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Kernkraftwerk Rostow: Unterschied zwischen den Versionen

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== Geschichte ==
 
== Geschichte ==
Aus sieben verschiedenen Standorten für ein Kernkraftwerk hatte man sich für den Standort nahe der Stadt Wolgodonsk entschieden. Die Anlage soll ein Teil des Stromsystems des Nordkaukasus werden. In diesem Stromnetz waren die Kapazitäten Rückläufig. Am 13. Oktober 1979 hatte der Ministerrat der Russischen Förderalen Sowjetrepublik und das Ministerium für Energie und Elektrifizierung das Kernkraftwerk Rostow offiziell genehmigt. Der erste Spatenstich für die Anlage wurde am 28. Oktober 1979 getätigt, als Zeremonie für den Baubeginn.{{Ref|1}} Der Bau des ersten Reaktors begann nach dem Aushub der Baugrube und Gießen des Fundaments am 1. September 1981 und der zweite Block folgte am 1. Mai 1983.{{Ref|2}}
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Aus sieben verschiedenen Standorten für ein Kernkraftwerk hatte man sich für den Standort nahe der Stadt Wolgodonsk entschieden. Die Anlage soll ein Teil des Stromsystems des Nordkaukasus werden. In diesem Stromnetz waren die Kapazitäten rückläufig. Am 13. Oktober 1979 hatte der Ministerrat der Russischen Förderalen Sowjetrepublik und das Ministerium für Energie und Elektrifizierung das Kernkraftwerk Rostow offiziell genehmigt. Der erste Spatenstich für die Anlage wurde am 28. Oktober 1979 getätigt, als Zeremonie für den Baubeginn.{{Ref|1}} Der Bau des ersten Reaktors begann nach dem Aushub der Baugrube und Gießen des Fundaments am 1. September 1981 und der zweite Block folgte am 1. Mai 1983.{{Ref|2}}
  
Als es im Jahr 1986 zur [[Katastrophe von Tschernobyl]] kam, hatte der Ministerrat der Oblast Rostow entschieden, den Bau im Jahr 1990 bis auf weiteres zu stoppen.{{Ref|1}} Trotz dessen wurde noch am 1. Januar 1989 mit de Bau des dritten Reaktors begonnen.{{Ref|3}} Im Jahr 1990 wurde der Bau sogar als Unzulässig erklärt. Im Jahr 1992, nachdem die Sowjetunion zerfallen war, wurde begonnen, das Projekt neu zu Prüfen. Dabei stellte sich heraus, dass das Rostow-Projekt die Sicherheitsnormen vollkommen entsprechen würde. Zu Beginn des Baustopps war der erste Block zu 95 % fertig und der zweite Block zu 47 % komplett.{{Ref|1}}{{Ref|4}}
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Als es im Jahr 1986 zur [[Katastrophe von Tschernobyl]] kam, hatte der Ministerrat der Oblast Rostow entschieden, den Bau im Jahr 1990 bis auf weiteres zu stoppen.{{Ref|1}} Trotz dessen wurde noch am 1. Januar 1989 mit dem Bau des dritten Reaktors begonnen.{{Ref|3}} Im Jahr 1990 wurde der Bau sogar als unzulässig erklärt. Im Jahr 1992, nachdem die Sowjetunion zerfallen war, wurde begonnen, das Projekt neu zu prüfen. Dabei stellte sich heraus, dass das Rostow-Projekt den Sicherheitsnormen vollkommen entsprechen würde. Zu Beginn des Baustopps war der erste Block zu 95 % fertig und der zweite Block zu 47 % komplett.{{Ref|1}}{{Ref|4}}
  
 
=== Wiederaufnahme des Bau ===
 
=== Wiederaufnahme des Bau ===
 
[[Datei:RIAN archive 155731 The Volgodonsk NPP.jpg|miniatur|links|Die Anlage im Juni 2007]]
 
