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Kernkraftwerk Harbin

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Kernkraftwerk Harbin
Standort
Land Flag of the People's Republic of China.svg Volksrepublik China
Provinz Heilongjiang
Ort Tonghe
Koordinaten 45° 58′ 52″ N, 128° 56′ 6″ OTerra globe icon light.png 45° 58′ 52″ N, 128° 56′ 6″ O
Reaktordaten
Eigentümer China National Nuclear Corporation
Betreiber China Institute Of Atomic Energy
Geplant 2 (2200 MW)
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Die Quellen für diese Angaben sind in der Zusatzinformation einsehbar.

Das Kernkraftwerk Harbin (chinesisch 哈尔滨核电站) soll nahe der Ortschaft Tonghe in der chinesischen Provinz Heilongjiang entstehen. Die am Songhuajiang gelegene Anlage soll aus politischen Gründen errichtet werden.

Geschichte

Unabhängig von dem Projekt der China Guangdong Nuclear Power Company, die im September 2009 ein Abkommen mit der Stadt Jiamusi für ein Kernkraftwerk unterzeichnete,[1] begann die China Huaneng Group mit der Evaluierung von mehreren Standorten in der Provinz Heilongjiang für ein Kernkraftwerk mit zwei Blöcken. Bis zum 10. Juni 2010 konnten 11 Standorte ausfindig gemacht werden, die für ein Kernkraftwerk geeignet wären.[2] Diese Auswahl wurde binnen einer Woche auf vier potentielle Standorte reduziert nahe Hailin, Fangzhen und Tonghe auf Basis der ersten Evaluierungsrunde, die in der folgenden Runde spezifiziert wurde.[3] Am 17. Juni 2010 kündigte die regionale Tochtergesellschaft der China Huaneng Group an, die Huaneng Heilongjiang Power Generation Limited, die Planungen zu spezifizieren. Anders als zuvor vorgesehen soll der Standort nicht zwei sondern vier Blöcke beherbergen mit einer installierten Gesamtleistung von 4 GW. Der Bau sollte nach Plan in zwei Abschnitten erfolgen mit zwei Blöcke je Bauabschnitt.[4] Sie letztendliche Standortwahl sollte seitens der regionalen Tochter Huaneng Heilongjiang Power Generation Limited erfolgen, nicht durch den Mutterkonzern.[5]

Bereits Anfang Juni 2014 sendete Rosatom ein Angebot nach China im Rahmen eines Besuchs von Präsident Wladimir Putin, über den Bau von Kernkraftwerken in Inland. Grund hierfür war nach eigener Aussage insbesondere das Wissen von Russland beim Bau großer Kernkraftwerke im Landesinneren, das für die Volksrepublik nützlich sein könnte. Am 7. August 2014 erhielt der russische Konzern Rosatom seitens der Volksrepublik China eine Anfrage ein Kernkraftwerk mit zwei Blöcken nahe Harbin zu errichten. Der Direktor für Kapitalinvestment, Gennadij Sacharow, kündigte an ein Team nach Harbin zu schicken um den Standort zu begutachten.[6][7] Sinn macht das Projekt anderen Angaben zufolge aber keinen, da der Strommarkt in dieser Region stark übersättigt ist. Die installierte Leistung von 860 Gigawatt übersteigt den Bedarf der Provinzen, sodass die Volllaststunden mit 5012 Stunden im Durchschnitt unter der Auslastung von Anlagen in Südchina liegt. Probleme gibt es zusätzlich da Heilongjiang, Liaoning und Jilin den Ausbau der Windkraft weiter forcieren und die Überkapazität weiter vergrößern, wobei die Auslastung dieser Anlagen ebenfalls weit unter dem Durchschnitt liegt da die Leistung nicht benötigt wird und diese nur selten zugeschaltet werden. Hinzu kommt die zu erwartende volle Inbetriebnahme des Kernkraftwerks Hongyanhe.[8] Die Epoch Times gab wieder, dass nach Angabe von The Paper der Bau des Kernkraftwerks als Reaktion auf die Sanktionen gegen Russland wegen des Ukraine-Konflikts angeboten wurde.[9]

Viktor Godin, Sprecher von Rosatom, dementierte am 26. August 2014 die Gerüchte, dass Russland den Bau eines Kernkraftwerks in der Provinz Hailongjiang angeboten bekommen hätte. Lediglich die chinesischen Behörden setzen auf Staatsebene fest, wo Kernkraftwerke genehmigt und errichtet werden. Für ein Kernkraftwerk in der Provinz Hailongjiang liegt keine Genehmigung vor. Auch die chinesischen Behörden dementierten am 18. August 2014 ähnliche Gerüchte. Ursprung der Gerüchte sind chinesische Onlinemedien, die behaupteten während der Besichtigung von Fertigungsstätten für die Blöcke 3 und 4 des Kernkraftwerks Tianwan in Harbin, dass die Behörden der Provinz den Bau angeboten hätten.[10]

Standortdetails

Die Standortwahl könnte mit der Nähe zur Stadt Harbin zusammenhängen, da zwei 1000 MW starke Blöcke fast den gesamten Bedarf der Stadt alleine decken können.[2]

Einzelnachweise

  1. Dynabond: CGNPC signed Jiamusi nuclear power agreement, 21.09.2009. Abgerufen am 12.08.2014. (Archivierte Version bei WebCite)
  2. a b DWB: The first Heilongjiang Nuclear Power Plant selects its location, 10.06.2010. Abgerufen am 12.08.2014. (Archivierte Version bei WebCite)
  3. China Daily: China plans to build more nuclear power plants, 17.06.2010. Abgerufen am 12.08.2014. (Archivierte Version bei WebCite)
  4. China.org.cn: Heilongjiang to build nuclear power station, 18.06.2010. Abgerufen am 12.08.2014. (Archivierte Version bei WebCite)
  5. China Knowledge China Huaneng to build nuclear power plant in Heilongjiang, 21.06.2010. Abgerufen am 12.08.2014. (Archivierte Version bei WebCite)
  6. ITAR-TASS: Rosatom invited to build 2 NPP units in China, 07.08.2014. Abgerufen am 12.08.2014. (Archivierte Version bei WebCite)
  7. Российское атомное сообщество: Росатом получил предложение о строительстве новой АЭС в Китае, 11.08.2014. Abgerufen am 12.08.2014. (Archivierte Version bei WebCite)
  8. 网易公司: 商务部官网:俄罗斯考虑在哈尔滨建设核电站, 11.08.2014. Abgerufen am 12.08.2014. (Archivierte Version bei WebCite)
  9. Epoch Times: China baut Russland zuliebe überflüssiges Atomkraftwerk, 12.08.2014. Abgerufen am 12.08.2014. (Archivierte Version bei WebCite)
  10. Российское атомное сообщество: В Росатоме подтвердили, что пока нет никакого плана строительства АЭС на территории китайской провинции Хэйлунцзян, 26.08.2014. Abgerufen am 26.08.2014. (Archivierte Version bei WebCite)

Siehe auch