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Aktuelle Version vom 29. Februar 2020, 16:25 Uhr

„Umwelt“ (schutz) ist eine idealisierte abstrakte Sphäre.115) Kraft Werturteil ist sie stets am besten ohne Mensch, fallweise erträglich mit Mensch, und stets in Gefahr, sobald der Mensch sich anschickt, irgendetwas zu verändern. Folglich muß die „Umwelt“ „geschützt“ werden – vor dem Menschen! Eine ungeheure Flut medialer Volkspädagogik schürt diese Gefühlslage.116)

Das Problem mit diesem Begriff liegt darin, daß die Konkretisierung dessen, was eigentlich in Gefahr sein soll und warum, äußerst vage bleibt – es wird lediglich exemplarisch skizziert.117)

Diese bewußt herbeigeführte Entkopplung erlaubt das stillschweigende Einführen von Ideologie und filternden Werturteilen. Ähnlich einer Theaterbühne, auf der im ersten Jahr das Stück „Robbenbaby“ läuft und im zweiten Jahr das Stück „Eisbär“ 118), wird nur das „Umwelt“ genannt, womit die Produzenten das Publikum gerade emotional bewegen wollen:119)

  • Die Ästhetik einer Landschaft ist „Umwelt“ und damit heilig. Kein Transrapid 120), kein Flughafen und kein Kühlturm darf sie stören. Geht es jedoch um Windparks, ist die Landschaft nicht „Umwelt“. Die „Umweltschützer“ sind abgetaucht. Oder sie trommeln für „Erneuerbare Energie“. Denn die „schont ja die Umwelt“ (s.o.).121)
  • Solaranlagen blenden die Nachbarn.122) Und sie enthalten Cadmium und Tellur, „Energiesparlampen“ Quecksilber. Diese Stoffe sind hochgiftig. Gefährden sie also „die Umwelt“? Entsorgung? Die Umweltretter schweigen.  *Monokulturen „gefährden die Artenvielfalt“. Werden aber ganze Landstriche mit Mais bepflanzt - für „Bio-Sprit“ - ist alles gut.
  • Pflanzen leben vom CO2, aber das ist böse: „das Umweltgift“!
  • rohstoffbedarf kkw vs offshore wind

„Nachhaltigkeit“ lobt ein Tun, das vorgeblich die Lebensgrundlagen zukünftiger Generationen bewahrt.123) Aber was heißt das? Ebenso wie „Umwelt“ ist „Nachhaltigkeit“ lediglich eine Worthülse, die durch jahrelange Werbung in den Köpfen der Menschen mit positiven Attributen vorbelegt wurde. „Nachhaltig“ ist immer „gut“. In einer politischen Diskussion kann der jeweilige Wortführer eine solche Hülse benutzen, indem er beliebige Inhalte hineinfüllt. Er kann so jede Aktivität für „nachhaltig“ oder für „nicht nachhaltig“ erklären. Das erinnert an einen sehr viel älteren Begriff, der genauso benutzt wurde. Der lautete: „gottgefällig“!

Wann aber wirken solche Vokabeln? Das hängt davon ab, wem das Volk die Deutungshoheit zuspricht. Der Kampf um die Deutungshoheit bestimmt das Schicksal Deutschlands in Bezug auf den Erhalt seines Wohlstandes und seiner industriellen Basis.124)



115) Eine gesetzliche Definition von „Umwelt“ steht z.B. in § 2 Abs. 1 UVPG. Danach umfaßt „Umwelt“ folgende Sphären: 1. Menschen, einschließlich der menschlichen Gesundheit, Tiere, Pflanzen und die biologische Vielfalt, 2. Boden, Wasser, Luft, Klima und Landschaft, 3. Kulturgüter und sonstige Sachgüter sowie 4. die Wechselwirkung zwischen den vorgenannten Schutzgütern

116) Während diese Volkspädagogik auf die Bevölkerung einhämmert (vgl. Abb. 67), wird der überwiegend aus Zwangsabgaben der Bürger finanzierte Sektor der Volkswirtschaft, der die grüne Ideologie bedient, ständig weiter aufgeblasen: „Das Anliegen Willy Brandts nach mehr Umweltschutz hat auch bewirkt, dass Deutschland, 50 Jahre nach seiner Rede, in vielen ‚grünen‘ Zukunftsmärkten Marktführer geworden ist. Schon heute arbeiten rund 1,8 Millionen Menschen in der Umweltwirtschaft“ (Jochen Flasbarth, Präsident des UBA).

117) Insbesondere der Biologe Josef Reichholf hat sich immer wieder zu dem heute verbreiteten irrigen Natur- und Umweltverständnis geäußert, etwa zu dem vom „Gleichgewicht der Natur“:

118) In den 1970er Jahren war ein vorrangiges Ziel der „Umweltschützer“ die Rettung der Robbenbabies. Jägern wurde vorgeworfen, die Tiere nur um des Fells willen grausam zu erschlagen und dann die Kadaver liegenzulassen. Das Fernsehen zeigte Männer mit Knüppeln und blutrot gefärbten Schnee. In den 1990ern wurde dann in der Arktis ein noch schutzwürdigeres Tier entdeckt: der Eisbär. Der Vorwurf (neu): der Eisbär stirbt aus, weil das Eis schmilzt – er verhungert. Das Problem: Eisbären fressen kein Eis, sondern Robben. Und insbesondere trächtige sowie sehr junge Eisbären fressen vorzugsweise Robbenbabies. Dabei verzehren die Bären oft nur das Fell und die dicke Speckschicht. Den Rest lassen sie liegen, unbeachtet von den Medien, das Blut bleibt ungefilmt. Polarfüchse und Vögel verwerten die Kadaver: sie freuen sich über Jäger und Bären gleichermaßen. www.seaworld.org/animal-info/info-books/polar-bear/diet.htm . Wie sich im Nachhinein zeigt, ging es bei der Kampagne nicht um das Robbenbaby, sondern es ging beim Robbenbaby um die Kampagne. Ausführlich zu den Eisbären s. EN 166.