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[[Minatom]] hatte sich später entschieden den Bau wieder aufzunehen. Ein Grund war der große Mangel an Elektrizität in der Regaion Rostow. Rechnerisch ist der Preis für die Kilowattstunde etwa dreimal so hoch, als wenn er Lokal erzeugt werden würde. Der Grund liegt darin, dass der Strom aus anderen Regionen in Russland Importiert werden muss. Man wollte deshalb zwei der Reaktoren bis 1998 und 2000 ans Netz bringen. Dadurch wären 2000 MW mehr Elektrizität vorhanden, die Lokal erzeugt werden und daher der Strompreis auch fallen würde. Die Kosten für die Vollendung des ersten Reaktors betragen 300 Millionen Dollar. Minatom selber wollte 100 Millionen übernehmen. Die restlichen 200 Millionen sollen von inländischen Banken kommen und von dem französischen Stromkonzern Electricite de France. Minatom würde sogar zusätzlich noch weitere 600 Millionen Dollar für den zweiten Reaktor zur Verfügung stellen. Ursprünglich sollten erst einmal vier Reaktoren gebaut werden. Zwei reichen aber in diesem Fall vollkommen aus.{{Ref|4}}
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[[Minatom]] hatte sich später entschieden den Bau wieder aufzunehen. Ein Grund war der große Mangel an Elektrizität in der Regaion Rostow. Rechnerisch ist der Preis für die Kilowattstunde etwa dreimal so hoch, als wenn er Lokal erzeugt werden würde. Der Grund liegt darin, dass der Strom aus anderen Regionen in Russland importiert werden muss. Man wollte deshalb zwei der Reaktoren bis 1998 und 2000 ans Netz bringen. Dadurch wären 2000 MW mehr Elektrizität vorhanden, die Lokal erzeugt werden und daher der Strompreis auch fallen würde. Die Kosten für die Vollendung des ersten Reaktors betragen 300 Millionen Dollar. Minatom selber wollte 100 Millionen übernehmen. Die restlichen 200 Millionen sollen von inländischen Banken kommen und von dem französischen Stromkonzern Electricite de France. Minatom würde sogar zusätzlich noch weitere 600 Millionen Dollar für den zweiten Reaktor zur Verfügung stellen. Ursprünglich sollten erst einmal vier Reaktoren gebaut werden. Zwei reichen aber in diesem Fall vollkommen aus.{{Ref|4}}
  
Für die Region Rostow prognostizierte man, dass in den nächsten Jahren bis zum Jahr 2000 etwa 1000 MW an Kapazitäten verlorgen gehen würden. Daher würde das Stromdefizit der Region auf 1500 MW steigen. Das Kernkraftwerk Rostow sollte dem entgegen wirken. Ein weiterer Grund, weshalb Minatom einen Weiterbau bevorzugt ist, dass die Abrisskosten in Höhe von 8 Milliarden Sollar wesentlich höher sind und die Kasse von Minatom zu stark belasten würde.{{Ref|4}} Der bau der Anlage wurde letztlich am 21. Juli 1998 wieder aufgenommen. Allerdings nur der Bau des ersten und des zweiten Reaktors. Das Projekt wurde nun unter dem Namen ''"Wolgodonsk"'' fortgeführt.{{Ref|1}} Später wurde die Anlage nach einen Beschluss von Rosatom wieder in Rostow umbenannt.
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Für die Region Rostow prognostizierte man, dass in den nächsten Jahren bis zum Jahr 2000 etwa 1000 MW an Kapazitäten verlorgen gehen würden. Daher würde das Stromdefizit der Region auf 1500 MW steigen. Das Kernkraftwerk Rostow sollte dem entgegen wirken. Ein weiterer Grund, weshalb Minatom einen Weiterbau bevorzugt ist, dass die Abrisskosten in Höhe von 8 Milliarden Dollar wesentlich höher sind und die Kasse von Minatom zu stark belasten würde.{{Ref|4}} Der Bau der Anlage wurde letztlich am 21. Juli 1998 wieder aufgenommen. Allerdings nur der Bau des ersten und des zweiten Reaktors. Das Projekt wurde nun unter dem Namen ''"Wolgodonsk"'' fortgeführt.{{Ref|1}} Später wurde die Anlage nach einen Beschluss von Rosatom wieder in Rostow umbenannt.
  
