche-ausgabe-29-2019.html wiki manipulation von grünen

  1. a b c d e f g h i j k l m n o p q r s t Amory B. Lovins: ENERGY STRATEGY: THE ROAD NOT TAKEN? Foreign Affairs, 1976. Abgerufen am 02.06.2019 (Archivierte Version bei Wayback Machine)
  2. ZEIT: Widersprüche aus Freiburg, Ausgabe 42, 1983
  3. a b c d e f g h i j k l m n o Florentin Krause, Hartmut Bossel, Karl-Friedrich Müller-Reißmann: Energieversorung der Bundesrepublik ohne Kernenergie und Erdöl, Öko-Institut, 1980
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