119) Der Katalog der Öko-Heuchelei läßt sich fortsetzen:

  • Feinstaub ist schrecklich. Der Feinstaubausstoß in Deutschland ist allerdings seit den Nachkriegsjahren dank besserer Verbrennungsanlagen und Filterung von Abgasen aber auch durch Abwanderung oder Untergang eines großen Teils der Industrie auf einen Bruchteil zurückgegangen. Nachdem dieses Problem von früher seit längerer Zeit gelöst ist, inszenieren sich jetzt die Politiker auf Kosten der Autofahrer mit „Umweltzonen“ und Fahrverboten. Oft dieselben Politiker feiern Heizungen für Holzpellets als besonders „nachhaltig“, obwohl diese bis zu 1200 mal soviel Staub erzeugen wie die fast staubfreien Gas- und Ölheizungen: www.iwo.de/fileadmin/user_upload/Dateien/Fachwissen/OeHA_ Artikel_Feinstaubstudie.pdf. Der Einbau von Pelletheizungen wird vom ansonsten eher staubfeindlichen BMU aus dem Steuertopf bezuschußt. „Umweltzonen“ spielen dabei keine Rolle
  • Bevölkerung und Industrie sollen die Bahn benutzen. Will aber jemand die Bahninfrastruktur verbessern (Transrapid, „Stuttgart 21“), wird blockiert durch Kampagnen und Prozesse.
  • Stop-and-Go-Verkehr in Städten verursacht Lärm- und Abgase, und einen erheblichen Mehrverbrauch an Kraftstoffen. Sollen aber Umgehungsstraßen gebaut werden (oder Autobahnen wie der Münchner „Südring“), machen die „Umweltschützer“ mobil

120) Das Thema „Transrapid“ hatten wir 2006 in unserem allerersten Grundsatzreport analysiert. Interessant ist im Nachhinein, wie sehr seinerzeit die Öko-NGOs darauf bestanden hatten, daß der Transrapid die Landschaft verschandele:  Bund Naturschutz: www.bundnaturschutz.de/themen/verkehr/transrapid.html  Greenpeace: www.greenpeace-magazin.de/index.php?id=4795  Robin Wood: www.robinwood.de/german/presse/970730.htm www.robinwood.de/german/brosch.htm#transrapid Gegen Windparks und Solaranlagen unterbleibt dieser Vorwurf. Viele Anhänger dieser Organisationen leben in einer träumerischen Parallelwelt, die sie durch einen undurchsichtigen Vorhang aus Desinformation, doppelten ethischen Standards und unübersehbarer Heuchelei von der Realität abschotten.

123) Erklärt und begründet wird der Begriff „Nachhaltigkeit“ zumeist mit dem „Gleichnis vom Waldeigentümer“, der einen abgeholzten Wald wieder aufforstet, obwohl die danach aufwachsenden Bäume erst Generationen später wieder eingeschlagen werden könnten. Damit soll ein ethisch gebotenes Handlungsprinzip begründet werden, zu dessen Gunsten das der Wirtschaftlichkeit zurückzustellen sei. Übersehen wird, daß in einer Marktwirtschaft der Wert des bepflanzten Grundstücks durch das Aufwachsen der jungen Bäume Jahr für Jahr zunimmt. Ein Forstbetrieb, der abgeerntete Waldflächen wieder aufforstet, handelt also keineswegs altruistisch, sondern aus Eigeninteresse im besten marktwirtschaftlichen Sinne. Die Einführung einer normativen Kategorie „Nachhaltigkeit“ ist hier schlicht überflüssig.

124) Leider sind sich die meisten Unternehmen dieser schicksalhaften Herausforderung noch nicht bewußt. Statt dessen ist es in vielen Firmen opportunistische Mode geworden, in der Unternehmenskommunikation Nachhaltigkeitsschwüre zu leisten, das „Klima zu schützen“ und „grüne Energie“ zu preisen.

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http://www.science-skeptical.de/energieerzeugung/zurueck-zur-natur-von-den-walen-lernen/0014777/ http://www.science-skeptical.de/energieerzeugung/nachhaltigkeit-was-ist-das/0011267/ https://www.achgut.com/artikel/svenja_schulze_und_die_nachhaltigen_algorithmen http://apollo-news.net/postsozialismus-die-zukunft-der-vergangenheit/



https://www.covra.nl/en/radioactive-waste/the-art-of-preservation/ https://www.oecd-nea.org/rwm/profiles/Netherlands_report_web.pdf https://epub.wupperinst.org/frontdoor/deliver/index/docId/2602/file/2602_EUDecommFunds_NL.pdf https://www.world-nuclear.org/information-library/nuclear-fuel-cycle/nuclear-waste/storage-and-disposal-of-radioactive-waste.aspx https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Covra_het_gebouw.JPG https://de.wikipedia.org/wiki/Lithosph%C3%A4re https://www.ft.dk/samling/20141/almdel/MIU/bilag/102/1440568.pdf https://www.covra.nl/app/uploads/2019/08/CORA-Summary.pdf https://www.wmsym.org/archives/2002/Proceedings/26/28.pdf