 
=== Betrieb ===
 
=== Betrieb ===
Der erste Reaktor nahm am 30. März 2001 den Betrieb auf. Am Ende des Jahres wurde der Reaktor am 25. Dezember 2001 dem Betreiber Rosenergoatom (heute Energoatom Konzern) übergeben.{{Ref|3}} Der zweite Block wurde erstmals am 21. Januar 2010 um 9:23&nbsp;Uhr Kritisch gefahren, was den letzten Schritt der physischen Inbetriebnahme einleitet vor Betriebsaufnahme.{{Ref|6}} Am vierten August 2010 erreichte der Block erstmals die volle Nennleistung. <!-- http://www.rosenergoatom.ru/rus/press/news/article/?article-id=63D9AC79-0645-4D1F-B6B3-FE68510502CA -->
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Der erste Reaktor nahm am 30.&nbsp;März 2001 den Betrieb auf. Am Ende des Jahres wurde der Reaktor am 25.&nbsp;Dezember 2001 dem Betreiber Rosenergoatom (heute Energoatom Konzern) übergeben.{{Ref|3}} Der zweite Block wurde erstmals am 21.&nbsp;Januar 2010 um 9:23&nbsp;Uhr Kritisch gefahren, was den letzten Schritt der physischen Inbetriebnahme einleitet vor Betriebsaufnahme.{{Ref|6}} Am vierten August 2010 erreichte der Block erstmals die volle Nennleistung. <!-- http://www.rosenergoatom.ru/rus/press/news/article/?article-id=63D9AC79-0645-4D1F-B6B3-FE68510502CA -->
  
 
=== Ereignisse ===
 
=== Ereignisse ===
Am 15. Juni 2008 hatten Medien eine Falschmeldung verbreitet. Amerikanische Satelliten sollen einen Strahlenpegel von 60&nbsp;[[Röntgen|Microröntgen]] in der Umgebung des Kernkraftwerks Rostow festgestellt haben. Rosenergoatom hatte darauf verwiesen, dass alle russischen Kernkraftwerke sich normal in Betrieb befinden und keine erhöhte Strahlung in die Umwelt abgeben.{{Ref|5}}
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Am 15.&nbsp;Juni 2008 hatten Medien eine Falschmeldung verbreitet. Amerikanische Satelliten sollen einen Strahlenpegel von 60&nbsp;[[Röntgen|Microröntgen]] in der Umgebung des Kernkraftwerks Rostow festgestellt haben. Rosenergoatom hatte darauf verwiesen, dass alle russischen Kernkraftwerke sich normal in Betrieb befinden und keine erhöhte Strahlung in die Umwelt abgeben.{{Ref|5}}
  
 
=== Technische Details ===
 
=== Technische Details ===
Die beiden Reaktoren des Kernkraftwerks Rostow sind Ausgestattet mit Reaktoren vom Typ [[WWER|WWER-1000/320I]] wobei das I für ''"Improvement Safety"'' steht, was so viel heißt wie ''"Erweiterte Sicherheit"''. Die Reaktorleistung liegt bei 3000&nbsp;MWth und Elektrisch bei 950&nbsp;MW netto und 1000&nbsp;MW brutto.{{Ref|2}}{{Ref|7}}
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Die beiden Reaktoren des Kernkraftwerks Rostow sind Ausgestattet mit Reaktoren vom Typ [[WWER|WWER-1000/320I]] wobei das I für ''"Improvement Safety"'' steht, was so viel heißt wie ''"Erweiterte Sicherheit"''.<!-- sicher, dass es "Improvement" heißt?; die passende Übersetzung wäre "improved", als Adjektiv --> Die Reaktorleistung liegt bei 3000&nbsp;MWth und Elektrisch bei 950&nbsp;MW netto und 1000&nbsp;MW brutto.{{Ref|2}}{{Ref|7}}
  
 
== Sonstiges ==
 
== Sonstiges ==
Das Kernkraftwerk stellt ein Vorzeigeobjekt der russischen Nuklearindustrie dar und ist zusam das jüngste russische Kernkraftwerk. Unter anderem wurde die Fassade des Containments, im oberen Bereich des Gebäudes, mit den Farben der russischen Nationalflagge versehen.
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Das Kernkraftwerk stellt ein Vorzeigeobjekt der russischen Nuklearindustrie dar und ist zudem das jüngste russische Kernkraftwerk. Unter anderem wurde die Fassade des Containments, im oberen Bereich des Gebäudes, mit den Farben der russischen Nationalflagge versehen.
  
 
== Daten der Reaktorblöcke ==
 
== Daten der Reaktorblöcke ==

Version vom 2. März 2012, 16:46 Uhr

Kernkraftwerk Rostow
RIAN archive 893369 Work at Rostov nuclear power plant.jpg
Standort
Land Flag of Russia.svg Russische Föderation
Oblast Rostow
Ort Wolgodonsk
Koordinaten 47° 36′ 3″ N, 42° 22′ 26″ OTerra globe icon light.png 47° 36′ 3″ N, 42° 22′ 26″ O
Reaktordaten
Eigentümer JSC Rosenergoatom Konzern
Betreiber JSC Rosenergoatom Konzern
Vertragsjahr 1979
Betriebsaufnahme 2001
Im Bau 2 (2340 MW)
Im Betrieb 2 (2000 MW)
Pläne gestoppt 2 (2000 MW)
Einspeisung
Eingespeiste Energie im Jahr 2008 7745 GWh
Eingespeiste Energie seit 2001 55065 GWh
Stand der Daten 2. September 2009
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Die Quellen für diese Angaben sind in der Zusatzinformation einsehbar.

Das Kernkraftwerk Rostow (russisch Ростовская АЭС anhörenBeschreibungsseite der Audiodatei mit Lizenzangaben), ehemals Kernkraftwerk Wolgodonsk (russisch Волгодонская АЭС anhörenBeschreibungsseite der Audiodatei mit Lizenzangaben, kurz ВАЭС, deutsch WAES), steht 13 Kilometer von der Stadt Wolgodonsk entfernt in der Russischen Oblast Rostow. Die Entfernung zur Stadt Rostow am Don liegt bei 190 Kilometer. Das Kernkraftwerk selbst ist am Zimljansker Stausee gelegen, aus dem auch das Kühlwasser bezogen wird.

Geschichte

Aus sieben verschiedenen Standorten für ein Kernkraftwerk hatte man sich für den Standort nahe der Stadt Wolgodonsk entschieden. Die Anlage soll ein Teil des Stromsystems des Nordkaukasus werden. In diesem Stromnetz waren die Kapazitäten rückläufig. Am 13. Oktober 1979 hatte der Ministerrat der Russischen Förderalen Sowjetrepublik und das Ministerium für Energie und Elektrifizierung das Kernkraftwerk Rostow offiziell genehmigt. Der erste Spatenstich für die Anlage wurde am 28. Oktober 1979 getätigt, als Zeremonie für den Baubeginn.[1] Der Bau des ersten Reaktors begann nach dem Aushub der Baugrube und Gießen des Fundaments am 1. September 1981 und der zweite Block folgte am 1. Mai 1983.[2]

Als es im Jahr 1986 zur Katastrophe von Tschernobyl kam, hatte der Ministerrat der Oblast Rostow entschieden, den Bau im Jahr 1990 bis auf weiteres zu stoppen.[1] Trotz dessen wurde noch am 1. Januar 1989 mit dem Bau des dritten Reaktors begonnen.[3] Im Jahr 1990 wurde der Bau sogar als unzulässig erklärt. Im Jahr 1992, nachdem die Sowjetunion zerfallen war, wurde begonnen, das Projekt neu zu prüfen. Dabei stellte sich heraus, dass das Rostow-Projekt den Sicherheitsnormen vollkommen entsprechen würde. Zu Beginn des Baustopps war der erste Block zu 95 % fertig und der zweite Block zu 47 % komplett.[1][4]

Wiederaufnahme des Bau

Die Anlage im Juni 2007

Minatom hatte sich später entschieden den Bau wieder aufzunehen. Ein Grund war der große Mangel an Elektrizität in der Regaion Rostow. Rechnerisch ist der Preis für die Kilowattstunde etwa dreimal so hoch, als wenn er Lokal erzeugt werden würde. Der Grund liegt darin, dass der Strom aus anderen Regionen in Russland importiert werden muss. Man wollte deshalb zwei der Reaktoren bis 1998 und 2000 ans Netz bringen. Dadurch wären 2000 MW mehr Elektrizität vorhanden, die Lokal erzeugt werden und daher der Strompreis auch fallen würde. Die Kosten für die Vollendung des ersten Reaktors betragen 300 Millionen Dollar. Minatom selber wollte 100 Millionen übernehmen. Die restlichen 200 Millionen sollen von inländischen Banken kommen und von dem französischen Stromkonzern Electricite de France. Minatom würde sogar zusätzlich noch weitere 600 Millionen Dollar für den zweiten Reaktor zur Verfügung stellen. Ursprünglich sollten erst einmal vier Reaktoren gebaut werden. Zwei reichen aber in diesem Fall vollkommen aus.[4]

Für die Region Rostow prognostizierte man, dass in den nächsten Jahren bis zum Jahr 2000 etwa 1000 MW an Kapazitäten verlorgen gehen würden. Daher würde das Stromdefizit der Region auf 1500 MW steigen. Das Kernkraftwerk Rostow sollte dem entgegen wirken. Ein weiterer Grund, weshalb Minatom einen Weiterbau bevorzugt ist, dass die Abrisskosten in Höhe von 8 Milliarden Dollar wesentlich höher sind und die Kasse von Minatom zu stark belasten würde.[4] Der Bau der Anlage wurde letztlich am 21. Juli 1998 wieder aufgenommen. Allerdings nur der Bau des ersten und des zweiten Reaktors. Das Projekt wurde nun unter dem Namen "Wolgodonsk" fortgeführt.[1] Später wurde die Anlage nach einen Beschluss von Rosatom wieder in Rostow umbenannt.

Betrieb

Der erste Reaktor nahm am 30. März 2001 den Betrieb auf. Am Ende des Jahres wurde der Reaktor am 25. Dezember 2001 dem Betreiber Rosenergoatom (heute Energoatom Konzern) übergeben.[3] Der zweite Block wurde erstmals am 21. Januar 2010 um 9:23 Uhr Kritisch gefahren, was den letzten Schritt der physischen Inbetriebnahme einleitet vor Betriebsaufnahme.[6] Am vierten August 2010 erreichte der Block erstmals die volle Nennleistung.

Ereignisse

Am 15. Juni 2008 hatten Medien eine Falschmeldung verbreitet. Amerikanische Satelliten sollen einen Strahlenpegel von 60 Microröntgen in der Umgebung des Kernkraftwerks Rostow festgestellt haben. Rosenergoatom hatte darauf verwiesen, dass alle russischen Kernkraftwerke sich normal in Betrieb befinden und keine erhöhte Strahlung in die Umwelt abgeben.[5]

Technische Details

Die beiden Reaktoren des Kernkraftwerks Rostow sind Ausgestattet mit Reaktoren vom Typ WWER-1000/320I wobei das I für "Improvement Safety" steht, was so viel heißt wie "Erweiterte Sicherheit". Die Reaktorleistung liegt bei 3000 MWth und Elektrisch bei 950 MW netto und 1000 MW brutto.[2][7]

Sonstiges

Das Kernkraftwerk stellt ein Vorzeigeobjekt der russischen Nuklearindustrie dar und ist zudem das jüngste russische Kernkraftwerk. Unter anderem wurde die Fassade des Containments, im oberen Bereich des Gebäudes, mit den Farben der russischen Nationalflagge versehen.

Daten der Reaktorblöcke

Das Kernkraftwerk Rostow hat zwei Reaktorblöcke, die sich in Betrieb befinden. Zwei weitere sind im Bau. Von zwei weiteren Reaktoren wurden die Planungen gestoppt.

Reaktorblock[2][7] Reaktortyp Leistung Baubeginn Netzsyn
chronisation
Kommer-
zieller Betrieb
Stilllegung
Netto Brutto
Rostow-1 WWER-1000/320I 950 MW 1000 MW 01.09.1981 30.03.2001 25.12.2001
Rostow-2 WWER-1000/320I 950 MW 1000 MW 01.05.1983 18.03.2010
Rostow-3 WWER-1000/320I 1011 MW 1070 MW 15.09.2009
Rostow-4 WWER-1000/320I 1011 MW 1070 MW 16.06.2010
Rostow-5[9] WWER-1000/320 950 MW 1000 MW Planungen gestoppt
Rostow-6[10] WWER-1000/320 950 MW 1000 MW Planungen gestoppt

Einzelnachweise

Siehe auch

Icon NuclearPowerPlant-green.svg Portal Kernkraftwerk